![[Gazi M. (Mustafa) Kemál mit 50 -
ein von Alkoholexzessen und Kettenrauchen früh gealterter Greis]](atatuerkmilliyet.jpg)

![[Kemal 1912]](kemal1912major.jpg)












![[50 Lira 1972]](50lit1972.jpg)
![[100 Lira 1973]](100lit1973.jpg)







![[Gedenkmünze zu 20 Millionen Lira auf den 80. Gründungstag der Republik 2003 - ohne Atatürk]](20miolit2003.jpg)
*Vor dem ersten Weltkrieg waren über 70% der Bevölkerung Salonikis Juden. Die Türken hatten nach der Eroberung im 15. Jahrhundert die griechische Bevölkerung ausgerottet und statt dessen aus Spanien und Portugal - meist über Italien - geflohene sefardische Juden dort angesiedelt; erst im 18. und 19. Jahrhundert kehrten die Griechen allmählich zurück; nach der Verfassung von 1876 sind zwar alle Nationen und Religionen im Osmanischen Reich gleichberechtigt; dennoch kommt es in den folgenden Jahrzehnten immer wieder zu Aufständen, vor allem der christlich-orthodoxen Armenier.
**Hitler stand freilich mit dieser Auffassung allein auf weiter Flur. In einer Zeit, da nicht nur in Deutschland "völkische" Geschichtsschreibung groß in Mode war, bezeichnete Edmund Schopen ("Die neue Türkei", Leipzig 1938 - im Anschluß an "Das Erwachen einer Rasse. Die Türkei des Mustafa Kemal" von René Marchand, Paris 1927) Atatürk als "Genie aus mongolischem Blut und Boden" und "Begründer einer mongolischen Kultur an der Schlüsselstellung zwischen Asien und Europa". Seine Politik der Verwestlichung sei lediglich vorgeschoben; er habe vielmehr Orient und Westeuropa gegeneinander ausgespielt, um eine "mongolische Renaissance" zu betreiben und ein "zentralasiatisches Reich" zu errichten. So abwegig diese Auffassung sein mag, gibt es auch für eine "germanische" Abstammung Atatürks keine nachprüfbaren Anhaltspunkte; die früher von den meisten türkischen Biografen betonte "rein türkische" Abstammung darf ebenso bezweifelt werden - bei Offiziersfamilien war zumindest ein tscherkessischer Einschlag wahrscheinlich. Zunehmend vertreten muslimische Feinde des "Kemalismus", um Atatürk zu diskreditieren, die These, er sei ein "Dönme" gewesen. [Dies ist ein Schimpfwort für nur zum Schein zum Islam konvertierte sefardische Krypto-Juden, die vor dem Ersten Weltkrieg in Saloniki besonders zahlreich waren, und die auch die "Jungtürken"-Bewegung dominierten.] Auch dafür gibt es indes keine nachprüfbaren Anhaltspunkte.
***Das jüdische Medienmonopol in der BRDDR hat dazu geführt, daß die Ereignisse im September 1955 dort neuerdings als "Pogrom" bezeichnet werden. Es wurden wohl auch einige jüdische Geschäfte geplündert und einige Juden verletzt; verglichen mit der Zahl der christlichen Opfer dürfte die der jüdischen jedoch eher gering gewesen sein. Von türkischen Medien wird betont, daß die Übergriffe nicht von Türken aus der Türkei ausgingen, sondern von solchen aus Cypern, das damals noch britische Kolonie war. Nachdem die UNO 1954 einen eindeutigen Volksentscheid - 96% für einen Anschluß an Griechenland - mißachtet hatte, begann die EOKA im April 1955 mit Terroranschlägen, denen nicht nur britische Besatzer, sondern auch Angehörige der türkischen Minderheit zum Opfer fielen, die daraufhin nach Istanbul flohen und dort entsprechend gegen die Griechen hetzten.
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