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HELMUT KOHL

(1930 - 200?)

[Helmut Kohl]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1930
3. April: Helmut Josef Michael Kohl wird als drittes Kind des Finanzbeamten Hans Kohl und seiner Ehefrau Cäcilie, geb. Schnur, in Ludwigshafen-Friesenheim geboren. Dort besucht er ab Ostern 1936 die Ruprechtschule und ab Ostern 1940 das Max-Planck-Gymnasium. (Der Umzug nach Ludwigshafen-Oggersheim erfolgt erst nach dem Krieg.)

[Medaille auf die Wiedervereinigung mit Österreich (Ostmark) 1938] [Medaille auf die Wiedervereinigung mit Böhmen und Mähren 1939]
[Medaille auf die Wiedervereinigung mit dem Memelland 1939] [Medaille auf die Wiedervereinigung mit Danzig 1939]

1938/39
Die Wiedervereinigung Deutschlands mit Österreich, Böhmen und Mähren (die 1866 von Bismarck ausgeschlossen worden waren), dem Memelland und Danzig sind für den jungen Helmut Kohl prägende Erlebnisse, insbesondere die Reaktion der europäischen Nachbarstaaten darauf (Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs an Deutschland trotz vorheriger Anerkennung auf einer 4+2-Konferenz in München und eines Neutralitätsabkommens ["Hitler-Stalin-Pakt"] zwischen dem Reich und der Sowjet-Union); die Angst vor einer Wiederholung dieser Ereignisse wird ihn sein Leben lang verfolgen.

1940
Kohl wird Mitglied ("Pimpf") des Deutschen Jungvolks, der Nachwuchs-Organisation der Hitler-Jugend (HJ).

1944
Kohl wird Mitglied der HJ.

[Ludwigshafen - Rheinbrücke 1945] [Ludwigshafen nach alliierten Bombardements 1945]

1945
Mai: Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wird Kohl als Flakhelfer eingezogen, aber nicht mehr eingesetzt.
Nach der Kapitulation der Wehrmacht wird das Deutsche Reich von den alliierten Besatzern für aufgelöst erklärt. Auf seinem Boden werden später diverse Staaten gegründet, wie die "Bundesrepublik Deutschland" (BRD), die "Deutsche Demokratische Republik" (DDR), die "Republik Österreich", die "Tschechisch-Slowakische Sozialistische Republik" und die "Volksrepublik Polen".

1946
Kohl wird Mitglied der Christlich Demokratische Union (CDU).

1947
Kohl gehört zu den Mitbegründern der Jungen Union in Ludwigshafen.

1950
Kohl studiert Geschichte, Rechts-, Sozial- und Staatswissenschaften an den Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg (bis 1956).

1953
Kohl wird Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der CDU Rheinland-Pfalz.

1954
Kohl wird Stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Rheinland-Pfalz (bis 1961).

1955
Kohl wird Mitglied des Landesvorstandes der CDU Rheinland-Pfalz (bis 1966).


1956
3. September: Auf den Tag genau 17 Jahre nach der französischen Kriegserklärung an Deutschland kommt es zur Wiedervereinigung mit dem seit 1945 von Frankreich besetzten und ausgebeuteten Saarland.
Kohl wird Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Politischen Seminars im Alfred-Weber-Institut der Universität Heidelberg (bis 1958).

1958
Kohl wird zum Dr. phil. promoviert, nachdem er eine Dissertation mit dem Thema "Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945" vorgelegt hat.

1958
Kohl wird Direktionsassistent bei einer Ludwigshafener Eisengießerei (bis 1959).

1959
Kohl wird Referent beim "Industrieverband Chemie" in Ludwigshafen (bis 1969).
Kohl wird Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Ludwigshafen (bis 1962) und Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz (bis 1976).

1960
Kohl heiratet die Fremdsprachen-Korrespondentin Johanna Eleonore ("Hannelore"), geb. Renner. Aus der Ehe gehen zwei Söhne hervor.


Kohl wird Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion in Ludwigshafen.

1961
Kohl wird stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Mainz.

1963
Kohl wird Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Mainz.

1966
Kohl wird Landesvorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz (bis 1973) und Mitglied des Bundesvorstands der CDU (bis 2000).

1969
Kohl wird Stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU (bis 1973) und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (bis 1976).


