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[Douglas MacArthur]

(26.01.1880 - 05.04.1964)

[Douglas MacArthur, Gemälde von Skemp]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1880
26. Januar: Douglas MacArthur wird als dritter Sohn des Berufsoffiziers (damals Hauptmann, später Generalleutnant) Arthur MacArthur und seiner Ehefrau Mary (geb. Pinkney) in Little Rock/Arkansas geboren.

1893-98
MacArthur besucht die Cadettenanstalt (West Texas Military Academy) in San Antonio/Texas.

1899
Juni: MacArthur wird in die Militärakademie West Point aufgenommen, wo damals Schinderei bis hin zu Mord und Totschlag herrscht - bei gleichzeitiger Drohung, von der Akademie verwiesen zu werden, wenn man die Täter "verpetzt". MacArthur gelingt es, einigermaßen ungeschoren "durchzukommen".

1903
Juni: MacArthur schließt die Offiziersprüfungen als Jahrgangsbester (und drittbester Absolvent aller Zeiten) ab. Er wird zum Leutnant befördert und dem 3. Pionierbataillon der US-Besatzungstruppen auf den Filipinen zugeteilt, die seit dem spanisch-amerikanischen Krieg von 1898 eine Kolonie der USA sind.

1904
April: MacArthur wird zum Oberleutnant befördert und zur Pazifik-Division nach San Francisco versetzt.
Oktober: Nachdem MacArthurs Vater - ein persönlicher Freund von Präsident Theodore Roosevelt - zum Generalmajor befördert und nach Japan versetzt worden ist, holt ihn dieser als seinen persönlichen Adjutanten nach Tōkyō.

1906
Dezember: MacArthur wird als Flügeladjutant Roosevelts nach Washington D.C. versetzt.

1907
August: MacArthur wird an die Pionier-Akademie in Washington D.C. abkommandiert.

1908
April: MacArthur wird zum Kompagniechef im 3. Pionierbataillon in Milwaukee ernannt.

1911
Februar: MacArthur wird zum Hauptmann befördert und übernimmt das Pionier-Depot in Fort Leavenworth/Kansas.

1912
November: MacArthur wird zum Generalstab nach Washington D.C. versetzt.

1914
April: Beim Überfall der USA auf Veracruz (Mexico) ist MacArthur stellvertretender Kommandeur der Pionier-Einheiten.

1915
Dezember: MacArthur wird zum Major i.G. befördert.

1917
August: Nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg wird MacArthur zum Oberst auf Zeit befördert und nach Camp Mill (N.Y.) versetzt, um die 42. Infanterie-("Regenbogen"-)Division aufzubauen.

1918
Februar: MacArthur geht als Stabschef der 42. ID nach Frankreich.
Juni: MacArthur wird zum Brigade-General auf Zeit befördert und erst zum Stabschef, dann zum Kommandeur der 84. Infanterie-Brigade ernannt.
MacArthur nimmt u.a. an der Schlacht von St. Mihiel teil und wird verwundet; er überwirft sich jedoch mit dem Oberbefehlshaber des U.S.-Expeditionskorps, General Pershing, dem er vorwirft, seine Truppen allzu rücksichtslos zu verheizen.
November: Der Erste Weltkrieg endet mit einem Sieg der Entente über die Mittelmächte, zu dem die USA nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich maßgeblich beigetragen haben.

1919
Mai: MacArthur kehrt in die USA zurück.
Juni: MacArthur wird Leiter der Militärakademie West Point.

1920
Februar: MacArthur wird zum regulären (d.h. nicht bloß "temporary rank") Brigadier General ernannt, als der jüngste Offizier, der diesen Rang bis dahin erreicht hat und als der einzige General, der seinen t.r. aus dem Ersten Weltkrieg ungemindert behalten darf.

1922
Oktober: Da MacArthur wegen einer negativen Beurteilung durch Pershing in den USA kein Fortkommen sieht, läßt er sich als Besatzungsoffizier auf die Filipinen versetzen. Er wird Militärkommandant von Manila und Kommandeur der 23. Infanterie-Brigade.
MacArthur heiratet Louise, geb. Cromwell.

1925
Januar: MacArthur wird zum Generalmajor befördert (ebenfalls als jüngster Offizier, der diesen Rang je erreicht hat).
Mai: MacArthur wird als Kommandeur des IV. Corps nach Atlanta/Georgia versetzt.

1926
MacArthur wird als Kommandeur des III. Corps nach Baltimore/Maryland versetzt.

1928
MacArthur nimmt als Leiter des amerikanischen Teams an den Olympischen Spielen von Amsterdam teil (die in den USA als militärisches Trainingsprogramm gelten).
MacArthur wird als Kommandeur der US-Besatzungstruppen auf den Filipinen nach Manila versetzt.

1929
MacArthur läßt sich von seiner Frau Louise scheiden und liiert sich mit dem 16-jährigen Filmsternchen Isabel Rosario Cooper.

