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Habib Bourguiba

(1903* - 2000)

[Habib Bourguiba]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1903*
03. August: Habib Bourguiba** wird in Monastir geboren. Sein Vater ist Offizier der Leibwache des Bey von Tunis, eines Marionettenherrschers von Frankreichs Gnaden. (Tunesien ist seit 1881 "Protektorat", seit 1883 de facto Kolonie Frankreichs, obwohl die meisten europäischen Siedler Italiener sind.)


1924-27
Bourguiba studiert an der Pariser Sorbonne Rechtswissenschaften.

1927
Bourguiba heiratet Mathilde Le Fras. (Aus der Ehe geht ein Sohn hervor.)
Bourguiba kehrt nach Tunesien zurück und wird Anwalt in Tunis.

1939
September: Großbritannien und Frankreich erklären dem Deutschen Reich den Krieg.

1946
.

1947-48
Gegen arabischen und britischen Widerstand erkämpfen sich jüdische Immigranten aus Europa einen Teil Palästinas und gründen dort den Staat Israel.

1950-56
.

1956
'Arafāt wird im Krieg zwischen Ägypten und Großbritannien-Frankreich-Israel um den Suez-Kanal als Pionier-Leutnant eingesetzt. Er gilt schon damals als Sprengstoff-Spezialist und großer Bombenbastler.
Nach Kriegsende geht 'Arafāt als Bauingenieur nach Kuwait.

1957
'Arafāt zählt zu den Gründern der Terror-Organisation Äl-Fatah.

1963
.


1965
Juni: Bin Bälla wird durch einen Staatsstreich des Militärs unter Oberst Boumédienne***** gestürzt und aus dem Verkehr gezogenins Gefängnis gesteckt.

1967
Juni: Im "Sechs-Tage-Krieg" werden die arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Jordanien und Libanon von Israel schwer geschlagen. Viele Palästinenser fliehen nach Jordanien und versuchen dort, einen "Staat im Staat" zu bilden.

1968
'Arafāt wird Vorsitzender von Äl-Fatah.


1969
Februar: 'Arafāt wird Vorsitzender der P.L.O., die inzwischen fast vollständig von Ägyptens "Führer [Rais]" Gamāl 'Abd-äl-Nāsir [im Westen meist "Nasser" geschrieben] finanziert wird.


1970
Juni-September: König Hussein von Jordanien hat die Nase voll von den palästinensischen Banditen in seinem Land. Er wirft die Fatah nach schweren militärischen Kämpfen hinaus und erspart dadurch Jordanien ein Schicksal wie dem Libanon (wohin die meisten bis dahin in Jordanien lebenden Palästina-Flüchtlinge nunmehr ausweichen) und Israel. (Die Israelis versäumen es aus falsch verstandener Humanität, in Judäa und Samaria mit ähnlicher Konsequenz wie Hussein gegen die Palästinenser vorzugehen - ein tödlicher Fehler.)
'Arafāt flieht nach Ägypten.

1972
'Arafāts Leute ermorden bei den Olympischen Spielen in München mehrere Sportler aus Israel. Dennoch gilt er bald allgemein - auch und insbesondere in der BRD - wieder als ehrenwerter Mann, den es massiv mit Entwicklungshilfe zu unterstützen gilt. Zu seinen persönlichen Freunden zählen u.a. der BRD-Kanzler Willy Brandt, der (jüdische) RÖ-Kanzler Bruno Kreisky (der 'Arafāts Terror-Organisationen luxuriöse Büros in Wien einräumt) und der schwedische Ministerpräsident Olof Palme, der sich in besonderem Maße für die Bastardisierung"Durchmischung" der Schweden mit Afrikanern und Arabern einsetzt, deren Immigration er massiv fördert.


1973
Oktober: Im "Yom-Kippur-Krieg" versuchen die arabischen Staaten erneut, Israel "von der Landkarte zu tilgen"; obwohl sie von der Sowjet-Union mit modernsten Waffensystemen und "Schulungs-Personal" unterstützt werden - während die USA (geführt von Präsident Nixon und seinem jüdischen Außenminister Kissinger Israel in den Rücken fallen - mißlingt dies wiederum.


1974
November: Vor der UNO-Vollversammlung - in der längst kommunistische, arabische und schwarzafrikanische Staaten die Mehrheit haben - darf 'Arafāt auf Initiative von General-Sekretär Kurt Waldheim in vollem Kampfanzug, mit kariertem Kopftuch und mit umgeschnallter Pistole eine Rede halten, in der er zur Vernichtung des Staates Israel und zur Ausrottung der "Zionisten" aufruft - die Juden sollten "verstreut unter alle Völker" leben, wie vor 1948.


Die UNO räumt der P.L.O. daraufhin einen "Beobachter-Status" ein, der quasi eine Anerkennung als Mitglieds-Staat bedeutet. Sie akzeptiert auch deren Terror-Anschläge als "Akte legitimen Widerstands" gegen Israel.

1978
Dezember: Boumédienne stirbt.

1979
.

1980
.

1982
Juli/August: Israelische Truppen befreien den Süden des Libanons von palästinensischen Terror-Einheiten und syrischen Besatzungtruppen.
'Arafāt flieht nach Tunis, wo Bourguiba der P.L.O. bereitwillig einen Sitz zur Verfügung stellt.

1987
November: Bourguiba wird wegen Altersschwachsinns abgesetzt und unter Hausarrest gestellt.

2000
06. April: Habib Bourguiba stirbt in Monastir. Man errichtet ihm ein Mausoläum und viele Denkmäler; Straßen und Moscheen werden nach ihm benannt.




*So das amtliche Geburtsjahr. Nach eigenen Angaben ist B. 1901 geboren, nach anderen Quellen 1898.

**Arabisch "Ħabīb Būrgība". Da B. jedoch in einer französischen Kolonie geboren ist, auf französischen Schulen lesen und schreiben gelernt hat und auch sonst völlig französisch aufgewachsen ist, behält Dikigoros die französische Schreibweise des Namens bei.


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