1971
Mai: Bei den Landtagswahlen gewinnt die CDU die absolute Mehrheit, so daß Kohl auf seinen bisherigen Koalitionspartner FDP verzichten kann. Er initiiert eine umfangreiche Gebiets- und Verwaltungsreform sowie eine Reform des Sozial- und Gesundheitswesens in Rheinland-Pfalz.
Kohl kandidiert für den Bundesvorsitz der CDU, unterliegt jedoch gegen Rainer Barzel.

1971
Barzel scheitert bei dem Versuch, durch ein konstruktives Mißtrauensvotum den amtierenden Bundeskanzler Willy Brandt zu stürzen, an einigen von der SPD "gekauften" Abgeordneten aus der eigenen Fraktion. Damit sind seine Tage als CDU-Vorsitzender gezählt.

1973
Kohl wird Bundesvorsitzender der CDU (bis 1998).

1975
CDU und CSU tragen Kohl die Kanzlerkandidatur an.
Kohl veröffentlicht "Die Zukunft der Bundesrepublik Deutschland".

[Wahlplakat] [Wahlplakat]

1976
Kohl gibt das Amt des Ministerpräsidenten in Rheinland-Pfalz auf und wird Spitzenkandidat der Unions-Parteien bei den Bundestagswahlen. Nach einem stümperhaft geführten Wahlkampf unerliegt er dem SPD-Kanzler Helmut Schmidt und wird als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Oppositionsführer in Bonn.

1980
Bei der Kandidatur zum Kanzlerkandidaten der Union setzt sich der CSU-Politiker Franz-Josef Strauß gegen die CDU-Politiker Kohl und Ernst Albrecht durch.
Nachdem auch er gegen Helmut Schmidt unterlegen ist, geht er zurück nach Bayern; Kohl bleibt Oppositionsführer im Bundestag.

1981
Kohl veröffentlicht "Die CDU - Portrait einer Volkspartei".

1982
Oktober: Nach dem Bruch der sozial-liberalen Koalition stürzen CDU/CSU und FDP Bundeskanzler Schmidt durch ein konstruktives Mißtrauensvotum. Kohl wird neuer Bundeskanzler.


Dezember: Kohl stellt im Bundestag die Vertrauensfrage, um Neuwahlen zu erreichen.

1983
März: Bei vorgezogenen Neuwahlen verzeichnet die CDU/CSU einen klaren Sieg; der von der Linken bereits voreilig als "Winterkönig" verspottete Kohl ("Birne wird Fallobst") bleibt Kanzler.

Mai: Bundeskanzler Kohl bezeichnet in seiner Regierungserklärung den Abbau der Arbeitslosigkeit, die Wiedergewinnung wirtschaftlichen Wachstums und die Sanierung der Bundesfinanzen als Schwerpunkte der Regierungstätigkeit.
4.-7. Juli: Bundeskanzler Kohl und Außenminister Hans-Dietrich Genscher statten der Sowjetunion einen offiziellen Besuch ab, der eine neue und bessere Qualität der gegenseitigen Beziehungen begründen soll.
Veröffentlichung der Schrift "Der Weg zur Wende. Von der Wohlfahrtsgesellschaft zur Leistungsgemeinschaft".

1984
Januar: Kohl besucht Israel, wo er Kritik an den geplanten Panzer-Verkäufe von BRD-Firmen an Saudi-Arabien mit erneuten Milliarden-"Wiedergutmachungs"-Zahlungen auszuräumen versucht.
Februar: Kohl trifft in Moskau den Staatsratsvorsitzenden der DDR, Erich Honecker.
Kohl besucht den französischen Präsidenten François Mitterrand - einen ehemaligen Nazi-Collaborateur - und inszeniert mit ihm in Verdun eine Gedenkfeier für die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen und französischen Soldaten.


Oktober: Kohl reist nach Rotchina und kriecht den kommunistischen Machthabern tief in den A... Die von ihm angeleierten "Investitionen" der deutschen Wirtschaft erweisen sich bald als Milliardengrab, in dem u.a. der von Kohl massiv protegierte "Jungunternehmer" und spätere Bankrotteur Windhorst versinkt.

