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HERMANN GÖRING

(12.01.1893 - 15.10.1946)

[Feldmarschall Hermann Göring - 
     Gemälde von Conrad Hommel (1939)]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1893
12. Januar: Hermann Wilhelm Göring wird als neuntes Kind des ehemaligen Kavallerie-Offiziers und höheren Kolonialbeamten (z.Z. der Geburt "Minister-Resident" [Generalkonsul] in Haiti) Heinrich Göring und dessen 30 Jahre jüngerer zweiter Ehefrau Franziska (geb. Tiefenbrunn) in Rosenheim (Bayern) geboren. Da bei Görings immer Ebbe in der Kasse ist, leben sie nach der Pensionierung seines Vaters als Gäste auf Schloß Veldenstein (nahe Nürnberg) bei Dr. Hermann Ritter v. Epenstein, dem Frauenarzt und Liebhaber seiner Mutter. (Die Vaterschaft Heinrich Görings ist jedoch diesen unstreitigen Verhältnissen zum Trotz nie ernsthaft angezweifelt worden, obwohl Hermann dem Hausfreund seiner Mutter - nach dem er auch seinen Vornamen erhielt - viel eher ähnelte als seinem offiziellen Vater. Epenstein war als konvertierter Jude, der seinen Ritter-Titel ehrbar durch Kauf erworben hatte, ein "150%iger" Deutschnationaler und soll ihm auch charakterlich und "weltanschaulich" sehr viel ähnlicher gewesen sein.)


1905
Göring tritt in die Cadettenanstalt in Karlsruhe ein.


1909
Göring wechselt an die Hauptcadettenanstalt in Lichterfelde bei Berlin.


1912
Göring schließt die Cadettenanstalt mit Abitur und Officiersexamen ab.

1913
Januar: Göring wird zum Seconde-Lieutenant befördert und zum 112. Infanterieregiment nach Mühlhausen (Elsaß) versetzt.

1914
Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs dient Göring zunächst beim Heer.

[Leutnant Göring]

1915
Göring meldet sich zur Fliegertruppe, wo er zunächst als Beobachter in Nordfrankreich eingesetzt wird.
Ihm wid das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen.

1916
Göring wird an der Fliegerschule in Freiburg zum Piloten ausgebildet.
März: Göring wird der 5. Luftstaffel zugeteilt und erringt seinen ersten Luftsieg.
Bald darauf wird er jedoch selber abgeschossen und ist mehrere Monate nicht k.v.
November: Göring wird der 26. Luftstaffel zugeteilt.
Dezember: Göring wird zum Oberleutnant befördert und übernimmt die Führung der Jagdstaffel 27. Er wird zu einem der bekanntesten Jagdflieger des Krieges.

[Göring als Pilot]

1918
Mai: Göring wird der Orden Pour le Mérite, die höchste preußische Kriegsauszeichnung, verliehen.

[Oberleutnant Göring mit Pour-le-mérite]

Juli: Nachdem der "Rote Baron" Manfred v. Richthofen im April gefallen und sein Nachfolger Reinhard im Mai tödlich verunglückt ist, wird Göring Kommandeur des legendären Richthofen-Geschwaders.
November: Nach der Kriegsniederlage und dem Sturz der Monarchie durch die November-Revolution verläßt Göring Deutschland.

[Hauptmann Göring]

1919-1921
Göring arbeitet als Kunstflieger und Pilot in Skandinavien. Einer seiner Kunden ist der schwedische Forschungsreisende v. Rosen, in dessen Schwägerin, die Anglo-Schwedin Carin v. Kantzow (geb. Fock) er sich verliebt.


1921
Göring kehrt nach Deutschland zurück, belegt Vorlesungen für politische Wissenschaften an der Universität München, beendet das Studium jedoch ohne Abschluß.

1922
November: Auf einer Protestkundgebung gegen den Diktatfrieden von Versailles lernt Göring Adolf Hitler kennen und tritt der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) bei. Hitler überträgt ihm die Führung der im Aufbau befindlichen Sturmabteilung (SA).


1923
3. Februar: Göring heiratet Carin, die ihm nach Deutschland gefolgt ist und sich von ihrem wohlhabenden Mann (der ihr weiterhin Unterhalt zahlt) in aller Freundschaft hat scheiden lassen.
9. November: Göring beteiligt sich in München am Marsch auf die Feldherrenhalle, der von regierungstreuen Truppen zusammen geschossen wird. Göring flieht mit einer schweren Unterleibsverletzung nach Österreich und Italien. Er entwickelt aufgrund der medikamentösen Behandlung eine Morphium-Abhängigkeit.

