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London. Zehntausende sind am Sonntag in der britischen Hauptstadt zum
Buckingham-Palast geströmt, um an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 60
Jahren zu erinnern. Die Menschenmenge, darunter zahlreiche
Kriegsveteranen, folgte einem offenen Wagen mit Königin Elizabeth II. und
Prinz Philip. Das Monarchenpaar gesellte sich dann zu Familienmitgliedern
auf den Balkon des Buckingham-Palastes, um bei strahlendem Sonnenschein
eine Flugparade mit historischen Flugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg zu
beobachten. Ein Lancaster-Bomber warf eine Million Mohnblumen aus
Pappmaché auf die Menschenmenge ab.
In einer Rede vor 2000
Veteranen im Horseguard-Palast hatte die Queen zuvor die Soldaten
gewürdigt, die für die "Befreiung der Welt vom Nazi-Terror" ihr Leben
ließen. Deren Opfer sei nicht vergebens gewesen, da der Konflikt zur
Gründung der Vereinten Nationen, der Nato und der Europäischen Union
geführt habe, sagte die Queen. "Es überrascht mich nicht, dass sich die
Menschen an den jetzigen schweren Tagen für London ein Beispiel an der
Belastbarkeit, der Stimmung und dem Mut derer nehmen, die unter den
größten Entbehrungen gelitten haben." Die Erinnerung daran müsse stets
lebendig bleiben.
Die Gedenkveranstaltungen am Wochenende bildeten den
Höhepunkt einwöchiger Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs
1945. Der Termin wurde gewählt, weil er zwischen dem 8. Mai, dem
Kriegsende in Europa, und dem 15. August, dem Kriegsende in Asien liegt. Erst wenige
Wochen zuvor war des glorreichen britischen Sieges im Krieg gegen Argentinien um die
Falklandinseln vor 20 Jahren sowie des glorreichen Sieges der britischen Flotte in der
Seeschlacht bei Trafalgar gegen Franzosen und Spanier vor 200 Jahren gedacht worden.
Anmerkung Dikigoros:
Na bravo. Drei Tage nach den Terror-Anschlägen vom 7. Juli 2005 - die Tony "Pudel" Blair
gleich verharmlost, pardon herunter
gespielt hat ("wir dürfen jetzt nicht alle
Muslime verdächtigen, die meisten sind gaaanz friedliebend") - haben die Briten nichts
wichtigeres zu tun, als den siegreichen Krieg gegen die bösen, "terroristischen" Nazi-Deutschen
und Japaner zu feiern. Natürlich gilt diese Feier allen Deutschen (und allen
Japanern), und diese Erinnerung muß stets lebendig bleiben (wie war das: "nie vergessen, nie
vergeben" - wenn die sich mal an die eigene Nase fassen würden!), ebenso wie die an all die
anderen großen Siege über die Feinde von gestern, vorgestern und vorvorgestern - die z.T. allen
Ernstes (?) glauben, sie wären jetzt Freunde und Verbündete der Briten. Nun, ein Bündnis gegen
den Islam im allgemeinen und gegen den muslimischen Terror im besonderen ist eh nicht zu erwarten
von einer Nation, die bis 1947 ganz offen die Muslime in Indien gegen die Hindus unterstützt hat
und bis 1948 ebenso offen die Araber in "Palästina" gegen die Juden - und zwar nicht nur mit
Worten, sondern mit Waffen und Munition! Der Bürgermeister von London ist selber ein Muslimfreund
(der stets gegen die Israelis hetzt - die bösen Zionisten seien doch die eigentlich Schuldigen an
Bin Laden & Co.), und überhaupt hat man die Hosen gestrichen voll vor der militanten "Minderheit"
der 1,6 Millionen - wer will schon "schlafende Hunde" wecken? Da ist es schon besser, des
ruhmreichen Kampfes gegen den "Terror" der Deutschen, Argentinier, Franzosen und Spanier zu
gedenken statt sich auf die düsterte Gegenwart zu konzentrieren - die verdrängt man besser!
Eigentlich muß man das den Briten ja gönnen und ihnen von Herzen wünschen, daß die Muslime
noch viele Terroranschläge in London und anderswo im Vereinigten Königreich verüben - bis
diesen Narren endlich mal die Augen aufgehen und sie die Queen und Blair samt ihrer muslimischen
Lieblings-Untertanen zum Teufel jagen.
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