![[Edith Piaf]](piafinoel.jpg)













1Dies gelang auch ihrem Kollegen Maurice Chevalier - den die "Widerstandsbewegung" für seine Auftritte im besetzten Paris und in Deutschland schon zum Tode verurteilt hatte. Im Gegensatz zu diesem war E.P. allerdings klug genug, es nicht zu übertreiben, so daß die USA während der McCarthy-Ära gegen sie kein Einreiseverbot als vermeintliche Kommunistin verhängten. Zu denjenigen, die Piaf einen "Persilschein" ausstellten, gehörte auch der galizische Jude Norbert Glanzberg, der - wahrheitswidrig - behauptete, er sei 1933 aus Deutschland "vertrieben" worden, und sie habe ihn während der deutschen Besatzung Frankreichs bei sich versteckt, da nach ihm "gefahndet" worden sei, um ihn ins KZ einzuweisen. Tatsächlich hatte er Deutschland 1933 aus freien Stücken verlassen und lebte während der deutschen Besatzung ganz offen - niemand fahndete nach ihm - in einem Schloß bei Marseille. In den 1950er Jahren schrieb er einige Chansons für Piaf, von denen jedoch nur "Padam, Padam" und "Mon manège à moi" Erfolg hatten.
²Daß E.P. sich darüber hinaus Hoffnungen gemacht haben soll, M.C. zu heiraten, hält Dikigoros für ein Gerücht. M.C. war - wie fast alle ihre Liebhaber davor und danach - verheiratet; und seine Ehe war trotz allem weitgehend intakt; sein jüngstes Kind war erst wenige Wochen vor seinem tödlichen Unfall geboren worden.
³Daß E.P. und J.P. zwei Monate später auch kirchlich heirateten, hält Dikigoros für ein Märchen: Sie war nicht getauft, und er war geschieden. In solch krassen Fällen gab es damals keinen Dispens.
4Tatsächlich starb M.M. an einem gebrochenen Blinddarm, der zu spät diagnostiziert wurde.
5Falls diese Gerüchte wahr sind, dann täuschte sich T.L. gewaltig: Piafs Schulden überstiegen bei weitem ihr Vermögen.
6Unter den ersten 50 plazierten sich außerdem Georges Brassens (12.), Daniel Balavoine (19.), der russische Jude Lukas Ginzburg ["Serge Gainsbourg"] (20.), der Armenier Schahnur Asnavurian
["Charles Aznavour"]
(29.), der Italiener Ivo Livi ["Yves Montand"] (30.), der Belgier Jan Smet
["Johnny Hallyday"] (34.), der in Ägypten geborene
Claude François (36.),
Charles Trenet (43.) und
Michel Sardou (45.); allerdings wählten die Franzosen Dank ihres bekannten Sinns für Humor auch auffallend viele HanswürsteKomödianten auf vordere Plätze, die gelegentlich sangen - und sei es nur die Nationalhymne -, wie de Gaulle (1.), Coluche (5.), Bourvil (7.), Fernandel (13.) und den Katalanen Funès (17.)
7Die andere war die in Ägypten geborene Italienerin Dalida (58.)
8M.C. verschwindet in den USA bald wieder in der Versenkung, da sie wagt, öffentlich anzuzweifeln, daß ihre Schauspieler-Kollegen Neil Armstrong & Co. 1969 auf dem Mond gelandet sind.
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