1925
September-November: Göring unterzieht sich einer Entziehungskur in der schwedischen Heilanstalt Langbro, bleibt jedoch morphiumabhängig und stark übergewichtig.

1927
Nach der vom Reichspräsidenten Paul v. Hindenburg erlassenen Amnestie für politische Straftaten kehrt Göring nach Deutschland zurück. Er arbeitet in Berlin als Vertreter für Flugzeugmotoren und nimmt wieder Kontakt zu Hitler auf.
Göring nutzt seine gesellschaftlichen Beziehungen, um Geld für die NSDAP aufzutreiben.

1928
Göring wird Reichstagsabgeordneter der NSDAP. Er gewinnt Vertreter der Industrie, der Reichswehr und der Aristokratie für die National-Sozialisten.

1930
Göring wird von Hitler offiziell zu seinem politischen Berater ernannt.

1931
17. Oktober: Carin Göring stirbt an Tbc.

1932
30. August: Göring wird zum Reichstagspräsidenten gewählt, nachdem die NSDAP als stärkste Fraktion aus den Wahlen hervor gegangen ist.

1933
30. Januar: Hindenburg beruft Hitler zum Reichskanzler. Im neuen Kabinett Hitler-Papen-Hugenberg - mit dem sich zum ersten Mal seit drei Jahren wieder eine Regierung in Deutschland auf eine parlamentarische Mehrheit stützen kann - wird Göring Minister ohne Geschäftsbereich und erhält mit dem "Reichskommissariat für das preußische Innenministerium" die Kontrolle über die preußische Polizei.


Göring entläßt 22 der 32 Polizeipräsidenten, besetzt deren Positionen mit Nationalsozialisten und verstärkt die Polizei durch 50.000 Mitglieder der SA, der Schutzstaffel (SS) und des "Stahlhelms". Durch Reorganisation des Sonderdezernats der politischen Polizei gründet er das Preußische Geheime Staatspolizeiamt (Gestapa) unter der Leitung Rudolph Diels (1900-1957).
Gemeinsam mit Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich spielt Göring nach dem Reichstagsbrand eine entscheidende Rolle bei der Verfolgung politischer Gegner und bei der Errichtung der ersten Konzentrationslager.
10. April: Göring wird Ministerpräsident von Preußen.


29. April: Göring gibt die Gründung des "Reichsluftschutzbundes" bekannt. Männer und Frauen werden als Luftschutzwarte ausgebildet.


Mai: Göring wird Luftfahrtminister, Reichsforst- und Reichsjägermeister. Die von ihm erlassenen Jagd- und Forstgesetze, die auf Natur- und Tierschutz abzielen, gelten weltweit als vorbildlich und sind - als einzige Gesetze des "Dritten Reiches" - bis heute in Kraft.


August: Göring wird zum General befördert.


1934
Göring läßt in der Schorfheide im Norden Berlins ein Jagdschloß bauen, das er nach seiner verstorbenen Frau Carinhall (auch "Karinhall" geschrieben) nennt.

[Carinhall]

20. Mai: Göring verliert das Preußische Ministerium des Innern mit der Gestapo, da es in das Reichsministerium des Innern überführt wird.
30. Juni/1. Juli: In der "Nacht der langen Messer" schlägt Göring mit Unterstützung Himmlers und Heydrichs den so genannten "Röhm-Putsch" nieder, dem auch mehrere unbeteiligte politische Gegner zum Opfer fallen. Von seinen Gegnern - unter denen sich der jüdische Karikaturist Helmut Herzfeld alias "John Heartfield" besonders hervor tut - wird er daraufhin als "Henker" und "Brandstifter" be(und ge-)zeichnet.

[Göring als Henker] [Göring als Brandstifter] [Göring als Kriegstreiber]

1935
März: Nach Wiederherstellung der deutschen Wehrhoheit wird Göring Oberbefehlshaber der neu gebildeten Luftwaffe. Bei deren Ausbau setzt Göring, wiewohl selber gelernter Jagdflieger, zu Lasten der Luftabwehr auf den Bau von Offensiv-Flugzeugen (Bombern).

