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![[Schmeling als Jungprofi 1924]](schmeling1924.jpg)
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![[Schmeling (links) und Dempsey]](schmelingdempsey.jpg)
![[WM-Kampf Schmeling (links) vs. Sharkey 1930]](schmelingsharkey1930.jpg)
![[Zeitungsmeldung vom Sieg Schmelings über Sharkey]](schmelingsharkey1930news.jpg)
![[Schmeling vs. Stribling]](schmelingstribling1931.jpg)
![[Mickey Walker]](mickeywalker.jpg)
![[Schmeling und Roosevelt]](schmelingfdr.jpg)





![[Joe Louis]](louisdumm.jpg)
![[Eintrittskarte zu 40.00 US-$ - damals ein kleines Vermögen. Das Datum stimmt nicht; der Kampf wurde wegen Regens - es handelte sich um eine Freiluftveranstaltung - um einen Tag verschoben]](schmelinglouis1936ticket.jpg)



![[US-Filmplakat]](schmelinglouis1936film.jpg)

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![[Louis vs. Marciano]](louisko.jpg)





![[Schmeling und Louis 1971]](schmelinglouis1971.jpg)



![[Max Schmeling und Anny Ondra]](schmelingondraalt.jpg)
![[Max Schmeling mit Richard v. Weizsäcker und Heinz Rühmann 1990]](schmeling1990weizrueh.jpg)
![[Schmeling 1995]](schmeling1995.jpg)
![[Schmeling 1999]](schmeling1999sdj.jpg)


![[Filmszene]](joeandmax.jpg)
![[Max Schmeling]](schmelingbedroeppelt.jpg)

![[Schmelings Grabmal]](schmelinggrab.jpg)



