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1)Urdu für "GröFaZ". Die im Westen - und neuerdings sogar in Pākistān - übliche Transskription "Quaid" ist irreführend (das "q" wird als dumpfes "k" gesprochen, nicht als "kv"), ebenso die bisweilen anzutreffende Schreibung "Q[u]aid-i-Azam" (die wohl daher rührt, daß die Briten das "e" fälschlich wie "i" ausgesprochen haben, was dann einige Nicht-Briten auch so geschrieben haben); das "ai" wird nicht als "aj" ausgesprochen, sondern als langes "ä".
2)Jinnāh machte sich zu Schul- und Studienzeiten offenbar ein Jahr und zwei Monate älter, um keine altersbedingten Probleme mit den Prüfungszulassungen zu bekommen.
3)In den staatlichen Geschichts- und Märchenbüchern werden als Grund für die "Royal Indian Navy Mutiny" läppische Erklärungen wie "schlechte Verpflegung" oder "arrogantes Verhalten der britischen Offiziere" genannt; marxistische Historiker[innen] wollen ihnen gar klassenkämpferische Ursachen zuschreiben. Den "Meuterern" wird ihre Tat schlecht gedankt: Trotz Zusicherung von Straffreiheit werden ihre Anführer verhaftet und bei Lebzeiten nie rehabilitiert; zu tief sitzt die Angst der indischen Politiker vor einer Verbrüderung von Hindus und Muslimen zum Kampf gegen ihre Herrscher. Jinnāh hat richtig kalkuliert: Das Ende der Meuterei hat die Entstehung Pākistāns gesichert. Die Führer des Congress haben dagegen die nie wieder kehrende Gelegenheit verpaßt, den von ihnen angestrebten Gesamtstaat Indien zu schaffen. Im indischen Volk - das sich mangels flächendeckender Verbreitung von Massenmedien weniger leicht manipulieren läßt als in westlichen Staaten - werden und bleiben die Aufständischen ebenso Nationalhelden wie Bosh und die Angehörigen seiner N.I.A. Nach der Regierungsübernahme durch die Indische Volkspartei (B.J.P.) werden sie endlich rehabiliert und sogar mit Denkmälern geehrt.

4)Diese neuen Grenzen hätten fast nirgends mit den bestehenden Grenzen der traditionellen indischen Fürstentümer überein gestimmt. Insbesondere Nehrū, dessen Familie aus dem mehrheitlich muslimischen Kashmīr stammte, widersetzte sich diesem Plan. Problematisch waren aber auch das überwiegend muslimische Haidarābād, das mitten in Indien lag, und mehrere Regionen entlag des Ganges. Eine durchgehende Hindū-Mehrheit gab es nur in Südindien, wo Nehrū aber ebenfalls keine autonomen Bundesstaaten zulassen wollte, da er eine Sezession der Drawiden von den Nordindern fürchtete. Erst nach Nehrūs Tod kam es in Indien zur Bildung neuer Bundesstaaten entsprechend den Volks- und Sprachgrenzen.
5)Die Emory-Universität in Atlanta/Georgia hat 2006 eine Untersuchung vorgelegt, nach denen es sogar "15 Millionen" Opfer gewesen sein sollen. Dikigoros mißtraut solchen nachträglichen Berechnungen, die mal eben um ein paar Millionen nach oben oder unten von früheren Zählungen abweichen, will sie aber seinen Lesern nicht vorenthalten. Er persönlich hält es für möglich, daß - ähnlich wie bei den sowjetischen Statistiken über "20 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg" - die Millionen Opfer der voraus gegangenen Hungersnot mitgezählt wurden, um die letztere zu verharmlosen und schließlich ganz aus den amtlichen Geschichtsbüchern zu streichen.
6)Die Pathanen - im Westen nach ihrer Sprache ungenau auch "Paschtunen" genannt - stellen den größten Teil der so genannten "Tālibän"; da sich ihr Siedlungsgebiet beiderseits der künstlichen Grenze erstreckt, ist diese von Außenstehenden praktisch nicht zu kontrollieren.
7)Die bekanntesten Beispiele sind Nehrūs Tochter Indira Gāndhī und ihre Schwiegertochter Sonia in Bhārat, Sirimavo Bandaranaike und ihre Tochter Chandrika Bandaranaike-Kumaratunga in Shrī Lankā, Mujibur Rahmans Tochter Hasina Wajed in Bangla Desh sowie Zulfikar Alī Bhuttos Tochter Benazir in Pākistān.
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