[Görings kirchliche Trauung]

10. April: Göring heiratet in zweiter Ehe die Schauspielerin Emmy Sonnemann (1893-1973). Hitler ist Trauzeuge.

[Karikatur des 'Aryers']

1936
7. Februar: In einer amerikanischen Zeitung erscheint die berühmt-berüchtigte Karikatur des "typischen Aryers": "groß wie Goebbels, schlank wie Goering, blond wie Hess".
Göring unterzieht die Luftwaffe einem ersten Bewährungstest; er setzt die "Legion Condor" zugunsten von Francisco Franco im Spanischen Bürgerkrieg ein.
18. Oktober: Göring wird zum Reichsbeauftragten für den Vierjahresplan ernannt, der im Hinblick auf einen möglichen Krieg die wirtschaftliche Autarkie Deutschlands sichern soll. Trotz großer Anstrengungen gelingt dies jedoch nur in Ansätzen.

1937
Juli: Göring gründet in Salzgitter die staatseigenen "Reichswerke Hermann-Göring" (im Volksmund kurz "Hermann-Göring-Werke" genannt). Geplant ist die Verhüttung von Eisenerz in 32 Hochöfen, bis zum Kriegsende sind zwölf fertig gestellt. Das Unternehmen ist 1944 mit 228 Betrieben der größte europäische Stahlkonzern.

1938
4. Februar: Göring ist an den Intrigen beteiligt, die zum Rücktritt des Oberbefehlshaber des Heeres Werner v. Fritsch und des Generalobersten Werner v. Blomberg führen. Hitler besetzt die militärischen Spitzenpositionen neu mit ihm loyal ergebenen Personen.


8. Februar: Göring wird zum Generalfeldmarschall befördert.

[März 1938: Hitler u. Göring in Wien]

März/September: Görings Verhandlungen mit dem italienischen "Duce" Benito Mussolini sowie den Vertretern Englands, Frankreichs, Polens und Ungarns haben maßgeblichen Anteil am Erfolg des "Anschlusses Österreichs" und des Münchner Abkommens.


Juni: Emmy Göring bringt eine Tochter zur Welt, die nach der Tochter Mussolinis "Edda" genannt wird. (Görings Vaterschaft ist wegen seiner Schußverletzung vom November 1923 zweifelhaft. Edda wird später die Lebensgefährtin des Stern-Reporters Gerd Heidemann, der durch den Skandal um die Hitler-Tagebücher traurige Berühmtheit erlangt.)


9. November: Nach der Ermordung eines deutschen Diplomaten in Paris durch einen jüdischen Fanatiker kommt es in Deutschland zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen an jüdischen Geschäften und Gotteshäusern (im Volksmund "Reichskristallnacht" genannt, da hauptsächlich Glasscheiben zu Bruch gingen; die heutige halbamtliche Bezeichnung "Reichspogromnacht" ist sachlich falsch und irreführend, denn ein Pogrom im Sinne des - russischen - Wortes gab es nicht). Da es damals für solche Fälle noch keinen Haftungsausschluß gibt, müssen deutsche Versicherungen die Schäden in voller Höhe (ca. 1,2 Mrd. RM) ersetzen. Göring fordert daraufhin als Ausgleich von "den Juden" eine Milliarde Reichsmark "Sühne". Letztlich kommt es jedoch zu keiner Zahlung, da nicht klar ist, wer konkret Schuldner dieser Forderung sein sollte.
12. Dezember: Göring verfügt die sofortige Freilassung aller während der "Reichskristallnacht" in "Schutzhaft" genommenen Juden und weist bei der Gelegenheit darauf hin, daß die "Nürnberger Gesetze" gemäß den Durchführungs-Verordnungen auf jüdische Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs und deren Angehörigen keine Anwendung finden.

[Die Oberbefehlshaber der vier Waffengattungen: Göring 
(Luftwaffe) Keitel (Heer) Dönitz (Marine) Himmler (SS und Ersatzheer)]

