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HELENE  MAYER

"Die blonde He"

(1910 - 1953)

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1910
20. Dezember: Helene Mayer wird als zweites von drei Kindern - und einzige Tochter - des Amtsarztes Ludwig Mayer und seiner Ehefrau Ida, geb. Becker, in Offenbach geboren.
Sie erhält frühzeitig Unterricht in mehreren Sportarten, u.a. im Fechten.

1924
Mayer wird in der Disziplin Florett deutsche Jugendmeisterin und deutsche Vizemeisterin bei den Erwachsenen.

1925-30
Mayer wird sechsmal in Folge deutsche Meisterin im Florett-Fechten.


1928
Mayer gewinnt bei den Olympischen Spielen in Amsterdam die Goldmedaille im Florett-Fechten und wird anschließend von Reichspräsident Paul v. Hindenburg empfangen.

1929
Mayer wird in Neapel Europameisterin im Florett-Fechten.

1931
Mayer wird in Wien Europameisterin im Florett-Fechten.

1932
Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles belegt Mayer "nur" den 5. Platz im Florett-Fechten.

1936
Mayer gewinnt bei den Olympischen Spielen in Berlin die Silbermedaille im Florett-Fechten.***


1952
Mayer kehrt nach Deutschland zurück und heiratet den Ingenieur Erwin Falkner von Sonnenburg.

1953
15. Oktober: Helene Falkner von Sonnenburg stirbt in Heidelberg und wird auf dem Münchner Waldfriedhof beerdigt.******


* * * * *

1968
Die Deutsche Bundespost widmet Mayer aus Anlaß der Olympischen Spiele in Mexiko eine Briefmarke.


1972
Die Stadt München benennt aus Anlaß der Olympischen Spiele dortselbst eine Straße in "Helene-Mayer-Ring".

2002
Millie Mogulof veröffentlicht "Foiled", ein peinliche Ansammlung von Unwahrheiten und Halbwahrheiten, die vor allem anti-deutsche Klischees bestätigen sollen.


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***Für Fechter[innen] galten die Amateurbestimmungen des IOC von je her nicht; daher durften auch Fechtlehrer[innen] teilnehmen, während z.B. Skilehrer[innen] als "Profis" ausgeschlossen waren. Nach Mayers Tod wurde das Märchen verbreitet, sie sei von den bösen Nazis zur Teilnahme "erpreßt" worden mit der Drohung, sonst käme ihr jüdischer Vaters ins Konzentrationalager. Tatsächlich war Ludwig Mayer bereits 1931 verstorben. Mayer wurde auch in keiner Weise diskriminiert, wie später behauptet wurde, sondern - wie alle deutschen Medaillengewinner[innen] - von Hitler persönlich empfangen und beglückwünscht.

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******Auch dies widerlegt das Märchen, Mayer sei jüdischer Konfession gewesen. Der Waldfriedhof war damals noch ein rein christlicher Friedhof. Erst 1955 wurde er auch für Angehörige nicht-christlicher Konfessionen geöffnet - zunächst wurde ein "islamisches Gräberfeld" eingerichtet. Juden wurden auf dem "alten Teil" des Waldfriedhofs überhaupt nicht beerdigt (Paul Heyse war entgegen anders lautenden Gerüchten kein Jude - selbst nach den "Nürnberger Gesetzen" nicht, denn alle seine Großeltern waren getauft), sondern erst auf dem durch die Erweiterung 1963-66 hinzu gekommenen "neuen Teil", wo u.a. auch Leni Riefenstahl begraben liegt.


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