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![[Mackensen mit Pour-le-mérite]](mackensen1917.jpg)







1Die Mittelmächte traf dies völlig unvorbereitet. Der ungarische Ministerpräsident Tisza hatte im Juli 1914 unter Hinweis auf eben diese Gefahr seine Zustimmung zur Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien zunächst verweigert - woran der Erste Weltkrieg beinahe gescheitert wäre -, bis das deutsche Auswärtige Amt Österreich-Ungarn ausdrücklich versicherte, daß Rumänien den Bündnisvertrag auf keinen Fall brechen würde. Auf dieser Fehleinschätzung - die den Glauben einschloß, daß Rumänien starke russische Kräfte binden würde - beruhte der Aufmarschplan der Mittelmächte im Osten, der die russische Truppenstärke völlig unterschätzte. Infolgedessen verlor die k.u.k. Armee - bei einer Friedensstärke von 450.000 Mann - allein in den ersten vier Kriegswochen in Galizien 350.000 Tote, Verwundete, Gefangene und/oder DeserteureVermißte, und bis Jahresende 1914 noch einmal 800.000 Mann, wovon sie sich nie wieder erholte; der Ersatz - überwiegend Ungarn und Tschechen - war militärisch so gut wie wertlos und überdies politisch unzuverlässig.
2Die Geschichtsschreibung sowohl der Mittelmächte als auch der Entente verkannte - und verkennt z.T. bis heute -, daß der Erste Weltkrieg militärisch gesehen nicht an der Westfront entschieden wurde, sondern auf den so genannten "Nebenkriegsschauplätzen".
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