1939
4. August: Die polnische Regierung droht in einem Ultimatum, die freie Stadt Danzig wegen Zollstreitigkeiten militärisch zu besetzen. Zugleich beginnt sich die Verfolgung von Volksdeutschen in Polen pogromartig auszuweiten. Die Reichsregierung weist die deutsche Presse an, die schlimmsten Fälle zu verschweigen, um die anti-polnische Stimmung nicht noch weiter anzuheizen.
7. August: In einem geheimen Treffen mit führenden Vertretern der britischen Konservativen in Sönke Nissen Koog (Schleswig) versucht Göring vergeblich, die Briten zu bewegen, einen mäßigenden Einfluß auf Polen auszuüben.
24. August: Einen Tag nach Abschluß des deutsch-sowjetischen Freundschafts- und Nichtangriffspakts - später ungenau auch "Hitler-Stalin-Pakt" genannt - versucht Göring, der diesen skeptisch beurteilt, über den schwedischen Vermittler Birger Dahlerus und im persönlichen Gespräch mit dem polnischen Botschafter Lipski in letzter Minute eine friedliche Lösung zu finden, da er weiß, daß entgegen allen vollmundigen Behauptungen das Deutsche Reich - nicht zuletzt durch sein eigenes Verschulden - auf einen längeren Krieg militärisch und wirtschaftlich ebenso wenig vorbereitet ist wie sein alter Verbündeter Italien und sein neuer Verbündeter, die Sowjet-Union, während die Westmächte seit Jahren konsequent aufgerüstet haben. Auch diese Versuche scheitern indes an der Hartnäckigkeit seiner Gegenspieler - Polen ist fest zum Krieg entschlossen. Göring gibt sich auch keinen Illusionen über die Haltung Großbritanniens hin - im Gegensatz zu Hitler, der die diesbezüglichen Warnungen seines Ex-Botschafter in London, Joachim v. Ribbentrop, in den Wind schlägt.
30. August: Göring wird von Hitler zum Vorsitzenden des Reichsverteidigungsrats ernannt.
1. September: Mit Beginn des Polenfeldzugs wird Göring von Hitler für den Fall seines Todes zu seinem Nachfolger bestimmt.
3. September: Großbritannien und Frankreich erklären dem Deutschen Reich den Krieg (nicht aber der Sowjetunion, als die Rote Armee ebenfalls in Polen einrückt), der sich nach dem Kriegseintritt der USA und Japans binnen zwei Jahren zum Zweiten Weltkrieg ausweiten soll.
Während des Krieges widmet sich Göring mehr seiner privaten Kunstsammlung - die er durch Ankäufe in ganz Europa zur größten Deutschlands ausbaut - als der Luftwaffe, die er seinem unfähigen "Generalluftzeugmeister" Ernst Udet überläßt.

1940
10. Mai: Beginn des Westfeldzugs.
14. Mai: Bei einem deutschen Luftangriff auf den Kriegshafen und die Werften von Rotterdam werden versehentlich auch einige Wohngebäude getroffen; ca. 800 Holländer sterben. Die alliierte Greuelpropaganda macht daraus einen "Terrorangriff auf die Innenstadt Rotterdams mit 30.000 Todesopfern", der zu einem "Kriegsverbrechen" aufgebauscht wird; anti-deutsche Hetzer nicht nur in den Niederlanden halten an dieser Lüge bis heute fest, zumal sie als Vorwand herhalten muß für den alliierten Bombenterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung mit Millionen Toten.*
24. Mai - 04. Juni: Entgegen Görings Zusage gelingt es der Luftwaffe nicht, die Evakuierung der bei Dünkirchen eingekesselten britischen Truppen nach England zu verhindern. Damit ist die Chance für eine schnelle Beendigung des Krieges vertan.
19. Juni: Nach Zusammenbruch des französischen Widerstands wird Göring von Hitler zum "Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches" befördert - ein eigens für ihn geschaffener Fantasie-Dienstgrad (wohl in Anlehnung an die Fantasietitel "Marschall von Frankreich", "Marschall von Polen" und "Marschall von Finnland" für Pétain, Pilsudski und Mannerheim), der ihn von den Generälen abheben soll, die Hitler im folgenden zu Feldmarschällen befördert.

[Göring bei Mannerheim]

1940/41
Durch verfehlte Strategie (Bevorzugung der Bombenangriffe zur Zerstörung der - bald wieder instand gesetzten - Bodenziele gegenüber der Jagdangriffe zur Erringung der Luftüberlegenheit, die Voraussetzung für eine etwaige Invasion der britischen Inseln gewesen wäre) und Taktik (Umstellung vom Bombardement militärischer auf zivile Ziele zur "Vergeltung" britischer Angriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung) geht die Luftschlacht um England verloren. Görings Ansehen beginnt zu sinken.