1985
18. April: In seiner Regierungserklärung unterstützt Kohl verbal das amerikanische Forschungsprojekt für ein Weltraumraketenabwehrsystem ("SDI"), läßt aber eine Beteiligung der BRD daran offen.
5. Mai: Kohl legt gemeinsam mit US-Präsident Ronald Reagan Kränze an der Gedenkstätte Bergen-Belsen und auf dem Soldatenfriedhof Bitburg nieder, wo auch Angehörige der Waffen-SS beerdigt sind, und wird dafür von linken Elementen übel angefeindet.
Juni: Kohl nimmt am Deutschlandtreffen der Schlesier in Hannover teil, nachdem sich Bundespräsident Richard v. Weizsäcker dort wegen seiner unverantwortlichen Äußerungen zur jüngsten deutschen Geschichte nicht mehr blicken lassen kann. Kohl spricht sibyllinisch von der Unverletzlichkeit "der" Grenzen - welche Grenzen damit gemeint sind, kann sich jeder selber aussuchen.

1986
3. Februar: Der grüne Bundestagsabgeordnete Otto Schily erstattet Strafanzeige gegen Kohl wegen des Verdachts der Falschaussage vor den Untersuchungsausschüssen im Bundestag und im Mainzer Landtag in der Parteispenden-Affäre.
20. Mai: Die Staatsanwaltschaft stellt das pro forma eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen Kohl umgehend wieder ein, ohne den Verdachtsmomenten nachgegangen zu sein.
15. Oktober: Kohl stellt gegenüber dem US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" den sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow auf eine Stufe mit Joseph Goebbels: "Er ist ein moderner kommunistischer Führer, der sich auf Public Relations versteht. Goebbels, einer von jenen, die für die Verbrechen der Hitler-Ära verantwortlich waren, war auch ein Experte für Public Relations".
6. November: Kohl distanziert sich von seinen Aussagen, ist jedoch nicht zu einer offiziellen Entschuldigung bereit. Das Interview belastet die deutsch-sowjetischen Beziehungen erheblich, da sich Gorbatschëw für etwas Besseres als Goebbels hält und demzufolge beleidigt ist.
26. November: Gegen die Howaldtwerke-Deutsche Werft (HDW) in Kiel wird ermittelt, weil sie Konstruktionspläne für U-Boote illegal an Südafrika verkauft haben soll. Zwei Tage später wird in Bonn bestätigt, dass Kohl informelle Gespräche über den Verkauf von U-Booten an Südafrika geführt hat.


1987
Januar: Bei den Bundestagswahlen siegen CDU/CDU und FDP gegen SPD und GAL.
März: Kohl wird erneut zum Bundeskanzler gewählt.


Juli: Kohl und der französische Ministerpräsident Jacques Chirac gedenken in Reims und Colombey-les-deux-Eglises der offiziellen Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland vor 25 Jahren durch de Gaulle und Adenauer, die freilich nie über ein papierenes Lippenbekenntnis hinaus gelangt ist, wie sich bald zeigen wird.
September: Kohl empfängt Honecker zum Staatsbesuch in Bonn, wo ihm der symbolische Rote Teppich ausgerollt wird. Die volle Anerkennung der DDR als "deutscher Staat" ist damit faktisch vollzogen.

1988
Jakov Lind veröffentlicht das Buch "Der Erfinder". Darin schreibt er u.a., daß Kohls Urgroßvater ein jüdischer Hausierer aus Butschatsch (Galizien - heute "Buczacz") gewesen sei, der seinen Namen Kohn bei der Einwanderung nach Deutschland in "Kohl" geändert habe. Kohl dementiert nicht*.
1. November: Kohl und Mitterrand erhalten den Karlspreis der Stadt Aachen.

1989
10. November: Zum Entsetzen Kohls - der sich auf einem Staatsbesuch in Polen befindet - und aller anderen braven Status-Quo-Politiker in Ost und West fällt die Berliner Mauer und mit ihr die Nachkriegs-"Ordnung" in Europa.
11. November: Kohl und der neue SED-Generalsekretär Egon Krenz vereinbaren telefonisch ein Treffen in Ostberlin.
16. November: Kohl verspricht Krenz zur Stützung der DDR und des SED-Regimes massive Finanz- und Wirtschaftshilfe.
28. November: Kohl legt ein "Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas" vor.
Dezember: Kohl trifft in Dresden den neuen DDR-Ministerpräsidenten Hans Modrow; sie vereinbaren eine deutsch-deutsche "Vertragsgemeinschaft".

