

*Vorbild ist ein ähnliches Projekt der Briten in Freetown/Sierra Leone.
**Die Sklaven kamen in der Regel von der "Elfenbeinküste", der "Goldküste" und der "Sklavenküste".

***Die Eingeborenen erhalten zwar 1907 das Wahlrecht; dessen Ausübung ist jedoch an die Entrichtung einer Grundsteuer gebunden, die kaum einer der Eingeborenen zahlen kann, da sie überwiegend keine Geld-, sondern Subsistenz-Wirtschaft und Tauschhandel betreiben.
****Tatsächlich handelte es sich um Stammeskriege, d.h. die unterschiedlichen "Ethnien" bekämpften einander. Der "Bürgerkrieg" wurde zunächst 1996 für "beendet" erklärt; als daraufhin 1997 Charles Taylor mit überwältigender Mehrheit (75%) zum neuen Präsidenten gewählt wurde, nahmen dessen Gegner mit Hilfe von Truppen aus Guinea den Krieg wieder auf. Als Taylor zurück trat, um dem Blutvergießen ein Ende zu machen, und Asyl in Nigeria suchte, lieferte ihn dessen Regierung an das Tribunal der KriegsverbrecherMenschenrechtler in Den Haag aus. Liberia wurde sodann von BesatzungstruppenFriedenstruppen der UNO besetztbefreit und der Krieg 2003 erneut für "beendet" erklärt. (Tatsächlich erlahmte lediglich das Interesse der
Medien.)
Die BesatzerBefreier setzten einen MarionettenÜbergangs-Präsidenten ein, später - den Frauenrechtlerinnen zum Gefallen - ließen sie sogar eine Präsidentin "wählen", Ellen Johnson-Sirleaf. Allem Gewäsch von "Versöhnung zwischen den Volksgruppen" zum Trotz flüchteten die überlebenden "Amerika-Liberianer" in die USA, wo ihnen ohne weiteres politisches Asyl gewährt wurde - damit war das Experiment der ACS nach knapp 200 Jahren endgültig gescheitert. 2011 entblödete sich das Friedensnobelpreis-Komitee in Oslo nicht, E.J.-S. ihren Preis zuzuerkennen mit der Begründung, sie habe "mit der Abhaltung von Friedenskongressen der Menschheit den größten Nutzen gebracht".

weiter zu Jomo Kenyatta
zurück zu Politiker des 20. Jahrhunderts
heim zu Reisen durch die Vergangenheit