1930
Oktober: MacArthur wird als Kommandeur des IX. Corps nach San Francisco versetzt.
November: MacArthur wird zum General auf Zeit befördert und als Generalstabschef der U.S. Army nach Washington D.C. versetzt.

1932
In Anbetracht der angespannten Haushaltslage (infolge der Weltwirtschaftskrise nach dem Zusammenbruch der New Yorker Börse im Oktober 1929) wird den Veteranen des Ersten Weltkriegs die Ehrenrente ("Bonus") gestrichen. Dies gilt auch für Schwerkriegsversehrte, die infolge ihrer Verwundung nicht mehr arbeitsfähig sind. Präsident Hoover läßt einen zunächst friedlichen Protestmarsch der Veteranen nach Washington von MacArthurs Truppen zusammen schießen und schiebt diesem anschließend die Schuld an der "Eskalation" zu.

1933
Januar: Regierungsantritt des Kommunistenfreundes und Juden Franklin Delano Roosevelt in den USA und des Kommunisten- und Judenfeindes Adolf Hitler in Deutschland. Beide räumen unter ihren politischen Gegnern kräftig auf und krempeln die Wirtschaft (die in beiden Ländern von der Weltwirtschaftskrise und Millionen Arbeitslosen gezeichnet ist) völlig um - der erstere mit verschwindend geringem, der letztere mit großem Erfolg.

1935
MacArthur wird als Generalstabschef abgelöst und, da er sich weigert, "freiwillig" in Pension zu gehen, wieder als "regulärer" Generalmajor auf die Filipinen abgeschoben, wo er als "Ratgeber" der Marionetten-Regierung ("Präsident" Quezon) ohne militärisches Kommando fungiert.

1937
April: MacArthur trennt sich von seiner Maitresse Rosario und heiratet in zweiter Ehe Jean, geb. Faircloth.
Dezember: MacArthur wird als "Charakter-General" der U.S. Army in den Ruhestand versetzt und fungiert fortan nur noch als "ziviler Ratgeber" der Regierung; er wird jedoch zum Feldmarschall h.c. (ein Unicum) der filipinischen Armee ernannt.

1939
September: Nach dem Einmarsch deutscher und sowjet-russischer Truppen in Polen erklären Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich (nicht aber der Sowjet-Union) den Krieg.

1941
Juli: MacArthur wird von Präsident Roosevelt - der längst beschlossen hat, in den Krieg gegen die Achsenmächte einzutreten - reaktiviert, zum Generalleutnant befördert und zum Kommandeur der US-Streitkräfte in Fernost ernannt.
Dezember: Nach dem von Roosevelt provozierten Angriff der Japaner auf Pearl Harbor wird MacArthur zum General befördert und als Kommandeur der US-Streitkräfte auf den Filipinen nach Manila versetzt.

1942
Februar: Nach der japanischen Invasion auf den Filipinen befielt Roosevelt die Evakuierung der höheren Offiziere - der Rest geht in japanische Kriegsgefangenschaft und kommt darin größtenteils um. MacArthur spricht die geflügelten Worte: "I shall return [Ich werde zurück kehren]!"
MacArthur wird nach Brisbane (Australien) versetzt, um die Rückeroberung Neuguineas und der anderen an die Japaner verloren gegangenen Inseln im Pazifik vorzubereiten.

1943
Januar: Auf der Konferenz von Casablanca erklären die Alliierten als ihr Kriegsziel die bedingungslose Kapitulation Deutschlands und dessen Zerschlagung als vordringlich gegenüber der Niederwerfung Japans.
Gegen den Widerstand des Generalstabs setzt MacArthur durch persönliche Intervention bei Roosevelt durch, daß die Wiedereroberung der Filipinen vor einer Invasion Taiwans und Japans in Angriff genommen wird.

1944
Dezember: MacArthur wird zum Generaloberst ("General of the Army") befördert.


1945
Februar: MacArthur kehrt an der Spitze seiner Truppen auf die Filipinen zurück.
April: Nach dem Tode Roosevelts wird dessen Vize Harry S. Truman US-Präsident.
August: Nach Abwurf der Atombomben - von deren Existenz MacArthur nichts gewußt haben will - auf Hiroshima und Nagasaki sowie der Kriegserklärung der Sowjet-Union kapituliert Japan (allerdings nicht bedingungslos, wie Deutschland ein drei Monate zuvor, sondern unter der Maßgabe, daß dem Tenno Hirohito kein Haar gekrümmt wird).
Der Zweite Weltkrieg ist damit de facto - wenngleich mangels Friedensvertrags nicht de iure - beendet.
September: MacArthur wird Kommandeur der US-Truppen in Japan, die sich - anders als die alliierten Truppen in Europa - durch eine vergleichsweise milde Besatzungs-Politik auszeichnen.

