Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros
1924
28. April: Kenneth David Kaunda wird als Sohn eines Missionars aus Malawi in Chinsali (British-Rhodesien) geboren. Er besucht die Missionsschule.
1941-43
Kaunda wird in Lusaka zum Lehrer ausgebildet.
1943-45
Kaunda ist Lehrer an der Missionsschule in Chinsali.
1948
Kaunda wird Lehrer an der Missionsschule in Mufulira.
1949
Kaunda wird wieder Lehrer an der Missionsschule in Chinsali.
1951
Kaunda wird Sekretär des "Nord-Rhodesischen-Afrikanischen-National-Congresses (NRANC)" , einer Organisation, deren Ziel es ist, die Weißen aus dem Land zu vertreiben.
1953
Kaunda wird Generalsekretär des NRANC.
1955
Kaunda wird wegen seiner Aufrufe zur Gewalt verhaftet, aber bald wieder entlassen.
1958
Oktober: Kaunda verläßt den NRANC und gründet die terroristische Vereinigung "Z(Zambia)ANC".
1959
März: Die Briten lösen den ZANC auf und werfen Kaunda erneut ins Gefängnis.
1960
Januar: Nach seiner Entlassung wird Kaunda Vorsitzender des unter anderem Namen ("UNIP") neu gegründeten ZANC.
1961
Juli: Kaundas UNIP beginnt mit Terroranschlägen auf Schulen und andere öffentliche Gebäude. Dennoch wird die UNIP von den Briten nicht verboten, sondern sogar als politische Partei zugelassen.
1962
Kaunda wird für die UNIP ins Parlament gewählt, die eine Koalition mit dem NRANC bildet.
Kaunda wird Sozialminister.
1964
Januar: Großbritannien teilt sein südostafrikanisches Kolonialgebiet in Nordrhodesien, Nyasaland und [Süd-]Rhodesien. Die beiden ersteren entläßt es unter den Namen "Zambia" bzw. "Malawi" in die Unabhängigkeit.
(Süd-Rhodesien erklärt sich im folgenden Jahr unter Ministerpräsident
Ian Smith für selbständig.)
Die UNIP gewinnt die Neuwahlen; Kaunda wird Ministerpräsident von Zambia.
24. Oktober: Kaunda wird Präsident von Zambia.
Er baut nach dem Vorbild des ghanaïschen Präsidenten
Nkrumah einen umfangreichen Personenkult für sich auf. Dabei stützt er sich auf eine Einparteien-"Demokratur"; die regelmäßigen Aufstände dagegen läßt er mit Terror niederschlagen. Er regiert permanent mit "Notstands"-Paragrafen. Durch kommunistische MißPlan-Wirtschaft nach sowjetischem Vorbild ("afrikanischer Sozialismus") ruiniert er das Land binnen kurzer Zeit. Während das Volk in Zambia zunehmend hungert, finanziert Kaunda TerroristenFreiheitskämpfer gegen die Herrschaft der Weißen in Angola, Moçambique, [Süd-]Rhodesien, Süd- und Südwestafrika. ZANU, ZAPU, ANC und SWAPO nehmen ihren Sitz in Lusaka. Kaunda bezeichnet seine Politik als "zambischen Humanismus" und veröffentlicht auch eine Anleitung in drei Bänden, wie dieser zu implementieren sei ("Humanism in Zambia and a Guide to its Implementation").
1966
Kaunda übernimmt das renommierte britische "Rhodes-Livingstone Institute" in Lusaka und benennt es in "Universität von Zambia" um, zu deren Leiter er sich selber macht. Den Studienbetrieb läßt er völlig verkommen; die ersten Absolventen können nach drei Jahren kaum lesen und schreiben. (Das Projekt der "Universitäts-Gründung" diente hauptsächlich zur Eintreibung von Zwangs-"Spenden" in der Bevölkerung.)
1968-70
Kaunda zwingtüberredet die privaten Eigentümer der Kupferminen - von denen Zambia bis zur Unabhängigkeit gut gelebt hatte - zum Verkauf an zu diesem Zweck gegründete Staats-Betriebe, was praktisch einer Verstaatlichung gegen Entschädigung gleich kommt. Binnen weniger Jahre werden die Minen in den Ruin gewirtschaftet.
