Die zentrale Passagen der von Brigadegeneral Reinhard Günzel belobigten Rede des hessischen CDU-Abgeordneten Martin Hohmann zum 3. Oktober lauten:
"Wir haben nun gesehen, wie stark und nachhaltig Juden die revolutionäre Bewegung in Russland und mitteleuropäischen Staaten geprägt haben. (...) Mit einer gewissen Berechtigung könnte man im Hinblick auf die Millionen Toten dieser ersten Revolutionsphase nach der ,Täterschaft' der Juden fragen. Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tscheka-Erschießungskommandos aktiv. Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als ,Tätervolk' bezeichnen. Das mag erschreckend klingen. Es würde aber der gleichen Logik folgen, mit der man Deutsche als Tätervolk bezeichnet.
Wir müssen genauer hinschauen. Die Juden, die sich dem Bolschewismus und der Revolution verschrieben hatten, hatten zuvor ihre religiösen Bindungen gekappt. (...) Verbindendes Element des Bolschewismus und des Nationalsozialismus war also die religionsfeindliche Ausrichtung und die Gottlosigkeit. Daher sind weder ,die Deutschen', noch ,die Juden' ein Tätervolk. Mit vollem Recht aber kann man sagen: Die Gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts. (...)
Wir haben also gesehen, dass der Vorwurf an die Deutschen schlechthin, ,Tätervolk' zu sein, an der Sache vorbeigeht und unberechtigt ist. Wir sollten uns in Zukunft gemeinsam gegen diesen Vorwurf wehren. Unser Leitspruch sei: Gerechtigkeit für Deutschland, Gerechtigkeit für Deutsche."
AFP
Anm. Dikigoros: Es ist offensichtlich, daß Martin Hohmann keine Aussage dahin gehend getätigt hat, die Juden seien ein "Tätervolk", und zwar weder wörtlich noch sinngemäß. Vielmehr scheinen ihm die gesinnungsschnüffelnden Gutmenschen vor allem zum Vorwurf zu machen, daß er gewagt hat, die Eigenschaft 'der Deutschen' als "Tätervolk" in Frage zu stellen und Gerechtigkeit für sie anzumahnen. Es ist dies eine der schäbigsten Diffamierungs-Kampagnen des neuen Jahrtausends, die sich gegen einen der letzten - vielleicht nunmehr den letzten - deutschen Politiker richtet, der den Kampf der Israelis gegen die Palästinenser und ihren islamischen Terrorismus (der die ersteren in den Augen vieler Nicht-Deutscher, einschließlich vieler Juden, durchaus zum "Tätervolk" macht) offen unterstützt hat. Die jüdischen Lobbyisten in der BRD sind halt auch nicht mehr das, was sie mal waren - Dankbarkeit konnte man von ihnen noch nie erwarten; aber nun haben sie offenbar verlernt, ihre Freunde von ihren Feinden zu unterscheiden. In der Sache teilt Dikigoros Hohmanns Auffassung nicht, daß verbindendes Element zwischen Bolschewismus und National-Sozialismus die "Gottlosigkeit" gewesen sei. Die Mehrheit sowohl der katholischen als auch und erst recht der evangelischen Deutschen stand hinter dem National-Sozialismus, nicht nur wegen des Konkordats. Die "Widerständler" waren sowohl in der Laienschaft als auch unter den Funktionsträgern der Kirchen eine verschwindende Minderheit, wenngleich sie nach dem Zweiten Weltkrieg alles getan haben, um das zu vertuschen. Aber woher sollte ein christ-demokratischer Politiker (der Hohmann ja nun bald nicht mehr sein wird) das wissen?