












*Das "Ģ" wird hart und stimmlos gesprochen, daher bisweilen auch als "K" oder "Q" geschrieben. Das "đ" entspricht einem neugriechischen "δ" bzw. einem stimmhaften englischen "th". Das "a" und das "i" sind lang. Im folgenden wird der Name vereinfacht "Gaddafi" geschrieben.
**Die Eingeborenen sagen "Lībya"; auf Hoch-Arabisch lautet der Name "Lībiyā".
***Das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt. Das heute meist genannte Datum - "19.06." - ist pure Fiktion. Nicht einmal das Geburtsjahr und der Geburtsort sind sicher. Nach einer italienischen Mindermeinung wurde Gaddafi 1938 in Misurata geboren; nach einer neueren französischen These ist er der uneheliche Sohn eines korsischen Luftwaffenoffiziers namens Preziosi. Bisweilen wird auch behauptet, sein Großvater sei 1911 im Krieg gegen Italien gefallen und sein Vater sei unter Mussolini im Konzentrationslager umgekommen; tatsächlich starb sein Vater erst 1985 hoch betagt eines natürlichen Todes.
****Diese Propaganda folgt dem Schema des Vorwurfs, daß Italien im Krieg gegen Abessinien Bombenflugzeuge einsetzte. Das war 1935 tatsächlich der Fall; 1911/12 gab es allerdings noch gar keine Bombenflugzeuge - geschweige denn italienische -; die Idee, Flugzeuge als Bomber einzusetzen, wurde erst im Ersten Weltkrieg von dem Franzosen Roland Garros entwickelt.
*****Gaddafi wird nicht etwa enteignet, sondern kann seine Anteile - mit z.T. erklecklichen Gewinnen - frei an der Börse verkaufen.
******Die zugesagten Gelder werden jedoch nie ausgezahlt, bis auf einen geringen Teil, den der Westen 2007 an Gaddafi zurück zahlen muß, um einige bulgarische Ärzte und Krankenschwestern, die er als Geiseln genommen hat und zu ermordenhinzurichten droht, frei zu kaufen. Im Gegenzug wird das Urteil gegen Äl-Megrahi - den die Niederlande nach Großbritannien abgeschoben haben - kassiert; er wird im August 2009 klammheimlich nach Libyen entlassen und kann dort seinen wohlverdienten Ruhestand als staatlich anerkannter Terrorist genießen.
*******Gaddafis Apologeten behaupten folgendes: 1. Libyen habe den Juden nicht die Einreise verweigert, sondern lediglich die vorherige Erteilung der Einreisevisa; diese hätten sie jedoch bei Ankunft am Flughafen in Tripoli bestimmt erhalten. (Aber wie jeder wußte, hätte keine Fluggesellschaft der Welt Personen auf einen Flug nach Tripoli mitgenommen, die beim Einchecken kein libysches Visum vorweisen konnten :-) 2. Das ganze sei nicht die Idee des braven Gaddafi gewesen, sondern die seines bösen Sohnes. (Als ob sich der über die Entscheidungen seines Vaters hätte hinweg setzen können :-)
********Vor Gaddafis Äußerungen hatten Umfragen noch eine deutliche Mehrheit für die Gegner des Referendums gezeitigt. Neben Gaddafis regten sich vor allem solche muslimischen Staats- und Regierungschefs über die "intoleranten" Schweizer auf, in denen nicht nur die Errichtung nicht-muslimischer Gotteshäuser, sondern auf die nicht-muslimische Religionsausübung überhaupt streng verboten - und z.T. mit der Todesstrafe bedroht - ist. In der Schweiz gibt es 400 Moscheen - d.h. rund eine für je 1.000 Muslime -; das Referendum betraf lediglich den Neubau von Minaretten. Die Schweizer Regierung - besorgt, daß noch mehr muslimische Bankkunden dem Beispiel Gaddafis folgen könnten, ihre Gelder aus der Schweiz abzuziehen - bemüht sich, den Volkswillen zu umgehen, indem sie das Gesetz vom "Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte" auf Unzulässigkeit "prüfen" läßt. Bei jenem "Gerichtshof" handelt es sich um eine Ansammlung zwielichtiger Individuenhochkomptenter Juristen, die bereits knapp vier Wochen vor dem Referendum "geurteilt" hatten, daß christliche Kreuze in öffentlichen Schulen Italiens gegen die "Menschenrechte" verstießen und zur Zahlung von "Schmerzensgeld" an die durch ihren Anblick "verletzten" Menschen verpflichte. Die Chancen stehen also gut, daß jene Christenfeinde und Islamfreunde auch zu dem "Urteil" gelangen werden, daß der Nichtbau von Minaretten in der Schweiz gegen die "Menschenrechte" verstößt und zur Zahlung von "Schmerzensgeld" an alle Muslime verpflichtet, die durch den Anblick von Moscheen ohne Minarette "verletzt" werden.
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