
![[Chaplin - damals noch mit normalen Schuhen und normal sitzendem Anzug]](cc1914makingaliving.jpg)
















*Chaplins Behauptung, er stamme mütterlicherseits von Zigeunern ab, dürfte ein Märchen sein. Chaplins jüdische Abstammung wird heute aus unerfindlichen Gründen geleugnet - möglicherweise weil man sie im "Dritten Reich" zu Zwecken "anti-semitischer" Propaganda einsetzte. Die damals verbreitete Ansicht, seine Mutter sei eine geborene Thonstein und stamme aus Galizien, ist allerdings zweifelhaft. Sein Großvater mütterlicherseits dürfte vielmehr seinen sefardischen Namen De[l]monte in "Hill" geändert haben, wie dies wegen des im viktorianischen England grassierenden Anti-Semitismus viele seiner Glaubensbrüder und Namensvettern taten. Seine jüdische Abstammung an sich steht jedoch außerhalb jeden vernünftigen Zweifels; andernfalls hätte er nicht auf dem Juden-Friedhof "Beth Olam" in Hollywood beerdigt werden können (ebenso wie seine Mutter Hannah - seit 1928 - und sein Sohn Charles Chaplin III - seit 1968). Um letzteres zu vertuschen, wird von gewissen Kreisen eine frei erfundene Räuberpistole verbreitet, wonach Chaplin zunächst in Corsier-sur-Vevey beerdigt worden sei; dort hätten allerdings irgendwelche Diebe die Leiche gestohlen, um Lösegeld zu erpressen; danach habe man, um eine Wiederholung zu verhindern, die Leiche irgendwo am Genfer See so tief vergraben, daß sie nie wieder jemand finden und entwenden könne.

Tatsächlich befindet sich in Vevey lediglich ein Denkmal auf Chaplin von John Doubleday.

Merkwürdigerweise wird dieser Eiertanz nur in Bezug auf Chaplin selber aufgeführt; dagegen bestreitet niemand, daß sein Halbbruder Sidney zumindest "Dreivierteljude" war, nämlich zu 50% durch die Mutter und zu mindestens 25% durch den Vater. Wie dieselben Biografen - die überwiegend selber Juden sind, wie Corn, Robinson, Untermeyer und Hale - angesichts dessen jegliche jüdische Abstammung Chaplins bestreiten können, bleibt ihr Geheimnis.
**Anders als bei Chaplin - mit dem sie oft verglichen wurden - wuchs die Filmkarriere von "Laurel & Hardy" allerdings nicht auf Jeffersons eigenem Mist; das Rollenpaar dachte sich vielmehr 1927 der Produzent Hal Roach aus (wobei ihm wahrscheinlich eher "Pat & Patachon" Modell standen als Chaplin). In Deutschland wurden sie vor allem deshalb bekannt, weil ihre Klamotten die ersten Filme waren, welche die alliierten Besatzer nach dem Zweiten Weltkrieg für deutsche Kinos wieder zuließen.
***Chaplin pflegte sich von da an auch der Urheberschaft der Filmmusik - zunächst der für Stummfilme typischen Klavier-Begleitung, später auch der gesungenen Lieder - zu rühmen und die diesbezüglichen Rechte eintragen zu lassen. Tatsächlich war er jedoch musikalischer Analfabet, d.h. er konnte nicht mal Noten lesen. Die unter seinem Namen veröffentlichte Musik wurde von namenlosen Auftrags-Komponisten geschrieben.
****Der Tramp war Chaplins ureigenste Erfindung, die oft - aber meist erfolglos - kopiert wurde. In den 1920er Jahren brachte die dänische Filmgesellschaft Palladium Carl Schenström und Harald Madsen ("Pat & Patachon") wiederholt als Tramps/Vagabunden/Landstreicher in die Kinos, kam jedoch trotz einiger beachtlicher Erfolge später davon ab und ließ sie andere Rollen spielen.
*****Dikigoros hat dazu an anderer Stelle mehr geschrieben; er braucht sich hier nicht zu wiederholen, da diese Erkenntnis - die er dort erstmals anzusprechen gewagt hat - sich allen Anfeindungen der politisch korrekten Gutmenschen zum Trotz mittlerweile so weit durchgesetzt hat, daß sie selbst auf der deutschsprachigen Seite von Wikipedia wieder gegeben wird (freilich ohne Nennung des Urhebers, aber auch ohne die sonst üblicherweise gegen ihn und seine Thesen gerichteten Anfeindungen :-)
******Insbesondere in deutschen Publikationen wird von Juden, die in "Beth Olam" beerdigt sind, oft behauptet, sie seien auf dem "Hollywood Memorial Park Cemetery" [seit 1998: "Hollywood Forever Cemetery"] begraben. Auf genauere Nachfrage wird dann weiter behauptet, "Beth Olam" sei ein "Bestandteil" jenes Friedhofs. Richtig ist, daß "Beth Olam" zwar direkt an den Südwestteil des "HFC" grenzt, jedoch von diesem deutlich abgesetzt ist - in "Beth Olam" dürfen ausschließlich Juden beerdigt werden. (Selbst wenn Chaplin nicht dort beerdigt wäre, wäre das Grab seiner Mutter also hinreichender Beweis für sein Judentum, da dieses nach jüdischem Recht allein durch die Mutter vererbt wird.) "Beth Olam" hat auch einen separaten Eingang an der Gower Street und ist nur Angehörigen zugänglich, während der Eingang zum "HFC", der jedermann zugänglich ist, am Santa Monica Boulevard liegt.

*******So verweigerte z.B. der Schurkenstaatdas Königreich Belgien noch 1994 der Leiche des politisch verfolgten
Léon Degrelle
die Beerdigung in der Heimat, die daher illegal erfolgen mußte.
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