1941
22. Juni: Der Rußlandfeldzug beginnt mit völlig unzureichenden Mitteln. Der deutschen Aufklärung, insbesondere der Luftwaffe, ist es nicht gelungen, die Stärke des Gegners auch nur annähernd richtig abzuschätzen.
31. Juli: Göring leitet Hitlers Befehl an Heydrich weiter, die so genannte "Endlösung der Judenfrage" auf das gesamte von Deutschland beherrschte Gebiet Europas auszudehnen. (Eine weiter gehende Beteiligung Görings am später so genannten "Holocaust" läßt sich nicht nachweisen.) Zu diesem Zeitpunkt ist das ursprünglich darunter verstandene Konzept, die jüdische Auswanderung nach Palästina zu fördern (was Großbritannien als Besatzungsmacht seit Kriegsausbruch nicht mehr zuläßt), bereits ersetzt durch die (Zwangs-)Umsiedlung in das polnische "Generalgouvernement", wo zu diesem Zweck weitere Ghettos eingerichtet werden.

1942
20. Januar: Mit der so genannten "Wannsee-Konferenz" in Berlin - an der Göring nicht teilnimmt - wird aus der "Endlösung der Judenfrage" unter den Halbjuden Heydrich und Adolf Eichmann der Plan, die Juden durch "Arbeitseinsatz" oder "Sonderbehandlung" zu töten.
27. März: Göring bevollmächtigt Fritz Sauckel (1894-1946) zum Einsatz der russischen Zivilbevölkerung und der Kriegsgefangenen für die deutsche Industrie. Russen und Ukrainer reißen sich förmlich um diese Arbeitseinsätze, bei denen sie trotz aller Entbehrungen in der Regel wesentlich weniger schlecht leben als zuvor in der Sowjetunion.
[Nach dem Krieg kolportieren Geschichtsfälscher Jahrzehnte lang - und z.T. bis heute - die Lüge, "Millionen Russen" seien in deutscher Kriegsgefangenschaft und beim Arbeitseinsatz umgekommen. Richtig ist, daß Stalin nach Kriegsende alle sowjetischen Kriegsgefangenen und Zivilisten, die in Deutschland im Arbeitseinsatz waren, ermorden ließ, damit diese zuhause nichts über den deutschen Lebensstandard erzählen konnten, der beim faschistischen Klassenfeind um ein vielfaches höher lag als im "Arbeiter- und Bauernparadies" Sowjetunion. Nur aus diesem Grunde gab es unter den sowjetischen Kriegsgefangenen und Fremdarbeitern in Deutschland kaum Überlebende.]
28./29. März: Bei einem - von Göring für unmöglich gehaltenen - Nachtangriff der Royal Air Force wird die Innenstadt Lübecks zerstört.
24.-27. April: Nachtbomber der RAF zerstören Rostock.
30./31. Mai: Beim ersten "1.000-Bomber-Angriff" der RAF wird die Innenstadt Kölns zerstört.
Juni-September: Vergleichbare Nachtangriffe der RAF zerstören die Innenstädte von Bremen, Wilhelmshaven, Mainz, Kassel und Düsseldorf.
4. Oktober: In einer Rede zum Erntedankfest bezeichnet Göring die offiziellen Rüstungszahlen der USA (Produktion von 5.500 Flugzeugen pro Monat - zehnmal mehr als Deutschland) als "Bluff" und lehnt es ab, ein ähnliches Rüstungsprogramm zu starten.

1942/43
November-Januar: Görings Luftwaffe versagt bei dem Versuch, die bei Stalingrad eingeschlossenen Truppen bis zu einem geplanten Entsatz ausreichend mit Munition und Verpflegung zu versorgen; gleichwohl läßt er dieses Versagen als "Heldenlied" feiern.

[Medaille von Goetz auf das 'Heldenlied von Stalingrad' - 
Februar 1943]