1990
5. Februar: In West-Berlin einigen sich die CDU der DDR, die Deutsche Soziale Union (DSU) und der Demokratische Aufbruch (DA) auf das Wahlbündnis "Allianz für Deutschland" für die Volkskammerwahlen am 18. März. Kohl kündet seine Unterstützung für das Wahlbündnis an.
7. Februar: Unter Vorsitz von Kohl konstituiert sich ein Kabinettsausschuss "Deutsche Einheit". Angesichts des anschwellenden Übersiedlerstroms aus der DDR in die BRD schlägt Kohl sofortige Verhandlungen über eine Wirtschafts- und Währungsunion vor.
Der französische Präsident Mitterrand und die britische Premierministerin Margaret Thatcher drohen Kohl daraufhin für den Fall einer Wiedervereinigung mit Krieg. (Die britischen und französischen Besatzungstruppen stehen noch immer in der BRD - wie die sowjetischen in der DDR.) Kohl glaubt jedoch, daß die Wiedervereinigung um jeden Preis forcieren müsse, da sich eine derart "einmalige" historische Konstellation für ihre Durchführung zu seinen Lebzeiten nicht mehr ergeben werde. Er verkennt dabei, daß die DDR ebenso marode ist wie die übrigen Staaten des Ostblocks, daß die Sowjet-Union gar kein Interesse mehr daran hat, sie sich weiterhin ans Bein zu binden, daß der wirtschaftliche und politische Preis einer Wiedervereinigung daher täglich sinkt, daß es also das klügste wäre, sich in Geduld zu üben und auf Zeit zu spielen.
10. Februar: Gegen die Zusicherung von Reparationszahlungen in Milliardenhöhe (Akzeptierung so genannter "Transferrubel" in unbegrenzter Höhe) an die marode Sowjet-Union erreicht Kohl von Gorbatschow die Zusage, im Falle eines Angriffskrieges der Westalliierten gegen Deutschland neutral zu bleiben (Kohl-Gorbatschow-Pakt). Offiziell wird verlautbart, "daß die UdSSR einer Wiedervereinigung Deutschlands nicht im Wege steht"; auch US-Präsident George Bush sen. lehnt die Beteiligung an dem von Thatcher und Mitterrand geplanten Krieg gegen Deutschland ab.
13./14. Februar: Kohl und Modrow vereinbaren die Vorbereitung einer Wirtschafts- und Währungsunion zwischen BRD und DDR.
Gorbatschow sagt Kohl offiziell die volle Souveränität für ein wiedervereinigtes Deutschland und die Freiheit der Bündniswahl zu - wohl wissend, daß derzeit nur ein Bündnis mit der Sowjet-Union gegen die kriegsbereiten Westmächte in Frage käme.
1./2. Oktober: Nach dem Zusammenschluß der beiden christdemokratischen Parteien Deutschlands in Hamburg wird Kohl zum Vorsitzenden der CDU Deutschlands und der Ex-Stasi-Mitarbeiter Lothar de Maizière - im DDR-Volksmund nur "die Misere" genannt - zu seinem Stellvertreter gewählt.
1. Juli: Die völlig verfehlte Währungsunion legt den Grundstein für den wirtschaftlichen Ruin Deutschlands. Die Auswirkungen sind in in Ost und West gleichermaßen katastrofal: Die Betriebe im Osten, die naturgemäß nicht in der Lage sind, die Löhne 1:1 umzustellen (der Alu-Chip war real nur ca. 20 Pf wert, so daß dies de facto einer Lohnerhöhung um 400% gleich kommt) machen fast ausnahmslos Pleite; knapp 10 Millionen Arbeitsplätze gehen so verloren. Zugleich höhlen die zeitlich unbegrenzten Transferleistungen (ca. 100 Milliarden DM p.a.) von West nach Ost die Staatskassen nachhaltig aus. Kohl, dem dies von Wirtschaftsexperten voraus gesagt wird, nimmt dies jedoch aus wahltaktischen Gründen billigend in Kauf: Die kurzsichtigen Ossis sollen mit sozialen Wohltaten und Geldgeschenken, die ihnen kurzfristig Konsum ohne Arbeitsleistung ermöglichen, für die Politik Kohls gewonnen werden.
9. November: Der Kohl-Gorbatschëw-Pakt ("Vertrag über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit") wird offiziell unterzeichnet.
2. Dezember: Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl gewinnt die CDU/CSU 43,8% und die F.D.P. 11 % der Stimmen; die SPD unter Oskar Lafontaine erreicht nur 30%. Damit bleibt die christlich-liberale Koalition an der Regierung.
Kohl veröffentlicht "Deutschlands Zukunft in Europa".


