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SALVADOR  DALÍ

(1904 - 1989)

[Salvador Dalí]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1904
11. Mai: Salvador Felipe Jacinto Dalí i Domènech wird in Figueras [heute Figueres] (Nordost-Katalonien) als Sohn des Notars Salvador Dalí i Cusí und dessen Ehefrau Felipa, geb. Domènech geboren.

[Dalis Vater] [Dalis Mutter]

Er wächst dort und bei den Großeltern väterlicherseits im nahe gelegenen Fischerdorf Cadaqués auf.

[Cadaques]

1911-1921
Dalí besucht zunächst die Gemeindeschule, dann das Gymnasium der Maristenbrüder in Figueras.

1919
Dalí fertigt ein erstes Selbstporträt.

[Dali]

1921
September: Dalí beginnt ein Studium an der Hochschule für schöne Künste in Madrid mit dem Ziel, Kunstlehrer zu werden. Dort lernt er u.a. Federico García Lorca und Luis Buñuel kennen.

1922
Bei einer Gruppenausstellung des katalanischen Studentenverbandes in der Galería Dalmau in Barcelona - in der auch schon Braque, Matisse und Miró ausgestellt haben - werden acht Gemälde von Dalí ausgestellt, darunter zwei weitere Selbstporträts.


1923
Dalí ist an Studentenkrawallen beteiligt und wird vorübergehend von der Kunsthochschule relegiert.

1924
Dalí richtet sich ein Atelier in Figueras ein, wo er malt und Kupferstiche anfertigt; er illustriert den Gedichtband "Les bruixes de Llers" von Fages de Climent. An der "Freien Akademie" von Julio Moises studiert er Aktzeichnen.

1925
April: Dalí kehrt an die Kunsthochschule von Madrid zurück.
November: Dalmau veranstaltet in Barcelona eine erste Einzelausstellung Dalís mit 22 Werken.


1926
April: Dalí reist nach Paris, wo inzwischen sein Freund Buñuel als Regie-Assistent arbeitet.
Juli: Nachdem sich Dalí geweigert hat, zur Abschlußprüfung anzutreten, wird er endgültig von der Kunsthochschule verwiesen.

1927
Januar: Dalmau veranstaltet eine weitere Dalí-Ausstellung in Barcelona. Der kommerzielle Erfolg macht Dalí international bekannt. Zu seinen wichtigsten Propagandisten gehört der einflußreiche Kunstkritiker Sebastiá Gasch.
Februar-Oktober: Dalí absolviert seinen Militärdienst als "Heimschläfer", d.h. er kann sich weiter der Kunst widmen.

[Dalí (rechts) mit García Lorca]

April: Dalí entwirft die Bühnendekoration für das Theaterstück "Mariana Pineda" von García Lorca. Unter dem Einfluß des letzteren malt er "El Bosc d'aparells" (später auf Kastilianisch in "La miel es más dulce que la sangre" umbenannt) und "Senicitas" (später "Els esforcos esterils").

[La miel es más dulce que la sangre] [Senicitas - Gesamtansicht] [Senicitas - Detail]

Juli: Dalí bricht mit García Lorca, nachdem ihm dieser homosexuelle Avancen gemacht hat.*

1928
März: Dalí gehört zu den Verfassern des "Manifest groc [Gelben Manifests]". Darin propagiert er einen Bruch mit der "traditionellen" Kunst, die vor allem den Menschen darstellte, und eine Konzentration auf Maschinen und andere "moderne" Errungenschaften.
Auf der internationalen Malereiausstellung in Pittsburgh ist auch Dalí mit einigen Bildern vertreten; das Publikum zeigt ihnen jedoch die kalte Schulter.


1929
April: Dalí reist erneut nach Paris, um sich den "Surrealisten" anzuschließen, einer Gruppe von Literaten** und Malern, die sich seit 1924 von den "Dadaisten" getrennt hatten. Er lernt André Breton, den "Papst des Surrealismus", kennen, ferner Pablo Picasso, Joan Miró, Paul Éluard und den Kunsthändler Camille Goemans.
Mit Buñuel arbeitet Dalí an dem Film "Un chien Andalou [Ein andalusischer Hund]".
Mai: Dalí kehrt nach Cadaqués zurück, wo er u.a. "Das Rätsel der Begierde" und "Die Anpassung der Begierde" malt.


