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Martin Bormann

(1900 - 1945)

[Martin Bormann]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

[Volkswohlfahrt Thüringen]

1900
17. Juni: Martin Bormann wird als erster von drei Söhnen des Oberpostassistenten Theodor Bormann und dessen zweiter Ehefrau Antonie, geb. Mennong, in Halberstadt geboren.

1903
Nach dem Tod Theodor Bormanns heiratet Antonie ihren verwitweten Schwager, den Bankbeamten Albert Vollborn.

1906-1910
Bormann besucht eine Privatschule in Eisenach.

1910-1918
Bormann besucht das Realgymnasium in Weimar bis zur Obersecunda.

1918
Juni: In der Endfase des Ersten Weltkriegs wird Bormann Kanonier im 2. Feldartillerie-Regiment Nr. 55 in Naumburg.
An Kampfhandlungen nimmt er nicht mehr teil.

1919
Februar: Bormann wird vom Militär entlassen und Eleve (Lehrling) auf einem Gut in Mecklenburg.

1920
Juli: Bormann wird Mitglied im "Verband gegen Überhebung des Judentums" der DNVP-Abgeordneten Wulle und v. Graefe.
August: Bormann wird Verwalter auf Gut Herzberg (heute "Gut Herzberg Kruse KG") bei Parchim.

1922/23
Bormann arbeitet ehrenamtlich als Abschnittsleiter im Traditionsverband des ehemaligen Freikorps Roßbach.

1924
März: Bormann wird zu einem Jahr Haftstrafe verurteilt wegen Beihilfe zum "Feme-Mord" an Walter Kadow. Zu seinen Mitverurteilten gehören u.a. der spätere Konzentrationslager-Kommandant Rudolf Höß und der Schriftsteller Ernst v. Salomon. (Der Volksschullehrer Kadow hatte den Volkshelden Albert Leo Schlageter an die französischen Besatzungsbehörden verraten, die ihn wegen seiner Beteiligung am Kampf gegen die Besetzung des Ruhrgebiets erschossen.)

1925
Nach seiner Haftentlassung wird Bormann Mitglied des Weimarer "Frontbanns" unter der Leitung von Ernst Röhm.

1927
Dezember: Bormann tritt der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) bei und wird zunächst Fahrer des Weimarer Gauleiters Fritz Sauckel.

1928
Bormann wird Pressewart des Gaus Thüringen.
Bormann wird Geschäftsführer des Gaus Thüringen.

1928-1930
Bormann gehört dem Obersten Führungsstab der Sturmabteilung (SA) an.


1929
2. September: Bormann heiratet in Solln die Kindergärtnerin Gerda, geb. Buch (1909-1946), älteste Tochter des Majors a.D. und NSDAP-Partei-Richters Walter Buch. Trauzeugen sind Adolf Hitler und Rudolf Hess. Aus der Ehe gehen zehn Kinder hervor.

1932
Bormann wird Leiter der Hilfskasse der NSDAP, einer Unfallversicherung zur Unterstützung von Parteimitgliedern, die bei Auseinandersetzungen mit politischen Gegnern verletzt werden.

1933
Juli: Bormann initiiert die "Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft". Durch die freiwilligen Spenden deutscher Industrieller entsteht ein bedeutender Fonds, aus dem Bormann den Spitzenfunktionären der NSDAP Gelder zukommen läßt.
Juli: Bormann wird Stabsleiter bei Hitlers Stellvertreter Rudolf Hess und Reichsleiter der NSDAP.


November: Bormann wird in den Reichstag gewählt.
Bormann wird die Verwaltung von Hitlers Privatvermögen übertragen. Durch die Bewirtschaftung und Verwaltung des "Berghofs" sowie von Hitlers gesamtem Besitz auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden erhält er Zugang zu Hitlers engerem Kreis.