1991
Januar: Kohl wird zum ersten "gesamtdeutschen" Bundeskanzler gewählt.
Oktober: Kohl und Mitterrand präsentieren das Projekt eines gemeinsamen Armeecorps mit 50.000 Soldaten.

1992
Nachdem Kohl den "Vertrag von Maastricht" unterzeichnet hat, in dem sich Deutschland praktisch sämtlicher Souveränitätsrechte begibt zugunsten einer "Europäischen Union", in der Deutsche nur Bürger 2. Klasse sind (Benachteiligung beim Wahlrecht, dafür höchste Steuer- und Abgabenquote nebst Umverteilung an alle anderen EU-Mitglieder, einschließlich der in den nächsten Jahren noch zusätzlich aufzunehmenden bankrotten Staaten Osteuropas) und damit die Forderungen Mitterrands und Thatchers nach einem "Versailles ohne Waffen" erfüllt haben, lassen diese ihre Kriegsdrohungen fallen. Die verfehlte "Wirtschafts- und Währungsunion", die "Wiedervereinigung" zwischen BRD und DDR und der "Vertrag von Maastricht" wirken sich für Deutschland katastrofaler aus als die beiden verlorenen Weltkriege zusammen. Binnen weniger Jahre wird es vom reichsten zum ärmsten Staat der EU, vom Flaggschiff zur "Titanic". Insbesondere die ehemalige "DDR" bleibt wirtschaftlich das Armenhaus Europas und entwickelt sich zum Faß ohne Boden für Subventionen, ähnlich wie der italienische "Mezzogiorno". Kohl ist für diese Entwicklung maßgeblich verantwortlich.

[Der Bundesadler als gerupftes Huhn - Sinnbild der Regierung Kohl]

Kohl wird die höchste Auszeichnung der jüdischen Loge B'nai B'rith - deren Mitglied er ist -, die Verdienstmedaille in Gold, verliehen, ferner der Josephs-Orden, der nur an Juden verliehen werden darf; vor Kohl haben ihn nur Ben Gurion und Menachim Begin erhalten.
März: Kohl empfängt in München den ehemaligen UN-Generalsekretär und jetzigen österreichischen Präsidenten Kurt Waldheim, der auf Betreiben jüdischer Lobbyisten-Verbände weltweit als "Nazi-Offizier" diffamiert wird. (Als solcher gilt inzwischen jeder Offizier, der bis 1945 gedient hat, so er nicht dem Kreis der Attentäter vom 20. Juli 1944 angehört; erst ein weiteres Jahrzehnt später werden auch Stauffenberg & Co. als "Alt-Nazis" entlarvt.) Der so genannte "Jüdische Weltkongress" attackiert daraufhin auch Kohl.
Juli: Die Bundesregierung beschließt - unter Verstoß gegen Art. 26 GG - die Teilnahme der Bundesmarine an der völkerrechtswidrigen Blockade Rest-Jugoslawiens durch die UNO
August: Kohl, der Regierende Bürgermeister von Berlin Eberhard Diepgen und der Ministerpräsident von Brandenburg Manfred Stolpe (bei der Stasi als "IM Notar" geführt) unterzeichnen den "Hauptstadt-Vertrag" zugunsten Berlins.

1993
Februar: Kohl gratuliert dem neuen russischen Präsidenten Boris Jeltsin schriftlich zum 50. Jahrestag des Sieges von Stalingrad.
Juli: Kohl schickt - unter neuerlichem Verstoß gegen Art. 26 GG - 1.700 Bundeswehrsoldaten auf ein Himmelfahrskommando ("Friedensaktion" der UNO) nach Somalia, wo ein Bürgerkrieg zwischen diversen muslimischen Stammesführern tobt.

1994
Januar: Eine Allparteienrunde unter Kohls Leitung einigt sich auf den Umzug von Bundestag und Bundesregierung nach Berlin spätestens 2000.
September: Kohl empfängt zur Feier der Beendigung der 49-jährigen alliierten Besatzung Deutschlands den französischen Präsidenten François Mitterrand, den britischen Premier John Major und US-Außenminister Warren Christopher.