1943
Angesichts des Untergangs der 6. Armee in Stalingrad zitiert Göring die Worte Friedrich Schillers ("Wanderer, kommst Du nach Sparta...") leicht abgewandelt als "Wanderer, kommst Du nach Deutschland...", was allgemein als unpassend empfunden wird und seinem Ansehen weiter schadet.
12. Januar: Trotz der angespannten Kriegslage feiert Göring seinen 50. Geburtstag mit enormem Aufwand und fordert vom Finanzminister weitere zwei Millionen Reichsmark zur Vergrößerung von Karinhall. Er gibt auch weiterhin Unsummen zum Ankauf von Kunstwerken für seine private Sammlung aus. (Die Kunstwerke wurden bei Kriegsende von den alliierten Besatzern - die sich derartige Ausgaben sparen - geraubt und bis heute nicht zurück gegeben.)
27. Januar: Mit einem Tagesangriff der USAAF auf Wilhelmshaven beginnt die amerikanische Luftoffensive gegen das Reich. Infolge der Jahre langen Rüstungsversäumnisse hat die Luftwaffe den schweren B-17-Bombern ("Fliegenden Festungen") keine gleichwertigen Abwehrwaffen entgegen zu setzen.
3. März: Die Luftoffensive der RAF gegen das Ruhrgebiet ("Battle of the Ruhr") beginnt.
17. April: Die USAAF zerstört Bremen.
17. Mai: Der RAF gelingt die Zerstörung der Talsperren im Ruhrgebiet, was zu erheblichen Produktionsausfällen führt. Rüstungsbetriebe müssen nach Mittel- und Ostdeutschland ausgelagert werden.
29./30. Mai: Nach einem Luftangriff der RAF wird Wuppertal-Barmen in einem "Feuersturm" vernichtet.
24. Juli - 3. August: In einem elftägigen "Round-the-clock-bombing" zerstören Bomber der RAF und der USAAF Hamburg zu ca. 50%. Im Feuersturm kommen über 40.000 Zivilsten um; die deutschen Großstädte werden teil-evakuiert ("Kinderlandverschickung").
3. August: Den vereinten Bemühungen der Luftwaffengeneralität gelingt es endlich, Göring von der Notwendigkeit eines Rüstungs- und Strategiewechsels (Jäger statt Bomber) zu überzeugen. Göring gelingt es jedoch nicht, diesen Wechsel bei Hitler durchzusetzen, der starr an einer Bomberoffensive zur "Vergeltung" festhält. Göring erleidet einen Nervenzusammenbruch. Er wird zwar - trotz massiven Drängens seiner Gegner - von Hitler nicht entlassen, hat jedoch künftig keinen praktischen Einfluß mehr auf die Kriegsführung.
Oktober: Bei einem Besuch in Wien diskutiert Göring mit Baldur v. Schirach Staatsstreichpläne, um nach dem Sturz Hitlers einen Separatfrieden mit den Westmächten zu schließen; Göring muß jedoch einsehen, daß Roosevelt und Churchill den Krieg nicht gegen Hitler und den National-Sozialismus führen, sondern daß ihnen dies lediglich als Vorwand für ihren Vernichtungskreuzzug gegen Deutschland dient; die Beschlüsse der Konferenzen von Casablanca und Teheran schließen einen Separatfrieden aus.
November: Göring hält seine letzte Rundfunkansprache. Er zieht sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Im Volksmund heißt er angesichts des weiter zunehmenden Bombenterrors der Allierten gegen die Zivilbevölkerung nur noch "Hermann Meier". [Zu Kriegsbeginn hatte Göring vollmundig verkündet: "Wenn auch nur ein feindlicher Bomber ins Reich kommt, will ich Meier heißen." Dies, ohne den für deren Abwehr notwendigen Ausbau der Jagdflieger ernsthaft zu betreiben.] In den noch verbleibenden anderthalb Kriegsjahren versinken die deutschen Städte ohne wirksame Gegenwehr der Luftwaffe in Schutt und Asche.

1944
September: Göring wird von Hitler pro forma in seiner Stellung als Beauftragter für den Vierjahresplan bestätigt.
Die tatsächliche Leitung der Kriegswirtschaft, insbesondere der Rüstungsindustrie, hat er jedoch inzwischen Albert Speer übertragen.

1945
02. Februar: Beim letzten großen Terrorangriff der alliierten Luftwaffen auf Berlin werden die Reste der Innenstadt weitgehend zerstört.
13.-15. Februar: Bei einem großangelegten Terrorangriff auf das bis dahin noch unzerstörte, unverteidigte**, mit 630.000 Einwohnern und ebenso vielen schlesischen Flüchtlingen voll gestopfte Dresden - wo es keine militärischen Ziele, sondern lediglich Kulturdenkmäler gibt - setzen RAF, USAAF und CANAF Fosfor-Brandbomben und Napalm ein, was zu einer vollständigen Verbrennung (griechisch "holokavtos") der Opfer führt; da infolgedessen nur 35.000 Skelette gefunden werden, wird die - tatsächlich mindestens zehn-, wahrscheinlich eher zwanzigmal so hohe - Zahl der Todesopfer nach dem Krieg auf diese geringe Menge herunter gerechnet und verharmlost.
14.-16. März: Bei einem Terrorangriff von RAF und USAAF wird das unverteidigte Würzburg - wo es keine militärischen Ziele, sondern lediglich Kulturdenkmäler gibt - zu 85% zerstört; die Zahl der zivilen Todesopfer wird offiziell mit 40.000 angegeben.
23. April: Göring erbittet von Berchtesgaden aus Hitlers Einverständnis zur Übernahme der Staatsgeschäfte.
Hitler befiehlt daraufhin die Verhaftung Görings, seine Enthebung aus allen Ämtern und seinen Parteiausschluß.
8. Mai: Am Tag der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht wird Göring durch US-Truppen auf Schloß Fischhorn am Zeller See gefangen genommen.