1939
September: Großbritannien und Frankreich nehmen den Beginn des Polenfeldzugs zum Anlaß, Deutschland den Krieg zu erklären (nicht aber der Sowjet-Union, obwohl auch die Rote Armee in Polen einrückt), der sich bald zum Zweiten Weltkrieg ausweitet.

1941
12. Mai: Nach dem Englandflug von Hess übernimmt Bormann dessen Dienststelle, die in "Parteikanzlei" umbenannt wird, mit den Befugnissen eines Reichsministers. Er kontrolliert neben der Legislative sämtliche Ernennungen und Beförderungen innerhalb der Partei.

1942
Bormann reaktiviert den Kampf gegen die christlichen Kirchen entgegen den Plänen Hitlers (der diese Auseinandersetzug erst nach Kriegsende führen will).
9. Oktober: Bormann unterzeichnet einen Erlaß, der die Verbringung der letzten Juden aus dem Reich in Sonderlager im Osten anordnet. Daß solche - und andere - Schriftstücke auch künftig von Bormann, nicht aber von Hitler selber unterzeichnet werden, gibt später zu der These Anlaß, daß Hitler vom "Holocaust" nichts gewußt habe.

1943
12. April: Bormann wird zum "Sekretär des Führers" ernannt und damit de facto dessen Stellvertreter.
Bormann regelt den Zugang der Gauleiter zu Hitler, entlastet ihn von sämtlichen Verwaltungsarbeiten und schirmt ihn zunehmend gegen die politische Führungsspitze ab.
ab September: Jede Eingabe an Hitler aus dem Bereich der Partei und ihren Organisationen muß von Bormann gegengezeichnet werden.

1944
Bormann mobilisiert die Partei als Reservoir und Organisationsbasis für den "Volkssturm" und treibt die Gauleiter zum letzten Widerstand an.

1945
April: Bormann harrt gemeinsam mit Hitler im Berliner Führerhauptquartier aus und bestärkt diesen bei den Amtsenthebungen von Hermann Göring und Heinrich Himmler.
29. April: Bormann ist Trauzeuge der Eheschließung Hitlers mit Eva, geb. Braun.
1. Mai: Nach Hitlers Selbstmord unternimmt Bormann einen Ausbruchsversuch aus dem Bunker, um sich Großadmiral Karl Dönitz, den Hitler testamentarisch zum neuen Staatsoberhaupt erklärt hat, anzuschließen.
2. Mai: Martin Bormann fällt beim Straßenkampf gegen sowjetische Panzer in Berlin. Obwohl es für seinen Tod mehrere Augenzeugen (Axmann, Kempka, Linge) gibt - die daran auch unter der Folter festhalten* -, wollen viele das nicht wahr haben, sondern glauben an seine erfolgreiche Flucht.
(Die bevorzugte These lautet, daß Bormann per U-Boot nach Argentinien gelangt sei, wo Präsident Perón ihm Asyl gewährt habe.)

1946
23. März: Gerda Bormann wird in einem alliierten Militär-"Lazarett" vergiftet. Ihre Kinder werden einer brutalen Gehirnwäsche unterzogen und von einem evangelischen Pfarrer zwangsadoptiert, der sie zu glühendem Haß gegen ihre Eltern erzieht.
1. Oktober: Bormann wird in Abwesenheit von dem Interalliierten Militär-Tribunal in Nürnberg zum Tode verurteilt.

1959-61
Diverse Wichtigtuer, darunter der selbsternannte "Nazijäger" Simon Wiesenthal, behaupten, Bormann in Südamerika gesehen zu haben. Daraufhin entblöden sich einige BRD-Staatsanwälte in Berlin und Frankfurt/Main (darunter der geltungssüchtigte Fritz Bauer, der bereits die Anklage gegen den Regisseur Veit Harlan vertreten hatte und später eine maßgebliche Rolle bei den so genannten "Auschwitz-Prozessen" spielt) nicht, unter krassem Verstoß gegen das u.a. im "Grundgesetz" verankerte "ne-bis-in-idem"-Prinzip, ein erneutes Ermittlungsverfahren gegen den bereits zum Tode Verurteilten einzuleiten.

