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KARL  LUEGER

(1844 - 1910)

[Karl Lueger]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

[Wappen der Stadt Wien]

1844
24. Oktober: Karl Lueger wird im Wiener Arbeiter-Vorort Wieden geboren.

1850
Wieden wird - zusammen mit 33 anderen Vororten - nach Wien eingemeindet (als 4. von 8 Gemeinde-Bezirken).

1861-63
Masaryk besucht die deutsche Realschule in Brünn.
Danach beginnt er Lehren als Schlosser und Schmied, die er jeweils nach kurzer Zeit abbricht.

1864-1865
Masaryk arbeitet als Lehrerpraktikant.

1865-69
Masaryk besucht das deutsche Gymnaisum in Brünn.

1869-72
Masaryk besucht das Akademische Gymnasium in Wien, wo er die Matura (Reifeprüfung) ablegt.

1870
Lueger wird von der Universität Wien zum Dr. iur. promoviert.

1872-76
Masaryk studiert Klassische Philologie und Philosophie und Wien. Er promoviert mit einer Arbeit über Platon.

1874
Lueger eröffnet eine Anwaltskanzlei in Wien.

1875
Lueger wird in den Gemeinderat von Wien gewählt.

1878
Masaryk heiratet "Charlie" und nimmt ihren Namen an. (Aus der Ehe gehen vier Kinder hervor.)

1879
Masaryk habilitiert sich an der Universität Wien mit einer Arbeit über den Selbstmord als "Massenerscheinung" und wird Privatdocent.

1880
Masaryk konvertiert vom katholischen zum evangelischen (reformierten) Glauben.

1882
Masaryk wird a.o. Professor für Philosohie an der neu eingerichteten Tschechischen Universität Prag.
Er gründet mit Kollegen die Monatszeitschrift Athenaeum.

1885
Lueger wird in den Reichsrat gewählt.

1888
Deutschnationale und Christlichsoziale beginnen eine Kooperation, die später zur Gründung der "Vereinigten Christen" führt.

1890
Lueger wird in den Landtag von Niederösterreich gewählt.

1890-92
Durch weitere Eingemeindungen wird Wien zu einer Millionenstadt (mit insgesamt 19 Bezirken).

1893
Lueger gründet die "Christlich-Soziale Partei".

1895-97
Lueger gewinnt wiederholt die Wahlen zum Wiener Bürgermeister. Kaiser Franz-Joseph verweigert ihm jedoch hartnäckig die Anerkennung und läßt mehrere Male neu wählen.*

1897
April: Nachdem der Vatikan durch Papst Leo XIII persönlich Druck auf die "allerkatholischte Majestät" ausgeübt hat, wird Luegers Wahl zum Bürgermeister endlich zähneknirschend von Franz-Joseph bestätigt.

1898
Lueger verstaatlicht die Wasser- und Energieversorgung (Gas, Elektrizität), das Transportwesen (Straßenbahnen) und leitet eine umfangreichen kommunalen Bautätigkeit (u.a. Krankenhäuser und Altersheime) ein.

1900
Masaryk gründet mit anderen "Realisten" die "Volkspartei" (im Volksmund allerdings nur "Judenpartei" genannt und daher später in "Fortschrittspartei" umbenannt).

1902
.

1907
Bei den Reichstagswahlen erringt Masaryks "Volkspartei" nur zwei Sitze. Er wird erneut Abgeordneter.
Als solcher reist er wieder in die USA, wo ihm vor allen von der jüdischen Gemeinde in New York ein begeisterter Empfang bereitet wird.

1910
10. März: Karl Lueger stirbt in Wien - das inzwischen mit über 2 Millionen Einwohnern zur viertgrößten Stadt der Welt geworden ist**. Seinem Trauerzug folgen mehr Menschen als seinerzeit dem der legendären Kaiserin "Sisi".

1911
Die seit 1899 geplante neue Kirche auf dem Wiener Zentralfriedhof wird fertig gestellt und erhält den Namen "Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche" (im Volksmund: "Lueger-[Gedenk-]Kirche"), den sie noch*** immer trägt. Lueger wird in ihrer Gruft beerdigt.


1914-1918
Österreich-Ungarn gehört zu den Verlierern des Ersten Weltkriegs.

1919
Im Friedensdiktat von St. Germain verliert Österreich sein "Hinterland"; die vor allem von "Zugereisten" übervölkerte Metropole Wien sinkt von der glanzvollen Residenzstadt zum Armenhaus ab. Im Rückblick verklärt sich die "glorreiche" Zeit unter Lueger umso mehr.