21. Mai: Göring wird im amerikanischen Lager Mondorf nahe der luxemburgischen Grenze interniert, wo er sich einer Entziehungskur und einer Diät unterziehen muß.
September: Nach viermonatigen Verhören wird Göring in das Gefängnis des Nürnberger Justizgebäudes verlegt.
Oktober: Göring ist der ranghöchste Nationalsozialist, der vor dem inter-alliierten Militär-Tribunal in Nürnberg als "Hauptkriegsverbrecher" angeklagt wird. Als einziger Angeklagter versucht er nicht, seine Rolle im "Dritten Reich" herunter zu spielen, sondern steht zu dem, was er getan hat. Gegen die Anklagepunkte "Vorbereitung eines Angriffskrieges" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" verteidigt er sich damit, daß er den Krieg nicht mehr vorbereitet habe als alliierte Politiker auch und daß die deutsche Luftwaffe nicht mehr Kriegsverbrechen begangen habe als die der Alliierten. Allerdings verteidigt er sich weniger vor den alliierten "Richtern" - deren bereits im voraus feststehendes Urteil ihm bekannt ist - als vor der Nachwelt, da er glaubt, daß es irgendwann wieder eine unabhängige deutsche Geschichtsschreibung geben wird. So behauptet er, daß alle Fehler im Luftkrieg, von den Versäumnissen in der Rüstung bis zur verfehlten Strategie und Taktik in der Luftschlacht um England, gegen seinen Rat von Hitler allein begangen worden seien. (Beweisen läßt sich das nicht; aber selbst wenn es so gewesen wäre, bliebe es Görings Versagen, als Oberbefehlshaber der Luftwaffe seine angeblich richtigen Erkenntisse und Ideen bei Hitler nicht durchgesetzt zu haben.)


1946
1. Oktober: Göring wird in allen Punkten der Anklage für schuldig befunden und einstimmig zum Tode durch Erhängen verurteilt.
15. Oktober: Göring kommt der Urteilsvollstreckung durch Einnahme von Zyankali zuvor.


1957
Auf dem Wisent-Denkmal in der Schorfheide wird der Hinweis entfernt, daß Hermann Göring einmal "Reichsjägermeister" war; nur mit Mühe kann verhindert werden, daß das Denkmal vollständig beseitigt wird.


1963
Emmy Göring veröffentlicht in Frankreich eine Biografie ihres Mannes, die erst Jahrzehnte nach ihrem Tode auch in deutscher Übersetzung erscheinen darf.


1970
Der britische Historiker David Irving veröffentlicht "Die Tragödie der deutschen Luftwaffe", eine vernichtende Abrechnung mit Görings Fehlern und Versäumnissen, die entscheidend zur Kriegsniederlage Deutschlands beigetragen haben.

1972
Im amerikanischen Ballentine-Verlag erscheint die - später auch ins Deutsche übersetzte - Göring-Biografie von Roger Manvell, der auf der letzten Seite Görings letzte Worte vor dem Nürnberger Tribunal zitiert: "In 50 oder 60 Jahren werden in ganz Deutschland Denkmäler auf Hermann Göring stehen."


1974
Die Göring-Biografie von Leonard Mosley ("The Reich Marshal Hermann Goering") erscheint. Sie basiert auf - angeblichen - Interviews mit - angeblichen, z.T. aber wohl frei erfundenen - Verwandten und Bekannten Görings. [In der deutschen Übersetzung wird der fehlerhafte Titel entfernt und die fehlerhafte Schreibweise des Namens stillschweigend korrigiert, um die offensichtliche Imkompetenz des Verfassers nicht schon auf den ersten Blick allzu deutlich werden zu lassen.]


1987
Die Göring-Biografie von David Irving erscheint; sie gilt bis zu dessen Ächtung als international anerkanntes Standardwerk.