1970
Kaunda wird - als erstem Afrikaner* - der Nehru-Preis für Völkerverständigung verliehen. (Zur Verständigung zwischen welchen Völkern wird nicht ganz klar. Kaunda war immer gut Freund mit denjenigen afrikanischen Diktatoren, welche "ihre" indischen Minderheiten vertrieben.)
1970-73
Kaunda ist Vorsitzender der "Organisation für Afrikanische Einheit (OAU)" und des Blocks der "Blockfreien". Seine wichtigsten außenpolitischen Verbündeten werden Rot-China, Nordkorea und Jugoslawien. Mit
Kim Il Sung und
Tito
verbinden ihn persönliche Freundschaften. Wie diese baut er einen absurden Personenkult um sich auf; er läßt sich als "Gründungsvater Zambias" und "Gandhi Afrikas" feiern.
1975
Portugal entläßt seine afrikanischen Übersee-Provinzen - darunter auch Zambias Nachbarland Moçambique - in die "Unabhängigkeit"; daraus resultieren Jahrzehnte lange Bürgerkriege, bei denen Kaunda kräftig mitmischt.
1976
Kaunda kann den Staatsbankrott Zambias nur durch Kredite des Internationalen Währungsfonds (IMF) in Milliardenhöhe abwenden. Zambia wird zum höchst verschuldeten Land Afrikas, das bald völlig von ausländischer Entwicklungshilfe abhängig ist - die vor allem aus der BRD kommt.
1977
In den USA wird der Erdnußfarmer
Jimmy Carter
Präsident. In ihm finden alle Diktatoren und Terroristen Schwarzafrikas vier Jahre lang einen engen Freund und Unterstützer, der auch die UNO auf einen entsprechenden Kurs bringt.
1979
Die neue britische Premierministerin
Margaret Thatcher
entblödet sich nicht, Kaunda als braven Verbündeten zu betrachten.
Dagegen betrachtet sie Ian Smith als bösen Rassisten und zwingt ihn, Zambias Nachbarland Rhodesien wieder als Kolonie an Großbritannien zurück zu geben, um es anschließend den schwarzen Terroristen unter
Robert Mugabe auszuliefern.
1983
Auch US-Präsident
Ronald Reagan läßt sich von Kaunda blenden - Hauptsache, er macht keine gemeinsame Sache mit der Sowjet-Union, dem "Reich des Bösen".
1984-87
Inflation (die Landeswährung "Quatscha" - nomen atque omen - wird praktisch wertlos), Hungersnöte und bürgerkriegsähnliche Unruhen demonstrieren drastisch, wohin "Unabhängigkeit" und Sozialismus in Afrika führen; in den Medien des Westens werden dieses Ereignisse jedoch weitgehend tot geschwiegen, da gewisse politische Kreise Süd- und Südwestafrika ein ähnliches Schicksal bereiten wollen.
Um Ausreden für die katastrofale Entwicklung sind Ethno-Linke in aller Welt nicht verlegen: Die Mißernten seien Folge von Dürreperioden (nicht von der Unfähigkeit, die Felder künstlich zu bewässern), der Verfall der Bergwerke Folge des Preisverfalls bei Kupfer (nicht von mangelnder Wartung), der Zusammenbruch des von den Weißen aufgebauten Gesundheitswesens Folge von AIDS (nicht umgekehrt).
1986
In den USA wird der
Comprehensive Anti-Apartheid-Act verabschiedet, der das Ziel hat, Südafrika durch einen vollständigen Handels- und Finanz-Boykott zu ruinieren und danach schwarze TerroristenKaunda-Freunde an die Macht zu bringen. (US-Präsident Reagan legt gegen dieses von ihm als verbrecherisch angesehene Gesetz sein Veto ein; er wird jedoch vom durch die "Demokratische Partei" beherrschten Congress mit Dreiviertelmehrheit überstimmt.) Sozialistische - aber auch "liberale" und "christ-demokratische" - Regierungen in aller Welt schließen sich diesem Vorgehen an.
