Sean Connery (1930-20??) Tabellarischer Lebenslauf
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SEAN  CONNERY

(geb. 25.08.1930)


Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1930
25. August: Thomas "Séan"* Connery wird als erster von zwei Söhnen des irisch-stämmigen Lastwagenfahrers Joseph Connery und seiner Ehefrau, der Schottin Effie, geb. MacLean, in Fountainbridge, einem Vorort von Edinburgh (Schottland) geboren. Er wird katholisch getauft und früh zum schottischen Nationalisten erzogen.

1936
.

1946
Connery tritt als Zeitsoldat in die Royal Navy ein, die er zwei Jahre später vorzeitig verlassen muß, nachdem er an einem Darmgeschwür erkrankt ist.

1959
Connery wird schottischer Body-building-Meister.
Bei der Wahl zum "Mr. Universum" belegt er Platz 3.


1951
Connery hat sein Theaterdebut als Statist in dem Musical "South Pacific".

1955
Connery hat sein Filmdebut als Statist in "Lilacs in the Spring".

1957
Connery hat sein Fernsehdebut in "Requiem for a Heavyweight".

1959
Connery spielt kleinere Rollen in "Darby O'Gill", "Hard Drivers" und "Tarzan's Greatest Adventure".

1961
Connery spielt kleinere Rollen in "On the Fiddle" und "The Frightened City".

1962
Connery spielt die Hauptrolle des britischen 007-Agenten James Bond in "Dr. No", die mehrere renommierte Schauspieler wegen zu niedriger Gage abgelehnt hatten; er wird über Nacht zum Star.**


Dezember: Connery heiratet die australische Schauspielerin Diane Cilento. (Aus der Ehe geht ein Sohn hervor, der ebenfalls Schauspieler wird; sie wird 1973 geschieden.)


1963
Connery spielt zum zweiten Mal den James Bond in "From Russia With Love [Liebesgrüße aus Moskau]".

1964
Connery spielt zum dritten Mal den James Bond in "Goldfinger".

1965
Connery spielt zum vierten Mal den James Bond in "Thunderball [dts.: Feuerball]".


1967
Connery spielt zum fünften Mal den James Bond in "You Only Live Twice [Man lebt nur zweimal]". Danach lehnt er weitere James-Bond-Rollen zunächst ab - seine 007-Gagen sind bis zuletzt so erbärmlich, daß er sie mit Werbeverträgen aufbessern muß.


1968-70
Connery spielt Hauptrollen in den mehr oder weniger erfolgreichen Filmen "Shalako", "The Molly Maguires", "The Red Tent" und "The Anderson Clan".

1971
Connery spielt zum sechsten Mal den James Bond in "Diamonds are Forever [Diamantenfieber]".


Diesmal erhält er eine Rekord-Gage, von der er den "Scottish International Educational Trust" finanziert, eine Stiftung, die Ausbildungs-Stipendien an begabte schottische Jugendliche vergibt. Er engagiert sich auch bei der Scottish National Party, die für eine staatliche Unabhängigkeit Schottlands von England eintritt***, und macht sich damit bei vielen "Groß-Britanniern" verhaßt.

1972
.

1975
Connery spielt die Hauptrolle in John Hustons Verfilmung der Kipling-Novelle "The Man Who Would Be King [Der Mann, der König sein wollte]" über den gescheiterten Versuch eines Weißen, sich in Afģānistān zum Herrscher aufzuschwingen.


Bedauerlicherweise findet der Film außerhalb von Kinokreisen kaum Beachtung - weder in Großbritannien noch in den USA, geschweige denn in der Sowjet-Union, deren Truppen bereits vier Jahre später den gleichen Versuch unternehmen. (Die USA lassen sich noch ein paar Jahre länger Zeit :-)
Connery heiratet in 2. Ehe die französische Malerin Micheline Roquebrune.


1976
Connery spielt die Hauptrollen in "Robin [Hood] and Marian" und "The Next Man".


1977
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1978
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1979
Connery spielt Hauptrollen in "The First Great Train Robbery [dts.: Der große Eisenbahnraub]", "Meteor" und "Cuba".

1981
Connery spielt Hauptrollen in "Outland [dts.: Planet der Verdammten]" und "Time Bandits".

1983
Connery spielt zum achten (und letzten) Mal den James Bond in "Never say Never again", einem Remake von "Thunderball".