Juli-September: Goemans, Magritte, Buñuel, Paul Éluard und dessen Ehefrau, die gebürtige Russin Jeljena ("Gala") [1893-1982] besuchen Dalí in Cadaqués. Als Paul Éluard nach Paris zurück kehrt, bleibt Gala bei Dalí, was zu dessen Bruch mit seiner Familie - die er in "Le jeu lugubre [Das finstere Spiel]" verarbeitet - und mit Buñuel führt. Gala wird für den verklemmten Junggesellen, der früh Halbwaise geworden ist, zum Mutterersatz, zur Managerin und gelegentlich auch zum Modell.

[Dali, Le jeu lugubre]

Oktober: Die Kinopremiere von "Un chien Andalou" in Paris verursacht einen Skandal. García Lorca fühlt sich als gebürtiger Andalusier persönlich angesprochen und verunglimpft.


November: Goemans veranstaltet in Paris eine Dalí-Ausstellung, die ein voller Erfolg wird - alle Bilder werden verkauft. (Allerdings geht die Weltwirtschaftskrise, die nach dem "Schwarzen Freitag" an der New Yorker Börse ausgebrochen ist, auch am Kunstmarkt nicht spurlos vorüber; Goemans macht wenig später Pleite, und Dalí sieht von dem Erlös nichts.)
Ein Versuch Buñuels, sich mit Dalí auszusöhnen, scheitert.

1930
Dalí zieht mit Gala nach Carry-le-Rouet (Côte d'Azur), wo er weiter surrealistische Bilder malt.


1931
Dalí und Gala kehren nach Katalonien zurück; sie leben in Port Lligat, einem Fischerdorf bei Cadaqués.
Juni: Der Kunsthändler Pierre Colle veranstaltet eine Ausstellung mit Dalí-Bildern in Paris, die ebenfalls ein voller Erfolg wird, nicht zuletzt Dank einiger zahlungskräftiger Kunden aus den USA, wie Caresse Crosby - die Witwe eines Neffen von J.P. Morgan - und Julien Levy, einen Kunsthändler aus New York, der "Die Beständigkeit der Erinnerung" kauft***, im Nachhinein eines der bekanntesten Werke Dalís. Die "weichen Uhren" - Symbol der zerfließenden Zeit - werden zu einem seiner Lieblingsmotive.****

[Dali, Die Beständigkeit der Erinnerung]

1932
Mai: Colle veranstaltet eine weitere Dalí-Ausstellung in Paris, wiederum mit Erfolg.
November: Gala und Paul Éluard lassen sich scheiden.

1933
Januar: Gala bringt einen Kreis ("Zodiaque") von 12 Kunstmäzenen zusammen, der Dalí finanziell unterstützt - gegen Überlassung von Bildern oder Zeichnungen.
Juni: Colle organisiert eine dritte Dalí-Ausstellung in Paris. Kritiker meinen, für einen Surrealisten male er zu wenig abstrakt.


Juli: Dalí schreibt Breton, daß ihn der neue (seit Januar) deutsche Reichskanzler Hitler noch mehr fasziniere als der verstorbene sowjetische Revolutionsführer Lenin. Der letztere ist das politische Idol der Surrealisten im allgemeinen und Bretons im besonderen, der sich darob schockiert zeigt.*****
November: Levy organisiert eine erste Dalí-Ausstellung in New York.

