![[Jimmy 'Peanuts' Carter]](carterlabert.jpg)




![[Wahlkampf in Georgia]](shiptnback.jpg)
![[Time Magazine vom 31.05.1971]](carter1971time.jpg)







![[Carter mit Morales]](cartermorales.jpg)
![[Carter mit PLO-Top-Terrorist Arafat]](carteraltarafat.jpg)
![[Carter mit Hamas-Terroristen - Karikatur]](carterhamas.jpg)




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*"Peanuts" bedeutet wörtlich "Erdnuß"; diese Bezeichnung spielt aber nur vordergründig auf Carters Beruf an; vielmehr wurde sie in den USA Jahre lang als Schimpfwort für den taiwanesischen Präsidenten
Tschiang Kai-shek
gebraucht. Carter nahm es jedoch mit Humor, versuchte sogar, seinen Spitznamen zu kultivieren: Im Wahlkampf 1976 ließ er die abgehalfterte Alkoholikerinbeliebte Schauspielerin
Elizabeth Taylor
mit einem goldenen Anhänger in Erdnußform für sich auftreten und verkünden: "Jimmy Carter [...] wird Amerika herrlichen Zeiten entgegen führen!"
**Es handelt sich um den schwersten außenpolitischen Fehler der USA in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, dessen Umsetzung die Initialzündung für eine weltweite Renaissance des militanten Islam und damit zum "Jihād [heiligen Krieg]" gegen alle nicht-muslimischen Religion und Staaten wird. Es ist allerdings festzuhalten, daß die Idee dazu nicht von Carter, sondern vom französischen Staatspräsidenten Giscard d'Estaing ausging und sowohl von BRD-Kanzler Schmidt als auch von UK-Premier Callaghan mit getragen wurde.

Es bleibt die Frage, weshalb Carter sich an dieser verhängnisvollen Jahrhundert-Eselei beteiligte. Die Antworten stellen zumeist auf politische Motive ab, die einander allerdings diametral widersprechen. So wird einerseits behauptet, Carter habe als heimlicher Linker darauf spekuliert, daß nach einem Sturz des "rechten" Shāh-in-Shāh linke Kräfte an die Regierung kommen würden; andererseits wird gemutmaßt, er habe bewußt radikale - und somit anti-kommunistische - Muslime an die Macht bringen wollen, um die Sowjet-Union "in die Zange nehmen" zu können - in Ergänzung zu dieser Variante ist sogar behauptet worden, Carter habe angesichts verheerend schlechter Umfragewerte für seine Wiederwahl sogar die Geiselnahme in der Tähraner US-Botschaft mit Khomeinī verabredet, um sie kurz vor der Wahl wieder frei zu lassen und Carter so als glänzenden Diplomaten hinzustellen. (Dikigoros hält diese Variante für abwegig; das Motiv paßt allenfalls zu Carters Nachfolger Reagan - was dieser in der "Iran-Contra-Affäre" ja auch unter Beweis stellte.) Zwei weitere mögliche Beweggründe Carters resultieren weniger aus ideologischen denn aus handfesten wirtschaftlichen Interessen: 1978 verlangte Carter vom Shāh, sich vertraglich zu verpflichten, den USA 50 Jahre lang das vom Iran geförderte Erdöl zum Preis von 8.- (acht) US-$ pro Barrel (also fünf Cent pro Liter) zu verkaufen - was dieser ablehnte. Sodann verlangte Carter, seinen "Geschäftsfreunden" (oder Strohmännern) aus Georgia einen Vertrag zum Ausbau des Hafens Bandar Mahshahr zuzuschanzen, ein Milliarden-Auftrag, der bereits an die US-Firma Brown & Root vergeben war. Diese "Geschäftsfreunde" sollten gegen einen Aufpreis von 10% - einen neunstelligen Betrag, der wohl hauptsächlich auf Carters Privatkonten geflossen wäre - nichts weiter tun, als den Auftrag an Brown & Root als Sub-Unternehmer weiter zu geben und diese zu "überwachen". Auch dies habe der Shāh abgelehnt und sich Carter damit zum persönlichen Todfeind gemacht. (Die Quelle für beides ist der letzte Premierminister des Shāh-in-Shā, Ämir Abbas Howeyda.)
***Boshafte Karikaturisten übertragen sogar Carters Spitznamen "Peanuts" auf Obama.

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