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"BING CROSBY"

(Harry Lillis Crosby)

(1903-1977)

[Bing Crosby]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1903 (nach anderen Quellen: 1904)
03. Mai: Harry Lillis Crosby wird in Tacoma, Washington, als viertes von sieben Kindern der Eheleute Harry und Catherine Crosby geboren. Entgegen späterer Legenden, wonach seine Vorfahren englische Puritaner und schon auf der Mayflower nach Amerika gekommen seien, lebten noch seine Großeltern in Irland; er wird daher katholisch getauft und erzogen.

1906
Die Familie Crosby zieht nach Spokane um, wo Harry aufwächst.

1910
Harry nimmt den Spitznamen "Bing" an.

1917
In den Sommerferien arbeitet Crosby als Laufbursche im "Auditorium" von Spokane; sein Vorbild wird der Komiker Al Jolson.

1920
Crosby wird in das Jesuiten-College Gorzaga in Spokane aufgenommen. Statt sein Studium abzuschließen, macht er eine Band mit seinem Kommilitonen Al Rinker auf.

1926
Dezember: Crosby und Rinker erhalten ein festes Engagement am Tivoli-Theater von Chicago. Zusammen mit dem Pianisten Harry Barris treten sie als "Rhythm Boys" auf. Ihr erste, von Columbia heraus gebrachte Schallplatte ("I've Got the Girl") wird ein Flop.

1928
Crosby landet mit "Ole Man River" seinen ersten großen Hit.


1930
29. September: Crosby heiratet die 19-jährige Sängerin Wilma Wyatt ("Dixie Lee"). Aus der Ehe gehen vier Söhne hervor.
Die "Rhythm Boys" lösen sich auf, Crosby wechselt zu Decca und beginnt eine Karriere als Schauspieler mit Rollen, in denen er hauptsächlich singt.

1933
Nach dem Besuch eines Crosby-Konzerts beschließt Frank Sinatra, ebenfalls "Entertainer [Unterhalter]" zu werden.


1935
Crosby kauft ein Rennpferd, macht eine Pferdezucht auf und Reklame für ein Konkurrenzprodukt von Coca Cola.


1936
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1940-52
Crosby spielt zusammen mit dem Komiker Bob Hope die Hauptrolle in sechs Reisefilmen mit dem Titel "The Road to...", die ihn cineastisch nach Singapur, Sansibar, Marokko, Utopia, Rio de Janeiro und Bali führen.


1941
Dezember: Nachdem Präsident Roosevelt die USA gegen den Willen der Bevölkerung in den Zweiten Weltkrieg geführt hat, wird die Unterhaltungsmusik als wichtiges Ablenkungsmittel entdeckt und besonders gefördert. Crosby stellt sich voll und ganz in den Dienst der Kriegspropaganda-Maschine, lernt sogar etwas Deutsch, um in Rundfunksendungen mitwirken zu können, welche die Moral der deutschen Truppen untergraben sollen.
Mit "White Christmas [Weiße Weihnacht]", einer Komposition Irving Berlin, gelingt Crosby der Kriegshit schlechthin, der auch nach Kriegsende ein "Evergreen" bleibt und mit angeblich über 100 Millionen verkauften Tonträgern zum erfolgreichsten Schlager aller Zeiten wird.


1943
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1944
Crosby erhält für seine Rolle in "Going My Way" einen "Oscar" als bester Schauspieler.


Mit "Swinging on a Star [Auf einem Stern schaukeln]" gelingt ihm ein weiterer Hit.


1946
Crosby beteiligt sich an einem Konsortium zum Kauf des Baseballvereins Pittsburgh Pirates.

1948
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1950
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1951
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1952
Crosbys Ehefrau Dixie stirbt (offiziell an Eierstockkrebs, nach unbestätigten Gerüchten an Leberzirrhose). Um die Erbschaftssteuer zu bezahlen, muß Crosby seine Pferdezucht verkaufen. (Die Umsätze seiner Platten und Filme sind bis dahin hauptsächlich bei seinen Plattenfirmen, Produzenten u.a. hängen geblieben - was sich von nun an rapide ändert.)

1954
Der Film "White Christmas" wird Crosbys größter Kinoerfolg. (Angeblich übersteigt die Zahl der für alle seine Filme weltweit verkauften Eintrittskarten eine Milliarde.)


24. Oktober: Crosby heiratet in zweiter Ehe die 21-jährige Schauspielerin Kathryn Grandstaff ("Kathryn Grant"). Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor.


1956
Crosby spielt die Hauptrolle in dem Musical-Film "High Society [Die Oberen Zehntausend]" (neben Grace Kelly, Frank Sinatra und Louis Armstrong).
Der Song "True Love" wird ein Welthit und für den "Oscar" nominiert.


1960
Crosby spielt die Hauptrolle in "High Time [Höchste Zeit]". Es ist sein letzter großer Kinoerfolg.
Auch als Sänger kann er keine neuen Erfolge mehr feiern; allerdings verkaufen sich seine alten Platten weiterhin sehr gut. (Er erhält insgesamt 23 Goldene und Platin-Schallplatten, obwohl diese Auszeichnung erst 1958 eingeführt wird. Angeblich sind von seinen Aufnahmen bei Lebzeiten ca. 300 Millionen und insgesamt ca. 900 Millionen Tonträger verkauft worden - mehr als von Frank Sinatra, Elvis Presley und den Beatles.)

1962
Crosby wird der - extra für ihn geschaffene - "Grammy Lifetime Achievement Award" verliehen.

1964
Crosby spielt seine letzte Filmrolle in "Sieben gegen Chicago" (neben dem "Ratpack" Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis).


1966
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1967
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1968
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1969
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1972
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1975
Crosby bestreitet in Bremen einen Schaukampf gegen den Golfprofi Dale Hayes und profezeit anschließend, er werde durch das Golfspielen so fit bleiben, daß er 100 Jahre alt würde.


1977
14. Oktober: Bing Crosby stirbt bei einem Golfurlaub in Madrid an Herzversagen. (In Anerkennung dieses "Verdienstes" wird er posthum in die "Ruhmeshalle des Golfs" aufgenommen. Coca Cola läßt verbreiten, daß sein letzter Wunsch eine "Coke" gewesen sei :-)


Er wird in Culver City, Kalifornien, beerdigt; auf seinem Grabstein wird "1904" als Geburtsjahr angegeben.


1983
Crosbys ältester Sohn Gary beschreibt ihn in "Going My Own Way" als rauschgiftsüchtigen Familientyrannen und Rabenvater.


2001
Crosbys Biograf Gary Giddens unternimmt mit "A Pocketful of Dreams [Eine Tasche voller Träume]" den Versuch einer Ehrenrettung.


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