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*Nach dem Zweiten Weltkrieg standen Korea und Japan vor der Frage, ob sie nicht ihre umständlichen Schrift-Systeme - Mischungen aus chinesischen Piktogrammen und eigenen Silbenzeichen - durch lateinische oder kyrillische Buchstaben ersetzen sollten. Die Japaner entschieden sich für eine Beibehaltung der Piktogramme, versehen diese aber heute für weniger gebildete Zeitgenossen mit "Untertiteln" in der einfacheren Silbenschrift. Die Koreaner entschieden sich für eine radikale Abschaffung der Piktogramme - mit katastrofalen Folgen, da ihre Silbenschrift zur Darstellung komplexerer Sachverhalte nicht ausreicht. Südkorea korrigierte diesen Fehler zweimal: 1964 wurden erst 1.300, 1972 dann 1.800 Piktogramme wieder zugelassen (dies entspricht in etwa den 1.900 für einen Schulabschluß obligatorischen "tōyō kanji" in Japan), Nordkorea nie. (Überdies war er dort viel verhängnisvoller, da alle Medien streng staatlich kontrolliert und zensiert wurden, während sich die Zeitungs- und Buchverlage in Südkorea ebenso souverän über das Verbot hinweg setzten wie es einige in der BRD gegenüber den hirnrissigen Rechtschreib-Reformen Ende des 20. Jahrhunderts taten.)
**In Südkorea wird der Krieg - in Anlehnung an das japanische Uhrzeitkürzel "08/15" für den Abwurf der ersten US-Atombombe auf Hiroshima im August 1945 - qua Datumskürzel als "06/25" bezeichnet. Die USA sollten ein ähnliches Kürzel - "09/11" - für den Kamikaze-Angriff muslimischer Terroristen auf das New Yorker World Trade Center im September 2001 einführen.
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