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Im Alter von 68 Jahren ist Dr. Manfred Fischer am 13. April
2002 in München-Bogenhausen nach langer, schwerer Krankheit verstorben.
Fischer war vom 1. Januar 1974 bis zum 30. Juni 1981
Vorstandsvorsitzender von Gruner + Jahr. In dieser Zeit hat er die
Internationalisierung des Druck- und Verlagshauses mit dem Einstieg in den
spanischen, französischen und amerikanischen Markt maßgeblich vorangetrieben. In
Deutschland war er für den Start von GEO, P.M., ART, IMPULSE und YPS
verantwortlich. Außerdem wurde Gruner Druck in Itzehoe in dieser Zeit zu einer
der größten und modernsten Tiefdruckereien Europas ausgebaut. Gemeinsam mit
Henri Nannen gründete er 1979 die G+J-Journalistenschule.
Dr. Manfred
Fischer wurde am 19. Juni 1933 im westfälischen Finnentrop geboren und wuchs im
sauerländischen Attendorn auf. Sein Studium der Betriebswirtschaft an der
Universität Köln schloss er 1958 als Diplom-Kaufmann ab. Im selben Jahr begann
er seine Laufbahn bei Bertelsmann in der Revisionsabteilung in Gütersloh. Dort
wurde er bald Leiter der Steuerabteilung und 1964
Geschäftsleitungsmitglied.
1971 wurde er Vorstandsmitglied für die
Bereiche Hauptverwaltung sowie Film, Fernsehen und Musik in der BAG, bis er
Mitte 1973 zu Gruner + Jahr wechselte. Bereits ein halbes Jahr später wurde er
Vorstandsvorsitzender von Gruner + Jahr. Von 1981 bis 1983 bekleidete er die
Position des Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann AG.
Dr. Bernd Kundrun,
44, G+J Vorstandsvorsitzender: "Der Aufstieg von Gruner + Jahr zum
internationalsten Verlagshaus der Welt ist eng mit der Person Manfred Fischers
verbunden. 1978 ging G+J nach Spanien, 1979 nach Frankreich und in die USA.
Damit war der Grundstein für das erfolgreiche G+J-Engagement in diesen Ländern
gelegt. Manfred Fischer setzte sich stets für die Unabhängigkeit der Redakteure
und damit für ein pluralistisches und liberales Verlagskonzept ein, das nach wie
vor Gültigkeit bei G+J hat. Nicht zuletzt dadurch hat er sich viele Freunde in
Verlag und Redaktionen gemacht, die in diesen Tagen um ihn trauern."