[Für die französische Ausgabe ein falsch geschriebener Name und ein polemischer Untertitel: 'Der Komplize Hitlers']

1996
In Deutschland steht nach 50 Jahren kein einziges Denkmal auf Hermann Göring.***

2006
In Deutschland steht auch nach 60 Jahren kein einziges Denkmal auf Hermann Göring.
Dagegen ist im Vorjahr in Berlin das so genannte "Holocaust-Denkmal" (2.751 viereckige Betonstelen auf 19.000 Quadratmetern besten Baulands unweit des Brandenburger Tors für schlappe 27 Mio Euro) eingeweiht und vom Berliner Publikum dankbar angenommen worden - es wird zum größten öffentlichen Pissoir Europas (und wahrscheinlich der Welt).

[Das größte öffentliche Pissoir Europas im Herzen Berlins]

Anti-fascistische Analfabeten fordern ein Importverbot für das indonesische Nationalgericht (das Wort wurde von der Rechtschreib-Reform - nach der es eigentlich "Nazionalgericht" geschrieben werden müßte - ausgenommen) "nasi goreng [gebratener Reis]", da dieses verwechslungsfähig sei mit Propaganda für den "Nazi Göring", ferner ein Verbot für das Heilszeichen (Swastik) auf "bami goreng [gebratene Nudeln]" in Malaysia.


In Indonesien wird daraufhin eine Umbenennung der Exportware in "nasi demokrasi [Demokratie-Reis]" diskutiert, nach dem Vorbild der Umbenennung von "Sauerkraut" in "Liberty cabbage [Freiheits-Kohl]" während des Ersten Weltkriegs sowie von "French Fries [Pommes frites]" in "Freedom fries [Freiheits-Fritten]" und "Turkey [Türkei/Truthahn]" in "Liberty bird [Freiheits-Vogel]" während des Irak-Kriegs.
Damit ist Göring weltweit wieder in aller Munde, und die BRDDR - deren Medien die peinliche Affäre tot schweigen - hat sich einmal mehr die Antifa-Narrenkappe aufgesetzt.



2007
Da will sich auch die OstmarkRepublik Österreich nicht lumpen lassen: Jüdische Lobbyisten verlangen von der Gemeinde Mauterndorf - in der Göring 1938-1945 Ehrenbürger war -, Göring erneut zum Ehrenbürger zu ernennen, um ihm die Ehrenbürgerschaft wegen seiner Nazi-Verbrechen wieder aberkennen zu können. (Da die Ehrenbürgerschaft mit dem Tode einer Person erlischt, ist eine Entziehung anders nicht möglich.)


*Es ist dies mit einem Faktor von 37,5 die höchste Übertreibung der alliierten Greuel-Propaganda von Opferzahlen deutscher "Kriegsverbrechen" im Zweiten Weltkrieg. (Später pendelt sich dieser Faktor bei 20 ein.) Hitler hatte der Luftwaffe zu Beginn des Krieges - und erneut zu Beginn des Westfeldzugs - ausdrücklich verboten, zivile Ziele anzugreifen, während umgekehrt die Franzosen und Engländer von Anfang an hauptsächlich diese bombardierten, da sie bei militärischen Zielen die deutsche Flugabwehr fürchteten. Angeblich hatten die Niederlande bereits kapituliert, als der Angriffsbefehl auf Rotterdam gegeben wurde. Tatsächlich hatte die niederländische Delegation die Verhandlungen unnötig verzögert. Bei Unterzeichnung der Kapitulation befanden sich die deutschen Flugzeuge bereits in der Luft; sie wurden jedoch sofort zurück beordert; bis auf die erste Staffel - die nicht mehr per Funk erreicht werden konnte - brachen auch alle Verbände den Angriff rechtzeitig ab. Seitens der Niederlande gab es keinerlei Grund, lange zu verhandeln - außer, der Königsfamilie ihre feigeheroïsche Flucht nach England zu ermöglichen -, da die deutschen Bedingungen von Anfang an äußerst milde waren: Alle niederländischen Kriegsgefangenen wurden sofort nach Eintritt der Waffenruhe frei gelassen - wie dies auch in allen anderen von deutschen Truppen besetzten Ländern trotz Fortdauer der Krieges geschah, selbst noch 1944 in Italien -, während umgekehrt die deutschen Kriegsgefangenen von den Alliierten - wenn sie nicht ermordet wurden - noch bis zu zehn Jahre nach Kriegsende festgehalten wurden.

**Alle Flugabwehrgeschütze waren - da man nicht ernsthaft mit Luftangriffen rechnete - Anfang 1945 an die Ostfront abgezogen worden; auf den FlAK-Türmen in und um Dresden befanden sich nur noch Attrappen.

***In England steht dagegen schon seit langem ein Göring-Denkmal, nämlich im Museum der Royal Air Force.

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