[MacArthur und der Tenno]

1948
November: Nach der "Verunfallung" des populären Generals Patton nominieren die Republikaner MacArthur als Kandidaten für die Präsidentschaftswahl. Auf Druck Trumans, seines "Oberbefehlshabers", zieht er seine Kandidatur jedoch zurück; Truman gewinnt die Wahlen - vermutlich durch Manipulation bei der Stimmenauszählung - und bleibt Präsident.

1950
Juni: Nordkoreanische Truppen - ausgerüstet mit sowjet-russischen Panzern und Flugzeugen - überschreiten den 38. Breitengrad - die Demarkationslinie - nach Südkorea und überrrennen die lediglich mit leichten Handfeuerwaffen ausgerüsteten Selbstverteidigungsverbände.
Juli: MacArthur wird zum Oberbefehlshaber der US-Truppen in Südkorea ernannt; durch Einsatz der in Japan stationierten US-Elite-Truppen (Marines) gelingt es ihm zunächst einen Brückenkopf im Äußersten Süden (um Pusan) zu halten.
September: Mit einer überraschenden Landung im an der Westküste gelegenen Inchon im Rücken der Nordkoreaner wendet MacArthur das Blatt; seine Truppen stoßen binnen kurzem bis an die chinesische Grenze vor.
Oktober: MacArthur trifft Truman auf Wake und versucht vergeblich, ihn zu einer Fortsetzung des Koreakrieges nicht nur bis zur Befreiung ganz Koreas, sondern bis zum Sturz des Mao-Regimes in China zu überreden, für den Fall eines Eingreifens der Sowjet-Union auch zu einem Atomkrieg gegen die letztere. Truman, weit davon entfernt, das Mao stürzen zu wollen, verhängt im Gegenteil eine Blockade gegen National-China, um zu verhindern, daß Tschiang Kai-shek etwa versuchen sollte, auf das Festland über zu setzen und den Bürgerkrieg wieder aufzunehmen. [Truman stützt sich bei seiner Entscheidungsfindung hauptsächlich auf General Stilwell - einen persönlichen Todfeind Tschiangs - und Außenminister Dean Acheson - von dem sich später heraus stellt, daß er ein sowjetischer Spion und heimliches Mitglied der Kommunistischen Partei war.]
November: Zahlenmäßig weit überlegene rotchinesische Truppen (vier Armeen) greifen in den Krieg ein und werfen die US-Truppen wieder nach Süden zurück.


1951
Januar-März: MacArthurs Truppen gelingt es, Seoul frei zu kämpfen und wieder bis zum 38. Breitengrad vorzustoßen, wo die Front zum Stellungskrieg erstarrt.
April: Nachdem MacArthur den Streit um die Fortführung bzw. Ausweitung des Koreakriegs über die Medien in die Öffentlichkeit getragen hat, wird er von Truman seines Kommandos enthoben; er bleibt jedoch Generaloberst.

1952
MacArthur kandidiert erneut als Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, wird jedoch durch einen Anhörungsausschuß des US-Senats demontiert, der es als eine Art Gedankenverbrechen hinstellt, gegen die braven Ex-Verbündeten Mao und Stalin Krieg führen zu wollen.
Nach einer Niederlage bei den Vorwahlen in Wisconsin zieht MacArthur seine Kandidatur erneut zurück.
November: Zu MacArthurs Entsetzen gewinnt sein ehemaliger Adjutant, David Dwight Eisenhower, der größte Kriegsverbrecher und Völkermörder aller Zeiten, die Präsidentschaftswahlen.


1953
Eine von Eisenhowers ersten Amtshandlungen ist der Abschluß eines Verzichtsfriedens mit Nordkorea.

1955
MacArthur lehnt die ihm angebotene Beförderung zum Feldmarschall ("General of the Armies") ab.

1957
In MacArthurs Geburtsort Little Rock kommt es zum Negeraufstand zur gewaltsamen Durchsetzung der "desegregation [Aufhebung der Rassentrennung]" in der Oberstufe der "High Schools [Hauptschulen]". Als der Gouverneur von Arkansas die Nationalgarde einsetzt, um die Ordnung wieder her zu stellen, setzt Eisenhower US-Streitkräfte ein, um die Nationalgarde militärisch nieder zu kämpfen. Fallschirmjäger besetzen im Handstreich staatliche Schulen und erzwingen mit vorgehaltener Waffe den Zutritt zum Oberstufen-Unterricht auch für schwarze Analfabeten. Der Unterricht wird daraufhin eingestellt; die Weißen (Schüler und Lehrer) wechseln auf Privatschulen. Die öffentlichen - bald nur noch von Schwarzen besuchten - Schulen verkommen auf Dauer zu Kinderaufbewahrungsanstalten, auf denen nicht einmal mehr fehlerfreies Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt werden kann.

1962
Mai: MacArthur hält vor Kadetten in West Point seine letzte öffentliche Rede.

1964
5. April: Douglas MacArthur stirbt im Alter von 84 Jahren in einem Militärhospital in Washington D.C.

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