1989
Obwohl sich Kaunda nicht an die früheren Abmachungen gehalten hat, pumpt der IMF erneut Milliarden in das bankrotte Zambia - gegen die Zusicherung Kaundas, Wirtschaftsreformen durchzuführen. (Angesichts des sich abzeichnenden ZusammenbruchsAuseinanderbrechens des Ostblocks und der Sowjet-Union hat er keine Alternativen.) Diese bestehen darin, daß Kaunda den enteigneten Eigentümern großzügig eine "Reprivatisierung" anbietet, damit sie die herunter gewirtschafteten Unternehmen auf eigene Kosten sanieren, auf die Gefahr hin, danach wieder enteignet zu werden. Von diesem Angebot wird jedoch kaum Gebrauch gemacht, so daß Zambia weiterhin ein Armenhaus bleibt.
1990
11. Februar: Südafrika begnadigt den Terroristen
Mandela und setzt ihn auf freien Fuß; Kaunda nimmt das "Verdienst" daran für sich persönlich in Anspruch.
März: Südafrika liefert entläßt das Mandatsgebiet Südwestafrika "Namibia" (benannt - nomen atque omen - nach einer Wüste) den SWAPO-Terroristen aus in die "Unabhängigkeit".
Kaunda hofft, daß bald auch die - unter weißer Herrschaft florierende - Republik Südafrika an seine schwarzen Gesinnungsfreunde fällt und daß er von deren "Entwicklungshilfe" gerettet werden könnte.
1991
November: Unter dem Druck des IMF schreibt Kaunda erstmals freie Wahlen aus, die er prompt verliert. Er tritt als Präsident von Zambia zurück.
1994
Die Machtergreifung des ANC in Südafrika kommt für Kaunda wenige Jahre zu spät.
1996
Bei den Präsidentschaftswahlen darf Kaunda nicht kandidieren, da inzwischen heraus gekommen ist, daß sein Vater aus Malawi stammte. Er versucht daher erneut, mit Gewalt an die Macht zu kommen; ein Putschversuch seiner Anhänger scheitert jedoch. Die neue Regierung steckt ihn ins Gefängnis; seine Freunde Mandela und
Nyerere erreichen jedoch seine Freilassung.
seit 1997
Kaunda reist in der Welt herum und spielt sich - ähnlich wie sein Freund Jimmy Carter - als "Elder Statesmann" auf. Politische Macht erlangt er nicht mehr. Bevorzugte Bühne für seine Auftritte sind Anti-AIDS-Konferenzen, seit sein Sohn - ein notorischer Hurenbock - an den Folgen einer HIV-Infektion gestorben ist.
2004
Die Leser des ghanaïschen Nachrichtenmagazins
New African
wählen den "größten Afrikaner aller Zeiten". Die Spitzenplätze belegen die Terroristen
Nelson Mandela (Südafrika),
Kwame Nkrumah (Goldküste/Ghana) und
Robert Mugabe (Rhodesien/Zimbabwe).
Kaunda landet auf Platz 21 - zwischen den Fußballern George Weah (Liberia) und Roger Milla (Kamerun).
So unterschiedlich können Reaktionen sein: links ein Betroffener
vor Ort, rechts ein Gutmensch, der von außen alles prima findet
2006
1. April: BRDDR-Präsident Köhler reist auf den Spuren von
Heinrich Lübke
nach Afrika und erläßt Zambia den größten Teil seiner Schulden.
2007
Auf dem britischen Sender BBC würdigt Kaunda seinen Kollegen Robert Mugabe als großen Staatsmann und "Helden" und nimmt ihn vor Kritik an seinem Terror-Regime ausdrücklich in Schutz.
*Der - 1965 gestiftete - "Jawaharlal Nehru Award for International Understanding" entwickelte sich im Laufe der Jahre - ähnlich wie der "Friedensnobelpreis" - immer mehr zu einer Auszeichnung für Völkermörder und andere besonders üble Politverbrecher. Zu den afrikanischen Kriminellen, denen er nach Kaunda verliehen wurde, zählten u.a.
Julius Nyerere (1973),
Nelson Mandela (1979) und
Robert Mugabe.