ARNO BREKER
(1900 - 1991)
Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros
- 1900
- 19. Juli: Arno Breker wird als Sohn des Steinmetzen Arnold Breker in Elberfeld (heute
Wuppertal) geboren.
- 1906-16
- Breker besucht die Volksschule und danach die Oberrealschule in Elberfeld.
- 1916-1920
- Breker absolviert eine Steinbildhauerlehre und besucht die Kunstgewerbeschule in Elberfeld.
- 1920-1925
- Breker studiert an der Kunstakabdemie
Düsseldorf
Architektur (bei Wilhelm Kreis) und Plastik (bei Hubert Netzer).
- 1924
- Breker reist nach Paris, wo er Jean Cocteau, Daniel Kahnweiler und Alfred Flechtheim kennen lernt.
- 1925
- Breker schafft für die Ausstellung "Gesolei" die Skulptur "Aurora".

- 1926
- Breker schafft Portrait-Büsten von Otto Dix und
Friedrich Ebert.

- 1927
- Breker zieht nach Paris, wo er sich u.a. mit
Robert Delaunay,
Aristide Maillol, Maurice Vlaminck, Isamu Noguchi und Man Ray anfreundet.
- Von Paris aus bereist Breker die französischen Kolonien Nordafrikas, wo die Radierungen und Litografien "Tunesische Reise" entstehen.
- Breker entwickelt ein Gußverfahren der "reinen Form" ohne Oberflächen-Unebenheiten, das nach 1945 als "Nazistil" verunglimpft wird.
- 1929
- Breker beteiligt sich an der Ausstellung "Salon d'automne" in Paris.
- 1930
- Flechtheim veranstaltet in Düsseldorf eine Ausstellung unter dem Motto "Von Carpeaux bis Breker".
- 1932
- Breker beteiligt sich am Heinrich-Heine-Denkmal-Wettbewerb der Stadt Düsseldorf. (Er gewinnt den zweiten Preis hinter
Georg Kolbe.)

- 1933
- Breker erhält den Rom-Preis des preußischen Kulturministeriums und verbringt ein Jahr in der Villa Massimo.
- 1934
- Breker zieht nach
Berlin.
Er fertigt eine Büste von Max Liebermann (von dem der - heute als "fascistoïd" geltende - Satz stammt: "Kunst kommt von Können").

- 1935
- Breker beteiligt sich an der Ausstellung der "Berliner Secession".
- 1936
- Breker gewinnt bei der Olympischen Kunstausstellung in Berlin im Plastik-Wettbewerb die Silbermedaille des Internationalen Olympischen Komitees für die Statuen "Zehnkämpfer" und "Die Siegerin".
- 1937
- Breker fertigt zur
Weltausstellung
in Paris Skulpturen für den Deutschen Pavillon und ist Mitglied der internationalen Jury.
- Breker heiratet die Griechin Demetra Messala.
- Breker wird Professor einer Bildhauerklasse an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (bis 1945). Er schafft Großplastiken wie den "Prometheus" (München), den "Ikarus" (Dresden) und den "Löwen" (Hannover).
- seit 1938
- Breker erhält in Zusammenarbeit mit
Albert Speer
zahlreiche Staatsaufträge, u.a. zum geplanten Ausbau Berlins.
- Breker schafft Skulpturen und Reliefs für die Neue Reichskanzlei und andere öffentliche Gebäude, z.B. die allegorische
Darstellung "Kameraden".

- 1939
- Breker reist nach Italien und lehnt eine Einladung
Stalins,
in der Sowjetunion - die inzwischen mit dem Deutschen Reich verbündet ist - zu arbeiten, ab.
Für den Bayreuther Rosengarten schafft er eine Büste
Richard Wagners.

- 1940
- Breker erhält den "Großen Preis von Italien" und wird Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.
- 1941
- In Wriezen/Oder wird die "Arno Breker Steinbildhauerwerkstätten GmbH" gegründet.
- 1942
- Breker stellt seine Werke in der Pariser Orangerie aus. Die Ausstellung, zu der über 80.000 Besucher (u.a. Cocteau, Despiau und Maillol) kommen, gilt als die bis dahin erfolgreichste ihrer Art.
- 1944
- Breker schafft die Plastik "Du und ich".

- 1945
- Am Ende des Zweiten Weltkriegs flieht Breker nach Wemding. Was von seinen bis dahin geschaffenen Werken noch nicht dem Bombenkrieg der Alliierten zum Opfer gefallen ist, wird im Zuge der Bestrebungen, die "nazi-deutsche" Kultur nachhaltig auszulöschen, systematisch zerstört.
- 1948
- Breker wird bei den Entnazifizierungs-Verfahren" als "Mitläufer" eingestuft.
- 1950
- Breker kehrt nach Düsseldorf zurück, wo er als Architekt arbeitet.
- 1954/55
- Breker schafft eine Büste von
Haile Selassie, dem Negus von Äthiopien.
- 1958
- Breker heiratet Charlotte Kluge.
- 1960
- Wegen der anhalten Diskriminierung als "Nazi-Künstler" in der BRD geht Breker zurück nach Paris, wo er wieder als
Bildhauer und Grafiker arbeitet.
- seit 1973
- Breker schafft Skulpturen von bekannten Künstlern (u.a.
Salvador Dalí und Ernst Fuchs), Politikern (u.a.
Konrad Adenauer und
Ludwig Erhard
und Sportlern, u.a. einen "Olympia-Zyklus". Mit lebensgroßen, ideal-athletischen Standfiguren nach Modellen deutscher Sportler (u.a. Ulrike Meyfarth und Kurt Bendlin) knüpft Breker wieder an das inzwischen als "Nazi-Unkunst" diffamierte Element der vollendeten Form an.
- 1980-1985
- Die Familie des Kunsthändlers Bodenstein richtet in Schloß Nörvenich ein "Museum Arno Breker - Sammlung Europäische Kunst" ein.

- 1981
- Breker beteiligt sich an der Ausstellung "Paris 1937-47", muß seinen Beitrag jedoch wegen einer massiver Hetzkampagne so genannter "Antifaschisten" zurück ziehen.
- 1983
- In den USA wird die "Arno Breker Society International" gegründet.
- 1991
- 13. Februar: Arno Breker stirbt in Düsseldorf.

* * * * *
- 2006
- August: Im Schleswig-Holstein-Haus von Schwerin wagt zum ersten Mal nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Galerist, eine Einzelausstellung mit Werken Brekers zu veranstalten. Antifa-Chaoten, die sich selber als "G8-Gegner" bezeichnen, überfallen die Ausstellung, vertreiben die Besucher mit Gewalt und vandalisieren die Exponate mit der Begründung, daß Breker "der Lieblingsbildhauer Hitlers" gewesen sei; die Polizei greift nicht ein.
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