John Wayne (1907-1979) Tabellarischer Lebenslauf
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JOHN  WAYNE

"THE DUKE"

(1907-1979)


Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1907
26. Mai: Marion Robert Morrison wird als Sohn des Apothekers Clyde Leonard Morrison und seiner Ehefrau Mary Alberta, geb. Brown in Winterset/Iowa geboren. Beide Elternteile sind irisch-schottischer Abstammung.

1913-15
Die Familie lebt auf einer Farm in Kalifornien, wo Marion reiten lernt.

1915
Vater Morrison eröffnet eine Apotheke in Glendale/Kalifornien. Nebenan befindet sich ein Kino, wo Marion das neue Medium Film kennen und lieben lernt. Auf der Schule tut er sich besonders als Footballspieler hervor.


1925
Marion erhält als guter Footballer ein Stipendium für die "University of Southern California". Nebenbei arbeitet er als Requisiteur in einem Filmstudio.

1927-28
Nach einer Verletzung, die seine Footballer-Karriere beendet, verliert Marion sein Stipendium und muß die Universität verlassen. Er wirkt als namenloser Statist in einigen Stummfilmen mit.

1929
Marion wird von der Fox als Schauspieler unter Vertrag genommen (für zunächst 35, später 75 US-$ pro Woche, zur Zeit der einsetzenden Weltwirtschaftskrise ein gutes Gehalt). Er spielt seine erste (Neben-)Rolle unter dem Namen "Duke Morrison" in dem Film "Words and Musics".

1930
Für den Film "Men Without Women" nimmt Marion erstmals den Künstlernamen "John Wayne" an.


Wayne spielt seine erste Hauptrolle in dem Western "The Big Trail [Der große Treck]". Vollmundig als "bedeutendster Film der je produziert wurde" beworben, flopt er gleichwohl an den Kinokassen; Wayne wird gekündigt.


1931-38
Wayne steht erst bei Columbia, dann bei Mascot unter Vertrag, wo er hauptsächlich in B-Filmen spielt (und gelegentlich auch singt).


1939
Wayne gelingt der Durchbruch mit der Hauptrolle - dem Ringo - in dem Western "Stagecoach" [dts.: "Höllenfahrt nach Santa Fé"], der zum Kultfilm wird; er begründet die langjährige Zusammenarbeit Waynes mit dem Regisseur John Ford.


1941
Nachdem Präsident Roosevelt die U.S.A. in den Zweiten Weltkrieg geführt hat, wird Wayne wegen seiner Football-Verletzung (nach anderen Quellen: wegen seiner Schwerhörigkeit) vom Militärdienst befreit.

1947
Wayne versucht sich erstmals als Produzent in dem [Anti-]Western "Angel and the Badman" [dts.: "Der schwarze Reiter"] - in dem er auch die männliche Hauptrolle - den Quirt Evans - spielt.


1948
Wayne spielt Hauptrollen in den Western "Red River" [dts.: "Panik am roten Fluß"] und "Fort Apache" [dts.: "Bis zum letzten Mann"].


1949
Wayne lehnt die Hauptrolle - den Willie Stark - in "All the King's Men" ab und übernimmt statt desssen Hauptrollen in "Wake of the Red Witch" [dts.: "Im Bann der roten Hexen"], "She Wore a Yellow Ribbon" [dts.: "Der Teufelshauptmann"], "The Fighting Kentuckian" [dts.: "In letzter Sekunde"] und "The Sands of Iwo Jima" [dts.: "Du warst unser Kamerad"]. Die letzte trägt ihm zwar eine Oscar-Nominierung ein; verliehen wird dieser dann aber an Broderick Crawford, der den Willie Stark gespielt hat.



1950
Wayne spielt - an der Seite von Maureen O'Hara - die männliche Hauptrolle in dem Western "Rio Grande".


1951
Wayne spielt die Hauptrolle in "Flying Leathernecks" [dts.: "Stählerne Schwingen", später auch "Jagdgeschwader Wildkatze" und "Guadalcanal - Entscheidung im Pazifik"].


1952
Wayne spielt die Hauptrolle in der Komödie "The Quiet Man".


1953
Wayne spielt Hauptrollen in "Trouble Along the Way" [dts.: "Ärger auf der ganzen Linie"], der Eigenproduktion "Island in the Sky" und in dem - ebenfalls selber produzierten - Western "Hondo".


1954
Wayne spielt die Hauptrolle in "The High and the Mighty" [dts.: "Es wird immer wieder Tag"].


Wayne kauft die Hotelanlage "Los Flamingos" in Acapulco, das bald zum bevorzugten Urlaubsziel prominenter US-Amerikaner wird.


1955
Wayne spielt die Hauptrolle in "Blood Alley" [dts.: "Der gelbe Strom"].


1956
Wayne spielt die Titelrolle (den Temujin - die erste von nur zwei historischen Persönlichkeiten, die er im Film verkörpert hat) in "The Conqueror" [dts.: "Der Eroberer"] und die Hauptrolle - den Ethan Edwards - in "The Searchers" [dts.: "Der schwarze Falke"], einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Alan LeMay.