1934
25. Januar: Breton lädt Dalí vor ein Femegericht der Surrealisten nach Paris und verlangt von ihm einen Widerruf seiner Äußerungen über Hitler. Dalí verweigert dies und erklärt, daß er ebenso wenig ein Feind des Proletariats sei wie Hitler.
30. Januar: Dalí heiratet - demonstrativ am 1. Jahrestag der Machtergreifung Hitlers - Gala.
5. Februar: Dalí wird wegen "Verherrlichung des Hitler-Fascismus" als "fascistisches Element" und "Konter-Revolutionär" förmlich aus der "Bewegung" der Surrealisten ausgeschlossen.
April: Dalí versucht daraufhin eine Versöhnung mit Garcia Lorca, worauf dieser jedoch nicht eingeht.
Juni: Dalís neuer Galerist Jacques Bonjean veranstaltet eine Ausstellung in Paris.
Juli: Dalí besucht in London den britischen Dandy und Kunstsammler Edward James, der in den folgenden Jahren zu seinem wichtigsten Kunden wird; danach kehrt er nach Port Lligat zurück.
Oktober: Nachdem die kommunistische UGT den Generalstreik und "Republikaner" um Lluís Companys einen unabhängigen Staat Katalonien ausgerufen haben, brechen Arbeiteraufstände und bewaffnete Kämpfe aus. Dalí ahnt, daß dies der Auftakt zu einm Bürgerkrieg sein könnte und beschließt, Spanien zu verlassen.


November: Nachdem Dalí auch in Frankreich als "Hitler-Freund" angegriffen wird - selbst der sonst seriöse Figaro hetzt gegen ihn - reist er mit Gala in die USA, wo Levy und Crosby einen großen Medienrummel für ihn organisieren. Levys zweite Dalí-Ausstellung wird zu einem für damalige Verhältnisse ungeheuren finanziellen Erfolg.******


Dalí - der seit dem Bruch mit seiner Familie zunehmend materielle Probleme hatte - ist einstweilen saniert; er gilt fortan als weltweit führender "Surrealist".

1935
Februar: Bei einem Kostümball tritt Gala als totes Baby auf - was allgemein als Anspielung mit den ermordeten Sohn des Ozeanfliegers Charles Lindbergh verstanden wird und zu einem ausgemachten Skandal führt. Da sich Dalís Vorahnung vom Ausbruch eines Bürgerkriegs vorerst nicht bewahrheitet hat, kehrt er mit Gala nach Europa zurück.
März: Die Pariser Surrealisten um Breton - die inzwischen mit dem Kommunisten um Aragon gebrochen haben und keine vergleichbaren kommerziellen Erfolge wie Dalí aufweisen können, nehmen ihn wieder in ihre Gruppe auf.
April: Dalí kehrt nach Cadaqués zurück, wo sich angesichts seiner Erfolge auch sein Vater mit ihm aussöhnt.
Dalí malt "Das Gesicht der Mae West als Wohnung".


September: Bei einem persönlichen Treffen in Barcelona söhnt sich auch García Lorca mit Dalí aus.
Oktober: Dalí reist nach Italien; unter dem Eindruck der klassizistischen Kunst kommen ihm insgeheim erste Zweifel am "Surrealismus".

1936
April: Dalí bricht mit Colle, dessen Verkaufserfolge hinter seinen nunmehr gestiegenen Erwartungen zurück geblieben sind.
Mai: Dalí beteiligt sich an einer "Surrealisten"-Ausstellung von Charles Ratton.
Juni: Dalí beteiligt sich an der "Surrealisten"-Ausstellung in der New Burlington Gallery in London.
Juli: Während Dalí noch in London weilt, bricht der Spanische Bürgerkrieg aus.
Paris (...)
Italien (...)
Dezember: Dalí und Gala reisen nach New York City, wo das Museum of Modern Art eine Dalí-Ausstellung veranstaltet. Seine Lobbyisten schaffen es, ihn auf die Titelseite des Time Magazine zu bringen, das einen äußerst schmeichelhaften Artikel über ihn und seine Werke veröffentlicht.


Dezember: Dalí schließt einen Dreijahresvertrag mit Edward James, dem er gegen ein Pauschalhonorar von monatlich 200 Pfund Sterling (4.000 Reichsmark, ca. 40.000 Euro nach der Währungsreform von 2002) alle Werke abtritt, die er von Juni 1936 bis Juni 1939 hergestellt hat bzw. noch herstellen wird, mindestens aber 30 Gemälde und 60 Zeichnungen.
In dieser Zeit gelingen Dalí einige seiner originellsten Werke, u.a. die "Doppelbilder" "Metamorphose des Narcissus" und "Schwäne, die sich zu Elefanten spiegeln".