Oktober/November: Bei den Bundestagswahlen siegt die CDU/CSU-FDP-Koalition gegen die SPD unter ihrem farblosen Spitzenkandidaten Rudolf Scharping; Kohl wird erneut zum Bundeskanzler gewählt.

1995
8./9. Mai: Kohl folgt einer Einladung der alliierten Feindstaaten zur Feier des 50. Jahrestags der Kapitulation der Wehrmacht und der Auslöschung des Deutschen Reichs.
Das Institut für hebräische Studien der Universität Jerusalem wird nach Kohl benannt.

1996
31. Oktober: Kohl wird mit 5145 Amtstagen dienstältester Kanzler vor Adenauer.
9. Dezember: Kohl und Chirac - der inzwischen Präsident geworden ist - beschließen eine gemeinsame deutsch-französische Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

1997
21. Januar: Kohl und der tschechische Regierungschef Václav Klaus unterzeichnen in Prag eine deutsch-tschechische "Aussöhnungserklärung". Von Aussöhnung kann jedoch entgegen dem geduldigen Papier nicht die Rede sein, da die Tschechei an der Rechtmäßigkeit und Fortgeltung der verbrecherischen Benesch-Dekrete ausdrücklich festhält. Bei den Vertriebenen aus dem Sudetenland und ihren Nachkommen - deren Zahl Kohl leichtfertig unterschätzt - gilt er seither als Verzichtspolitiker und Verräter, was ihm bei den nächsten Bundestagswahlen erheblich schaden wird.
17. Juni: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) einigen sich auf den Vertrag von Amsterdam, in dem mehr Kooperation in der Beschäftigungs-, Außen- und Justizpolitik vereinbart wird.
Kohl, Italiens Ministerpräsident Prodi und Österreichs Bundeskanzler Klima vereinbaren in Innsbruck/Tirol die Abschaffung der österreichischen Grenzkontrollen zu den beiden Nachbarstaaten zum 1. April 1998. Dies wirkt sich verhängnisvoll aus, da so der Schleppermafia vom Balkan - die zum einen über die Tschechei, Ungarn und Kroatien nach Österreich operiert, zum anderen von Durazzo/Albanien über die Adria nach Italien - Tor und Tür geöffnet wird. Der Zustrom krimineller Ausländer nach Deutschland nimmt massiv zu, schlägt sich jedoch in der offiziellen Statistik kaum nieder, da diese nicht daran denken, sich polizeilich zu melden.
Kohl wird vom Zentralrat der Juden in Deutschland der Leo-Baeck-Preis verliehen.

1998
Mai: Kohl empfängt zum 50. Jahrestag der Berliner Luftbrücke US-Präsident Clinton in Berlin.

[Hurenbock Clinton]

April: Der Bundestag stimmt der Europäischen Währungsunion (Einführung des so genannten Euro ab 1.1.99) zu. Die finanzpolitischen und wirtschaftlichen Folgen sind katastrofal, da nun keine Auf- und Abwertungen zwischen den Mitgliedsstaaten mehr möglich sind.


September: Bei der Bundestagswahl unterliegen CDU/CSU und FDP nach erneut stümperhaft geführtem Wahlkampf - aber wohl auch, weil die Mehrheit der Wähler bemerkt hat, wie sehr es mit Deutschland in den letzten Jahren bergab gegangen ist - einer Koalition aus SPD und GAL.


Oktober: Im Gegenzug für das Versprechen, seine politische Laufbahn zu beenden, erhält Kohl den polnischen Weißen-Adler-Orden, das Große Bundesverdienstkreuz mit Lorbeerkranz sowie den Fantasietitel "Ehrenbürger Europas". Diverse "Künstler" versuchen sich an seiner "Verewigung"; die Resultate ihrer Bemühungen stoßen jedoch bei Kohl auf wenig Gegenliebe.