1926
September: Die Stadt Wien widmet Lueger ein Denkmal auf dem nach ihm benannten Platz im I. Bezirk.


1932
Lueger wird in der Operette "Essig und Öl" von Robert Katscher mit dem Lied "Der Dr. Lueger hat mir einmal die Hand gereicht" (gesungen von Hans Moser) verewigt.****

1934
Lueger ist Titelheld des Theaterstücks "Lueger, der große Österreicher" von Hans Naderer.*****

1935
Zu Luegers 25. Todestag gibt Österreich eine Gedenkmünze zu 2 Schilling heraus. (Unter der Kanzlerschaft von Kurt v. Schuschnigg gilt Lueger als politisches Vorbild.)


1942
Emerich Walter Emo dreht "Wien 1910", einen Film über die letzten Tage Luegers, mit Rudolf Forster und Lil Dagover in den Hauptrollen.******

[Wien 1910] [Filmplakat mit Rudolf Forster] [Filmplakat mit Lil Dagover]


*Angeblich handelte Franz-Joseph dabei unter dem Einfluß polnischer, tschechischer und/oder jüdischer Ratgeber[innen]. Keine dieser Annahmen vermag zu überzeugen: Lueger war ein großer Freund der Slawen und hätte allenfalls ungarische Ratgeber zu fürchten gehabt - solche hatten indes auf den Kaiser kaum Einfluß. Auch von der gelegentlich in diesem Zusammenhang genannten Katharina Schratt ließ sich Franz-Joseh in politischen Entscheidungen schwerlich beeinflussen. Sein Vertrauter Moritz Benedikt - ein konvertierter Jude - war selber ein erklärter "Anti-Zionist", für den Leute wie Theodor Herzl "Vaterlandsverräter" waren, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen galt; insoweit ging er völlig mit Lueger konform. Im übrigen war Luegers "Anti-Semitismus" lediglich ein Lippenbekenntnis, um vor allem den anti-semitischen Tschechen zu gefallen, die einen immer höheren Anteil der Wiener Wählerschaft stellten. (Die deutschen Anti-Semiten wählten ohnehin seinen Intimfeind Schönerer.) Freilich fiel auf seine diesbezügliche Rhetorik schon der junge Adolf Hitler - der ihn völlig mißverstand - herein, erst recht die heutigen "Historiker". So dumm war Franz-Joseph denn auch wieder nicht. Der wahre Grund für seine Ablehnung dürfte ein ganz anderer gewesen sein: Lueger war mit dem Thronfolger Franz Ferdinand befreundet, der keinen Hehl daraus machte, daß er ihn, sobald er den Thron erbte, zum Ministerpräsidenten und damit zum Vehikel seiner slawofilen "Ausgleichs"-Politik machen würde. Franz-Joseph aber haßte seinen Neffen und dessen politische Ideen und wollte dessen "Kreatur" Lueger möglichst von jeglicher politischen Macht fern halten.

**Als bevölkerungsreichste Städte der Welt galten New York City, London und Paris (jeweils mit eingemeindeten Vororten). Die Annahme, daß es schon damals in den heute "Dritte Welt" genannten Ländern Städte mit noch mehr Einwohnern gab, die lediglich nicht durch Volkszählungen erfaßt wurden, ist wenig wahrscheinlich: Beim damaligen Stand von Medizin, Hygiene und Lebensmittel-Produktion dürften Ballungsgebiete heutigen Ausmaßes etwa in China oder Indien nicht möglich gewesen sein, erst recht nicht in Afrika und/oder Lateinamerika.

***Jüdische Lobbyisten und "Pressure-groups" aus aller Welt bemühen sich intensiv um ein Verbot dieses Namens. Die Kirche soll statt dessen "Borromäus-Kirche" heißen.

****Die Operette wurde 1945 von den alliierten Besatzern verboten.

*****Das Theaterstück wurde 1945 von den alliierten Besatzern verboten.

******Der Film wurde auf Betreiben von Propagandaminister Goebbels in der Ostmark nicht gezeigt und auch im "Altreich" erst im August 1943 uraufgeführt; an den Kinokassen flopte er. 1945 wurde er von den alliierten Besatzern als "anti-semitisch" und "anti-sozialdemokratisch" verboten. Der Versuch, ihn in den 1970er Jahren - unter der Kanzlerschaft des "anti-zionistischen" Juden und "Sozialdemokraten" Bruno Kreisky - erstmals in die Wiener Kinos zu bringen, scheiterte am gewaltsamen Widerstand linker Chaoten. Danach wurde der Film mit Hilfe des jüdischen Medienmonopols konsequent tot geschwiegen; selbst in der "Geschichte des Films im Dritten Reich" von Francis Courtade und Pierre Cadars - dem Standardwerk zur Diffamierung aller 1933-1945 in Deutschland gedrehten Filme - wurde er mit keinem Wort erwähnt. Seit 2008 darf eine auf 65 Minuten gekürzte DVD-Fassung auch in der BRDDR vertrieben, aber nicht öffentlich aufgeführt werden.


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