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![[Kennedy und Mobutu]](mobutukennedy.jpg)









*In der deutschsprachigen Literatur wird meist fälschlich behauptet, Mobutu sei "Oberfeldwebel" oder gar "Hauptfeldwebel" gewesen. Dies beruht auf der Rückübersetzung einer fehlerhaften Übersetzung ins Amerikanische. In den USA werden die belgischen, französischen und italienischen Dienstgrade "sergent-major" und "sargento maggiore" (die dem deutschen "Unterfeldwebel" bzw. in der Bundeswehr "Stabsunteroffizier" entsprechen) meist unkritisch als "sergeant major" übersetzt, was dem deutschen "Oberfeldwebel" (in der Bw: "Hauptfeldwebel") entspricht. So weit konnte man es aber unter regulären Bedingungen selbst in der belgischen Kolonialarmee binnen 7 Jahren nicht bringen. Mobutus Aufstieg hatte nicht direkt mit seiner militärischen Karriere zu tun - im Gegensatz etwa zu seinem Nachbarn Jean-Bedel Bokassa, der ein hervorragender Soldat war -, sondern mit seiner späteren Tätigkeit als Journalist, bei der er Lumumba und Kasavubu kennen lernte, die ihn daraufhin [be]förderten.
**Mobutu folgte damit seinem Freund Nixon, der bereits im August 1971 das Abkommen von Bretton Woods gebrochen und die Koppelung des US-$ an den Goldpreis aufgehoben hatte. Seitdem steht das "Weltwährungssystem" im wahrsten Sinne des Wortes nur noch auf dem Papier.
***Ein völlig unsinniges Unterfangen. Der Kongo ist de facto dreigeteilt nach seinen rassischen völkischen ethnischen Grenzen; in jedem dieser Gebiete hat jeweils ein Angehöriger jener Ethnie die absolute Mehrheit der Wähler hinter sich. Würde man den Kongo entlang dieser Grenzen aufteilen, könnten drei Staaten mehr oder weniger friedlich neben einander bestehen. (Dabei könnte sich der Nordstaat mit Uganda, der Oststaat mit Ruanda und/oder der Weststaat mit der ehemaligen französischen Kolonie Kongo-Brazzaville zusammen schließen; auch ein - vierter - Südstaat auf dem Gebiet des ehemaligen Katanga wäre ohne weiteres allein lebensfähig). Lediglich der Versuch, krampfhaft zusammen zu halten, was nicht zusammen gehört, führt zu immer neuen Kämpfen um die Gesamtherrschaft.
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