[Fritz Bauer]

Für Hinweise, die zu Bormanns Ergreifung führen, wird eine Belohnung von 100.000.- DM (nach heutiger Kaufkraft ca. 1 Mio Euro) ausgesetzt. Ihr Verdacht wird bestärkt, nachdem der vom israelischen Geheimdienst ("Mossad") in Argentinien entführte Ricardo Clement - den Bauer höchstpersönlich ans Messer geliefert hatte - unter Folter "gestanden" hat, Adolf Eichmann zu sein und Bormann in Argentinien lebend gesehen zu haben.

1964
Einem neuen Gerücht zufolge lebt Bormann inzwischen in Brasilien.

1965
November: Die Illustrierte STERN wagt es, einen Bericht unter der Überschrift "Bormann ist tot" zu veröffentlichen. Sie wird daraufhin von Wiesenthal u.a. jüdischen Lobbyisten als "Naziblatt" diffamiert und gerät unter erheblichen politischen Druck. Zugleich wird in der jüdischen Presse weltweit eine Gegendarstellung unter der Überschrift "Bormann lebt" lanciert.


1972
In Berlin wird eine Leiche gefunden, die anhand der von dem britischen Historiker David Irving besorgten zahnärztlichen Unterlagen zweifelsfrei als Martin Bormann identifiziert wird. Internationale "Nazi-Jäger" und jüdische Lobbyisten-Gruppen halten jedoch weiterhin an der Legende fest, daß Bormann lebe und beginnen, auch Irving als "Nazi" zu diffamieren. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt verweigert die Herausgabe der Leiche an Bormanns Angehörige.

1977
Die Bormann-Biografie des STERN-Reporters "Jochen von Lang" (hinter dem sich der ehemalige SS-Mann und Sprecher des Großdeutschen Rundfunks Joachim Piechocki verbirgt) erscheint in Stuttgart.


1998
Mai: Nach einer DNA-Analyse räumt der britische Staatssender BBC ein, daß es sich bei der 1972 in Berlin gefundenen Leiche um Martin Bormann handelt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wird nunmehr angewiesen, die Leiche an seine Hinterbliebenen zur Einäscherung heraus zu geben. Die Akte Bormann wird endgültig (?**) geschlossen.


*nachzulesen z.B. in den Memoiren Linges.

**Das zwielichtige "Fritz-Bauer-Institut" in Frankfurt veranstaltet weiterhin Vortragsreihen, in denen die angebliche Flucht von NS-Verbrechern nach Argentinien thematisiert wird. Im Januar 2007 wirft der langjährige Direktor dieses Instituts, Micha Brumlik, dem Nachrichtenmagazin Spiegel "Antisemitismus" vor. Begründung: Ein Artikel, wonach der Monotheïsmus keine Erfindung der Juden war, sondern des ägyptischen Farao Echnaton, von dem ihn die Juden übernahmen. (Man mag von Peter Joseph's Film Zeitgeist im übrigen halten, was man will; aber in diesem Punkt gibt er den Stand der aktuellen Forschung - die das genauso sieht - richtig wieder.) Sowohl der Spiegel - der sich auf einen gewissen Jan Assmann beruft - als auch der Jude Brumlik übersehen, daß diese These bereits in den 1930er Jahren von dem Juden Sigmund Freud vertreten wurde ("Der Mann Moses und die monotheïstische Religion") und offenbaren damit ihre fundierte Unkenntnis der jüdischen Geschichte und Kultur. Noch im März 2008 verbreiten die BRDDR-Staatssender WDR, SWR und BR-alpha in ihrem Verdummungs-Programm "Planet Wissen" das Gerücht, Bormann sei 1945 in der französischen Fremdenlegion untergetaucht und dort mit einer neuen Identität ausgestattet worden.


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