[Helmut Kohl als Mickymouse-Telefon] [Helmut Kohl - Gemälde von Gehse] [Helmut Kohl - Skulptur von Oswald]

26. Oktober: Kohls Nachfolger als Bundeskanzler wird der ehemalige Ministerpräsident von Niedersachsen, Gerhard Schröder (SPD).
7. November: Kohls Nachfolger als CDU-Vorsitzender wird Wolfgang Schäuble.
Dezember: Kohls Sohn Peter tritt zum Islam über und heiratet die Türkin Elif Sözen. [Ein Muslim darf zwar eine Christin oder eine Jüdin heiraten, nicht aber eine Muslimin einen Christen oder Juden; der Übertritt ist daher obligatorisch.] Gleichwohl darf er sich anschließend noch einmal in einer christlichen Kirche trauen lassen.

1999
November: Der frühere CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep erklärt, 1991 von dem Waffenhändler Karlheinz Schreiber 1 Million DM als Parteispende für die CDU erhalten zu haben. Kohl bestreitet seine Kenntnis einer solchen Spende; er bestreitet ferner Schmiergeldzahlungen der Saudis im Zusammenhang mit der Lieferung von Panzern. Allerdings räumt er ein, daß in der CDU - wie in allen anderen Parteien auch - neben den offiziellen Konten "Reptilienfonds" existiert haben.
Dezember: Kohl räumt ein, seit 1993-98 illegale Spenden von 1,5-2 Millionen DM für die CDU angenommen zu haben, weigert sich jedoch als "Ehrenmann", die Namen der anonymen Spender zu nennen.

2000
Januar: Die Bonner Staatsanwaltschaft eröffnet ein Ermittlungsverfahren gegen Kohl. Wie schon bei Leisler-Kiep beschränkt sich dieses jedoch auf den eher lächerlichen Verdacht der Untreue zum Nachteil der CDU.
Kohl legt den Ehrenvorsitz der CDU nieder.


August: Kohl lehnt eine Einladung zur offiziellen Feier des zehnten Jahrestags der deutschen Einheit in Dresden ab, da er nicht als Redner vorgesehen ist.
Kohl veröffentlicht "Mein Tagebuch 1998-2000"; er befaßt sich darin vor allem mit der CDU-Spendenaffäre.


2001
Das Ermittlungsverfahren gegen Kohl wird gegen Zahlung von 300.000 D-Mark eingestellt.
5. Juli: Hannelore Kohl begeht Selbstmord, erhält aber gleichwohl ein christliches Begräbnis.

2004
Januar: Kohl erhält den polnischen Adalbert-Preis.
März: Kohl veröffentlicht den ersten Teil seiner Memoiren unter dem Titel "Erinnerungen 1930-1982".

2005
3. April: Kohls 75. Geburtstag wird allgemein boykottiert. Er gilt als geächtet.
November: Kohl veröffentlicht den zweiten Teil seiner Memoiren unter dem Titel "Erinnerungen 1982-1990".
November-Dezember: Nach den Bundestagswahlen konstituiert sich eine von einer "Großen Koalition" aus CDU/CSU und SPD getragene Regierung unter Kohls Protégé Angela Merkel, die seine allmähliche Rehabilitierung einleitet.


2006
11. Februar: Bundespräsident Köhler sucht die Multikulti-Familie Kohl auf, um sich für sein Fernbleiben beim 75. Geburtstag zu entschuldigen.

[Multikultifamilie Kohl. V.l.n.r.: Bundespräsident Horst Köhler, Kohls Sohn Walter, dessen koreanische Lebensgefährtin Kyung-Sook Hwang, Helmut Kohl, Kohls Sohn Peter, dessen Ehefrau, die türkische Islamistin Elif Sözen, Kohls neue Lebensgefährtin Maike Richter)]
Horst Köhler, Walter Kohl, Kyung-Sook Hwang, Helmut Kohl, Peter Kohl, Elif Sözen-Kohl, Maike Richter

2008
Mai: Kohl heiratet in 2. Ehe seine Lebensgefährtin Maike Richter (*1965). (Die Kosten dieser noblen Geste für den deutschen Steuerzahler werden auf ca. 3 Mio Euro allein an Ansprüchen auf Witwenversorgung geschätzt.)


2009
November: Kohl wird für seine schauspielerischen Leistungen der BimbesBambi-Preis verliehen.


*Kohl steckte in einer Zwickmühle: Auch wenn er nicht jüdischer Abstammung war, konnte er schlecht gegen die Behauptung klagen, weil er sonst zum Ausdruck gebracht hätte, daß er es als ehrenrührig - oder gar beleidigend - empfand, für einen Juden gehalten zu werden.


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