1984
Connery spielt Hauptrollen in "Five Days One Summer [dts.: Am Rande des Abgrunds]", "The Sword of the Valiant [dts.: Camelot - Der Fluch des goldenen Schwertes]" und "Wrong is Right [dts.: "Flammen am Horizont"].


1986
Connery spielt (an der Seite von Christopher Lambert) eine der beiden Hauptrollen in "Highlander" und die Hauptrolle in der Verfilmung des Mittelalter-Romans "The Name of the Rose [dts.: Der Name der Rose]".


1987
Connery spielt Nebenrolle in "The Untouchables [dts.: Die Unbestechlichen]", die ihm einen "Oscar" und einen "Golden Globe" als bester Nebendarsteller einträgt.


1990
Connery spielt eine Hauptrolle in "The Russia House" und eine weitere Hauptrolle - den Kapitän Ramius - in der Verfilmung des Tatsachenromans**** "The Hunt for Red October [dts.: Jagd auf Roter Oktober]" von Tom Clancy.


1991
Connery wird der Freiheits-Orden der Stadt Edinburgh verliehen.


1996
Connery spielt (an der Seite von Nicolas Cage) eine der beiden Hauptrollen - den britischen Ex-Spion Mason - in dem wenig überzeugenden*****, aber kommerziell umso erfolgreicheren Thriller "The Rock [dts.: Fels der Entscheidung]".


2001
Connery wird von Queen Elizabeth II (wie manche meinen: zähneknirschend :-) geadelt.

2004
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2007
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*Connery, der lediglich auf den Namen "Thomas" getauft war, nahm den irischen - nicht etwa schottischen - Vornamen "Séan" (außerhalb Irlands meist "Sean" geschrieben") an, was umso bemerkenswerter ist, als er seinen Nachnamen nicht durch einen anderen Künstlernamen ersetzte, wiewohl er angesichts einer internationalen Karriere - spätestens seit seiner Kandidatur zur Wahl des "Mister Universum" - allen Grund dazu gehabt hätte: Während sich z.B. Charlton Heston in Griechenland "Charlton Easton" nannte, weil sein echter Name dort zu sehr nach "Scheiße" klang, störte sich Connery offenbar ebenso wenig wie seine französische Frau an dem perfekten Gleichklang seines - in Frankreich auf der letzten Silbe betonten - Namens mit "connerie [Schweinerei]".

**Entgegen weit verbreiteter Meinung war Connery nicht der erste Bond-Darsteller: Barry Nelson hatte die Rolle 1954 in einer TV-Verfilmung gespielt, die jedoch kein großes Echo fand - wohl auch, weil das Medium Fernsehen dem Medium Kino damals noch unterlegen war: Während es in praktisch jeder Stadt ein oder mehrere Kinos gab, hatte noch längst nicht jeder Haushalt einen Fernseher; die Bildschirme waren klein, und ausgestrahlt wurde nur in schwarz-weiß.

***Dikigoros hat in der Einleitung sein Befremden zum Ausdruck gebracht, daß Connery sich als halber Ire nicht auch in ähnlicher Weise für die Unabhängigkeit Nordirlands eingesetzt hat. Man könnte dies durch die Überlegung relativieren, daß im Falle einer staatlichen Unabhängigkeit Schottlands Großbritannien wohl auseinander brechen würde und somit automatisch auch Nordirland frei würde. Dikigoros hegt da allerdings Zweifel: Die Feinde eines Anschlusses von Ulster an Eire sind ja keine Engländer, sondern selber überwiegend Schotten, die wahrscheinlich eher für ein Zusammengehen mit Schottland eintreten würden; der unselige Kampf würde also nicht enden, sondern weiter gehen, halt nur mit veränderten Fronten. Möglicherweise hat Connery dies auch erkannt und sich deshalb immer vor einer Stellungnahme zu diesem Thema gedrückt.

****Mit Rücksicht auf die politische Lage - das Ende des "Kalten Krieges" stand an - wurden die Tatsachen (es ging um eine Meuterei auf der SU-Fregatte Storoschewoj im Jahre 1975) für das Drehbuch erheblich verändert.

*****Angesichts des abstrusen Plots fragt man sich unwillkürlich, ob es nicht einfacher, logischer und "gerechter" gewesen wäre, der Forderung der Erpresser einfach nachzugeben; so dumm und starrsinnig wie in diesem Film verhalten sich Politiker sonst nur in der Wirklichkeit.


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