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Albert[o] Uderzo

(1917 - 201?)


Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1927
25. April: Alberto Alessandro Uderzo wird als Sohn italienischer Gastarbeiter in Fismes geboren.

1929
Die Uderzos ziehen nach Clichy-sous-Bois bei Paris - damals noch mehr französisch als afrikanisch.

1934
Die Uderzos erhalten die französische Staatsbürgerschaft; seitdem nennt sich Alberto "Albert".

1937
Albert beginnt, Comic-Geschichten nach seinem großen Vorbild Walt Disney zu zeichnen.

1939
September: Frankreich erklärt Deutschland den Krieg. Albert lernt die Deutschen hassen.

1942
Albert besucht seinen Bruder Bruno, der in der Bretagne lebt. Angeblich kommt ihm schon früh die Idee, dort später mal eine Zeichentrick-Geschichte spielen zu lassen.*

1945
Uderzo bringt "Flamberge der Gascogner" auf den Markt.


1948-49
Uderzo absolviert seinen Militärdienst.

1949
Uderzo wird Zeichner bei der Tageszeitung France Dimanche.

1951
Uderzo wechselt zur Pariser Dépendance der belgischen Presseagentur "International Press". Dort lernt er den Texter Jean-Michel Charlier kennen. Mit ihm zusammen verfaßt er die Comic-Serie "Belloy der Unverwundbare" [später: "Belloy der Ritter ohne Rüstung"].


Uderzo lernt den zuvor von Disney abgewiesenen Comic-Freund René Goscinny kennen. Mit ihm zusammen bearbeitet er die Comic-Serien "Jehan Pistolet" und "Luc Junior" ("Tintin" von Hergé nachampfunden). Für ihre Eigenentwicklung "Oumpa-Pah" finden sich dagegen zunächst keinen Verleger.

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1953
Uderzo heiratet Ada, geb. Milani. (Aus der Ehe geht eine Tochter hervor.)


1956
Uderzo .

1958
"Oumpah-Pah [die Rothaut]" kommt auf den Markt.


1959
Uderzo gründet mit Goscinny, Charlier und Hébrard das Comic-Magazin "Pilote", für das er - zusammen mit Goscinny - die Comic-Serie "Astérix der Gallier" entwirft.


1960
Der kommerzielle Erfolg von "Pilote" hält sich in Grenzen; das Projekt wird an den Dargaud-Verlag verkauft, der es finanziell vorerst über Wasser hält.

1964-66
"Astérix" erscheint in Lizenz in der Reihe "LUPO modern" von Rolf Kauka; dies bedeutet den Durchbruch auf dem deutschen Markt - wo "Asterix und Obelix" bis heute populärer - und vor allem besser verkauft - sind als in Frankreich oder sonst irgendwo auf der Welt.


1966
Uderzo und Goscinny entziehen Kauka die Lizenz für "Asterix und Obelix" mit der vorgeschobenen Begründung, seine Texte seinen "anti-semitisch" - ein Vorwurf, der objektiv betrachtet vollkommen haltlos ist. Kauka kreiert ein eigenes Konkurrenz-Produkt ("Fritze Blitz und Dunnerkiel"), gegen das "Astérix" in Deutschland vorerst kein Bein auf den Boden bekommt.

1973
Angesichts zunehmender Anfeindungen durch politisch-korrekte Gutmenschen, denen seine Hefte zu "deutsch-national" und "anti-kommunistisch" sind, verkauft Uderzo seinen Verlag an ein britisch-niederländisches Konsortium und emigriert in die USA. Damit ist auch in Deutschland der Weg frei für Uderzos "Astérix".

1977
November: Uderzos Partner Goscinny fällt ärztlichem Pfusch zum Opfer - Exitus.


Uderzo verfaßt "Astérix" fortan alleine.

1994
.

2004
Uderzo wird der Max-und-Moritz-Preis verliehen, den er ohne weiteres annimmt, obwohl Wilhelm Busch mittlerweile als "Anti-Semit" gilt - und sicher mit besseren Gründen als Rolf Kauka -, was ein bezeichnendes Licht auf Uderzos Motivationen beim Abbruch der Geschäftsziehunge mit letzterem wirft.


*Wer nach einem realen Vorbild für "das kleine gallische Dorf" in Astérix sucht, dem empfiehlt Dikigoros einen Besuch in Guingamp.


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