1937-1938
Dalí und Gala leben überwiegend in Italien, nur unterbrochen von gelegentlichen Reisen nach Paris, wo er vorübergehend mit den Modistinnen Coco Chanel und Elsa Schiaparelli zusammen arbeitet - man sagt, die geschmacklosen Schubladen- und Hummer-Kleider der letzteren seien von ihm und/oder Gala inspiriert.


1938-1941
Dalí gelingen weitere originelle Doppelbilder, wie "Das Bildnis verschwindet", "Das endlose Rätsel", "Voltaire auf dem Sklavenmarkt" und "Der unsichtbare Voltaire".


1939
Februar: Vor neuerlichen Anfeindungen als "Fascist" und "Rassist" weicht Dalí wieder in die USA aus - wo man damit keine Probleme hat.
März: Der Spanische Bürgerkrieg endet mit dem Sieg der Anti-Kommunisten unter General Franco.
September: Großbritannien und Frankreich nehmen den Beginn des Polenfeldzugs zum Vorwand für ihre bereits lange vorbereitete Kriegserklärung gegen das Deutsche Reich (nicht aber gegen die Sowjet-Union, als auch die Rote Armee in Polen einrückt).

1940
Nach dem Frankreichfeldzug wird Paris von deutschen Truppen besetzt. Picasso bleibt unbehelligt; wie die meisten linientreuen Kommunisten akzeptiert er das Bündnis zwischen Hitler und Stalin.

1941
Picasso schreibt die dadaistische Komödie "Wie man Wünsche am Schwanz packt", die 1944 unter der Regie von Albert Camus privat aufgeführt wird.
Picasso fertigt eine Skulptur von Dora Maars Kopf an, die später als Denkmal für Guillaume Apollinaire (1880-1918) verwendet wird.
Nach beginn des Rußlandfeldzugs wird Picasso Mitglied der im Untergrund operierenden Kommunistischen Partei Frankreichs.

1943
Picasso beginnt ein Verhältnis mit der Malerin Françoise Gilot, aus dem zwei Kinder (Claude, *1947, Paloma *1949) hervor gehen.

1945
November: Dalí veranstaltet eine Austellung in der New Yorker Bignou-Galerie.

1946
Dalí arbeitet an Walt Disneys Zeichentrickfilm "Destino" mit.

ab 1947
Oktober: Das Kunstmuseum in Cleveland veranstaltet eine "Retrospektive" mit Werken Dalís.
November: Dalí veranstaltet eine weitere Ausstellung in der New Yorker Bignou-Galerie.

1948
Januar: Dalí veröffentlicht "50 magische Geheimnisse" - eine pseudo-wissenschaftliche Abhandlung über seine Maltechniken.
Juli: Dalí und Gala kehren nach Spanien zurück.

1949
Picassos Lithografie "Die Taube" wird für das Plakat zu einem "Friedenskongreß" in Paris verwendet; sie entwickelt sich im Laufe der Zeit zur Ikone der "Friedensbewegten".


1951
Dalí lernt den Fotografen Robert Descharnes kennen, der in den folgenden Jahren einer seiner engsten Mitarbeiter wird.

1952
Picasso schreibt ein zweites Theaterstück und beginnt mit der Arbeit an den Wandbildern "Der Krieg" und "Der Frieden" für die Kapelle von Vallauris.
Picasso und Henri Matisse (1869-1954) unterschreiben einen Friedensaufruf.

1953
Ana María Dalí veröffentlicht "Salvador Dalí visto por su hermana [S.D. von seiner Schwester gesehen]".

1954
Nach den amerikanischen Atomwaffen-Versuchen auf dem Bikini-Atoll malt Dalí zu diesem Thema wieder eines seiner originellen "Doppelbilder".


1957-62
Picasso pfuschttuscht einige armselige Zeichnungen zum Thema Stierkampf hin.


1958
August: Dalí und Gala - die vom orthodoxen zum katholischen Christentum konvertiert und seit sechs Jahren ehrbare Witwe ist - heiraten nunmehr auch kirchlich.

