









*Connery, der lediglich auf den Namen "Thomas" getauft war, nahm den irischen - nicht etwa schottischen - Vornamen "Séan" (außerhalb Irlands meist "Sean" geschrieben") an, was umso bemerkenswerter ist, als er seinen Nachnamen nicht durch einen anderen Künstlernamen ersetzte, wiewohl er angesichts einer internationalen Karriere - spätestens seit seiner Kandidatur zur Wahl des "Mister Universum" - allen Grund dazu gehabt hätte: Während sich z.B. Charlton Heston in Griechenland "Charlton Easton" nannte, weil sein echter Name dort zu sehr nach "Scheiße" klang, störte sich Connery offenbar ebenso wenig wie seine französische Frau an dem perfekten Gleichklang seines - in Frankreich auf der letzten Silbe betonten - Namens mit "connerie [Schweinerei]".
**Entgegen weit verbreiteter Meinung war Connery nicht der erste Bond-Darsteller: Barry Nelson hatte die Rolle 1954 in einer TV-Verfilmung gespielt, die jedoch kein großes Echo fand - wohl auch, weil das Medium Fernsehen dem Medium Kino damals noch unterlegen war: Während es in praktisch jeder Stadt ein oder mehrere Kinos gab, hatte noch längst nicht jeder Haushalt einen Fernseher; die Bildschirme waren klein, und ausgestrahlt wurde nur in schwarz-weiß.
***Dikigoros hat in der Einleitung sein Befremden zum Ausdruck gebracht, daß Connery sich als halber Ire nicht auch in ähnlicher Weise für die Unabhängigkeit Nordirlands eingesetzt hat. Man könnte dies durch die Überlegung relativieren, daß im Falle einer staatlichen Unabhängigkeit Schottlands Großbritannien wohl auseinander brechen würde und somit automatisch auch Nordirland frei würde. Dikigoros hegt da allerdings Zweifel: Die Feinde eines Anschlusses von Ulster an Eire sind ja keine Engländer, sondern selber überwiegend Schotten, die wahrscheinlich eher für ein Zusammengehen mit Schottland eintreten würden; der unselige Kampf würde also nicht enden, sondern weiter gehen, halt nur mit veränderten Fronten. Möglicherweise hat Connery dies auch erkannt und sich deshalb immer vor einer Stellungnahme zu diesem Thema gedrückt.
****Mit Rücksicht auf die politische Lage - das Ende des "Kalten Krieges" stand an - wurden die Tatsachen (es ging um eine Meuterei auf der SU-Fregatte Storoschewoj im Jahre 1975) für das Drehbuch erheblich verändert.
*****Angesichts des abstrusen Plots fragt man sich unwillkürlich, ob es nicht einfacher, logischer und "gerechter" gewesen wäre, der Forderung der Erpresser einfach nachzugeben; so dumm und starrsinnig wie in diesem Film verhalten sich Politiker sonst nur in der Wirklichkeit.
weiter zu Brigitte Bardot
zurück zu Marilyn Monroe
heim zu Schauspieler des 20. Jahrhunderts
heim zu Von der Wiege bis zur Bahre