1Lawrence Gains ("Larry Gaines") war - neben Cecil Harris ("The Seal") und Harry Wills ("The Black Panther") - einer der drei stärksten Boxer der 1920er Jahre. Als Neger durfte jedoch keiner von ihnen um die - von den USA monopolisierte - Weltmeisterschaft kämpfen; von September 1923 bis September 1926 wurden drei Jahre lang keine WM-Titelkämpfe im Schwergewicht ausgetragen. Gaines wurde 1927 kanadischer und 1931 Empire-Meister im Schwergewicht.
2Es gab allerdings Präzedenzfälle: 1906 war Joseph Gaines ("Joe Gans") durch Disqualifikations des dänischen Titelverteidigers Oscar Nielsen ("Battling Nelson") wegen Tiefschlags Weltmeister im Leichtgewicht geworden. Und erst 1929 war Jakob Finkelstein ("Jackie Fields") durch Disqualifikation des Titelverteidigers Joe Dundee wegen Tiefschlags Weltmeister im Weltergewicht geworden. Beide Entscheidungen - einschließlich der Titelvergabe - wurden nie angefochten oder auch nur angezweifelt. Freilich fielen sie zugunsten von US-Amerikanern; 1930 war es umgekehrt - Schmeling hatte das Angebot, sich einbürgern zu lassen, kurz vor dem WM-Kampf ausgeschlagen.
3Schmeling behauptete später wenig glaubhaft, dies sei geschehen, weil Joe Jacobs Jude war. Richtig ist, daß Schmeling in den USA offenbar keinen Manager mehr benötigte und deshalb nicht einzusehen war, einen solchen noch an seinen außerhalb der USA erzielten Einnahmen zu beteiligen, zu allem Überfluß auch noch in US-$. In Deutschland - wo Devisen knapp waren - wurden Schmelings Interessen längst von Walter Rothenburg vertreten - der auch den Rückkampf gegen Hamas zustande gebracht hatte -, der ebenfalls jüdischer Abstammung war, ohne daß irgend jemand daran Anstoß genommen hätte. Auch Neusels Manager Paul Damski war Jude.
4Später wurde fälschlich behauptet, der Kampf hätte nicht in Deutschland stattfinden können, weil Baer Jude war. Richtig ist, daß Baer zwar in "Jew York" zu Propagandazwecken demonstrativ mit einem Davidsstern an der Hose auftrat, aber Katholik war. Baers Mutter war unstreitig Deutsch-Irin; über Baers Vater wird zwar bisweilen behauptet, daß er von einem Elsässer Juden und/oder einer böhmischen Jüdin abstammte; er war jedoch unstreitig Schweinezüchter - ein Beruf, der für Juden absolut tabu gewesen wäre. Baer war - anders als Schmeling - groß, blond und blauäugig, also geradezu ein "Muster-Arier". Ausschlaggebend war, daß die Niederlande im Gegensatz zum Deutschen Reich keine Devisenprobleme hatten - Baer verlangte eine Garantiebörse von 300.000,00 US-$, Schmeling eine von 150.000,00 US-$, zusammen fast 2 Mio RM.
5Anders als in gewissen politischen Kreisen der USA stand ein Boykott bei den Sportfunktionären nie ernsthaft zur Debatte. Brundage - der selber Rassist und Anti-Semit war -, entgegnete Reportern auf die - unzutreffende - Behauptung, daß die Nazis jüdische Sportler von den Olympischen Spielen in Berlin ausschließen würden: "Na und? In meinem Sportclub sind Juden auch ausgeschlossen!"
6Für "echte" US-Amerikaner, d.h. für weiße, angelsächsische Protestanten, galt es auch in den 1930er Jahren noch als ehrenrührig, "to cross the color line [die Hautfarbengrenze zu überschreiten]"; so lehnten dies u.a. die Ex-Weltmeister Jack Dempsey und Gene Tunney trotz äußerst lukrativer Comeback-Angebote kategorisch ab. Gegen Louis kämpften - neben anderen Negern - ausschließlich Juden und Katholiken, "Fascio-Italiener" - wie Carnera - und "Nazi-Deutsche" - wie Schmeling, der nach dem Krieg behauptete, Hitler und "die Nazis" seien dagegen gewesen, daß er gegen einen Schwarzen boxte, weil sie eine Niederlage fürchteten. Richtig ist, daß Hitler persönlich verfügte, die Transatlantik-Passagepreise für die Bremen und die Europa zum Kampftermin zu senken, damit einige tausend deutsche Schlachtenbummler Schmeling billiger begleiten konnten.
7In den USA war es verboten, Filme über Boxkämpfe zu zeigen, in denen Weiße gegen Schwarze unterlagen; daher war der Film dort vermeintlich wertlos. Durch Schmelings Sieg wurde er für diesen zur Goldgrube - während von seiner Kampfbörse kaum ein Nettoüberschuß blieb. Auch aus den Mitschnitten der späteren Schmeling-Kämpfe gegen Foord und Dudas wurden Kinofilme gemacht, die allerdings nicht so erfolgreich waren.
8Auch dafür gab es einen Präzedenzfall: 1926 hatte der damalige Weltmeister Jack Dempsey einen Vertrag zur Titelverteidigung gegen Harry Wills geschlossen; als ihm jedoch 1 Million US-$ geboten wurden, wenn er statt dessen gegen Gene Tunney antrat, ließ er die 50.000,00 US-$ Reuegeld verfallen und brach den Vertrag. Auch er wurde dafür in New York gesperrt und kämpfte statt dessen in Philadelphia, wo er seinen Titel an Tunney verlor.
9Schmeling war auch in diesem Punkt kein Einzelfall. Selbst die ausgewiesenen Rassisten Dempsey und Tunney entblödeten sich nicht, nach dem Krieg zu behaupten, sie seien enge persönliche Freunde von Joe Louis gewesen und hätten ihm vor seinem zweiten Kampf gegen Schmeling wertvolle Tips gegeben, ohne die er noch einmal verloren hätte.
10Für diese wenig anspruchsvolle Tätigkeit wurde Louis allerdings fürstlich entlohnt, mit 50.000 US-$ (entsprechend ca. 200.000 Euro nach der Währungsreform von 2002) p.a.
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