1959
Dalí - nunmehr als braver Sohn der katholischen Kirche anerkannt - wird von Papst Johannes XXIII empfangen.

1960
.

1961
Picasso heiratet Jacqueline Roque.

1962
Peter Moore.

Dalí malt "Die Schlacht von Tetuán" - nach der Entdeckung Amerikas durch Columbus das zweite historische Ereignis, das er thematisiert.*******


1963
In Barcelona wird ein Picasso-Museum eröffnet, das später einen Großteil seines Nachlasses (vor allem seinerzeit unverkäufliche Jugendwerke) erhält.

1965
Dalí veröffentlicht "Diary of a Genius [Tagebuch eines Genies]".

1968
Picasso fertigt die Radierserien "Maler und Modell" sowie "Die Liebenden".
Sein "Spätwerk" reduziert sich auf infantil-pornografische Kritzeleien.


1970
Dalí veröffentlicht "Dalí by Dalí".

1971
März: In Cleveland wird ein Dalí-Museum eröffnet.

1973
8. April: Pablo Picasso stirbt in Mougins (bei Cannes). Für jeden, der nur ein wenig Kunstgeschmack hat, bleibt er ein maßlos überbewerteter Ritter von der traurigen Gestalt.


1982
Dalí wird vom König zum Marqués de Púbol ernannt.

1989
25. Januar: Dalí stirbt in Figueras. Zu seinem Alleinerben hat er den Staat Spanien eingesetzt.


2007
Der spanische Fernsehsender Antena 3 veranstaltet - nach einschlägigen Vorbildern - eine Wahl zum "Größten Spanier der Geschichte". Dalí landet auf Platz 16 - hinter Picasso, aber vor Gaudi, Goya und Velázquez.


*Das hatte wohl nichts mit einer Abneigung Dalís gegen Schwule zu tun - er war selber schwul oder zumindest bisexuell veranlagt; aber García Lorca war offenbar in dieser Hinsicht nicht nach seinem persönlichen Geschmack.

**Dalí fühlte sich nach eigenem Bekunden stets mehr zum Poëten als zum Maler berufen; viele seiner Bilder versah er mit Gedichten, von denen die meisten heute vergessen oder verloren sind.

***Levy zahlte 250 US-$ (1.000 Reichsmark), was einer Kaufkraft von ca. 10.000 Teuro nach der Währungsreform von 2002 entspricht.

****Nach einer von ihm selber verbreiteten Legende kam Dalí die Idee dazu beim Anblick eines zerlaufenen Camembert. Zu Dalís Lieblingsmotiven zählten ferner brennende Giraffen, Elefanten auf Stelzen, Schubladen sowie die Krücken seines Vaters. Diese bilden später auch den Gegenstand zahlreicher Karikaturen

*****In der Tat läßt sich ein solcher Vergleich nur schwer nachvollziehen, selbst wenn man denn von Massenmördern fasziniert sein sollte: An Lenins Händen klebte das Blut von Millionen, während Hitler noch keiner Fliege etwas zuleide getan hatte.

******12 Bilder Dalís werden verkauft; sein Anteil an dem Erlös beläuft sich auf insgesamt 5,000 US-$ (20.000 Reichsmark), was einer Kaufkraft von ca. 200.000 Teuro entspricht.

*******Es ist rätselhaft, was Dalí an jener Schlacht - die eigentlich gar keine war, sondern eine sich lang hinziehende Belagerung - so faszinierte, auch wenn sie in Spanien bis in 20. Jahrhundert hinein als große Heldentat gefeiert wurde. (Die Eroberung Tetuáns beendete den spanisch-marokkanischen Krieg von 1859-60 - den einzigen, den Spanien in den letzten 400 Jahren gewann.) Oft wird behauptet, Vorbild sei ein Gemälde des katalanischen Malers Mariano Fortuny gewesen, den Dalí schon lange bewundert habe; von dieser "Bewunderung" ist jedoch davor oder danach nichts festzustellen, ebenso wenig von einer Ähnlichkeit der beiden Gemälde.


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