Der erstere Film spielt die 6 Millionen US-$ Produktionskosten nicht wieder ein - auf ein modernes Publikum wirkt es lächerlich, einen Weißen den "Tartaren" spielen zu lassen. Der letztere Film hat dagegen großen kommerziellen Erfolg und wird 50 Jahre später vom American Film Institute zum "besten Western aller Zeiten" und zu einem der "besten 100 Filme aller Zeiten" erklärt.

1957
Wayne spielt die Hauptrolle in "The Wings of Eagles".


1959
Wayne spielt Hauptrollen in "Horse Soldiers" [dts.: "Der letzte Befehl"] und "Rio Bravo", einer Verfilmung der gleichnamigen Novelle von B.H. McCampbell.


1960
Wayne spielt die Hauptrolle - den Davy Crockett - in dem von ihm selber produzierten Historienfilm "The Alamo", bei dem er erstmals auch selber Regie führt.


1961
Wayne spielt die Hauptrolle in dem Western "The Comancheros".


1962
Wayne spielt Hauptrollen in "The Man Who Shot Liberty Valance" [dts.: "Der Mann, der Liberty Valance erschoß"] und "The Longest Day" [dts.: "Der längste Tag"].


1963
Wayne spielt eine der Hauptrollen in "How The West Was Won" [dts.: "Das war der Wilde Westen"].


1964
Wayne liefert in dem Kriegsfilm "In Harm's Way" [dts.: "Erster Sieg"] (nach dem gleichnamigen Roman von James Bassett) eine erschreckend schwache Vorstellung in der Hauptrolle des Captain Torrey ab, während Kirk Douglas brilliert und der junge Larry Hagman den Durchbruch als Schauspieler schafft.


Unmittelbar nach Beendigung der Dreharbeiten wird bei Wayne - der seit vielen Jahren Kettenraucher ist - Lungenkrebs festgestellt; er muß sich den linken Lungenflügel entfernen lassen.

1966
Wayne spielt eine der beiden Hauptrollen - den Sheriff - in dem Western "El Dorado".


Wayne unterstützt seinen Freund und Kollegen Ronald Reagan bei der Wahl zum Gouverneur von Kalifornien.

1967
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1968
Wayne führt Regie und spielt die Hauptrolle in dem [Pro-]Vietnam-Kriegsfilm "The Green Berets" [dts.: "Die grünen Teufel"].


Wayne lehnt die ihm von den "Republikanern" angetragene Präsidentschafts-Kandidatur (und die ihm von den "Demokraten" angetragene Vizepräsidentschafts-Kandidatur, die er als "Bullshit" bezeichnet :-) ab.** An seiner Stelle kandidiert der eigentlich als längst abserviert geltende Richard Nixon, der die Wahl gewinnt.

1969
Wayne spielt die Hauptrolle - den einäugigen Marshal Rooster Cogburn - in dem Western "True Grit" [dts.: "Der Marshal"], für die ihm ein Academy Award ("Oscar") als bester Schauspieler verliehen wird.


1970
Wayne spielt Hauptrollen in "Chisum" und "Rio Lobo".


1972
Wayne spielt die Hauptrolle in "The Cowboys" [dts.: "Die Cowboys"].


1973
Wayne spielt Hauptrollen in "The Train Robbers" und "Cahill U.S. Marshall".


1974
Wayne spielt die Hauptrolle in "McQ".


1975
Wayne spielt die Hauptrollen in "Brannigan" und "Rooster Cogburn".

1976
Wayne spielt die Hauptrolle - den krebskranken John Bernard Books - in seinem letzten Film, "The Shootist" [dts.: "Der letzte Scharfschütze"].


1979
Mai: Wayne wird die Goldmedaille des U.S. Congress verliehen.


11. Juni: John Wayne stirbt in Los Angeles an Krebs.


In Winterset wird ein John-Wayne-Museum eingerichtet.


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2004
Die US-Post widmet John Wayne eine Sondermarke zu 37 Cent.


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**Es ist bezeichnend, daß von den vielen Schauspielern, denen eine politische Karriere angeboten wurde - von den Parteien, die sie als Zugpferde vor ihre Karren spannen wollten - alle, die auch nur einigermaßen gut im Geschäft waren, dankend ablehnten, wohl in der Erkenntnis, daß sie in ihrem angestammten Beruf wesentlich mehr Geld und Beliebtheit verdienen konnten denn als Politiker - wobei sich Anforderungs-Profil und arbeitsmäßige Belastung für beide Berufe immer mehr annäherten. Lediglich Schauspieler (und Musikanten), die auf dem absteigenden Ast waren oder ihre Karriere bereits beendet hatten, folgten dem Lockruf der politischen Parteien. (Einige, wie Ronald Reagan, Arnold Schwarzenegger und Sonny Bono, hatten damit sogar Erfolg - sicher nicht zufällig meist in Kalifornien, der Heimat Hollywoods :-)

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